
Adrian Wirz
Fotografie

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- Blog Nr: 100
Unglaublich, aber ist das wirklich schon Blog Nr. 100 den ich auf meiner Seite schreibe? Sieht so aus! Ich möchte ich diesen Meilenstein nutzen um wieder vermehrt über erfreuliche Sachen zu schreiben. Das alte Jahr ist abgeschlossen, ich freue mich auf viele schöne Momente 2022. Ich weiss nicht wie vielen Lesern dieser Blog in Erinnerung bleiben wird, trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, einmal all meinen treuen Lesern zu danken! Ich freue mich immer wieder über die Reaktionen auf meine Blogbeiträge, auch wenn sie kritischer Natur sind. Das gibt mir auch immer wieder die Gelegenheit Beiträge zu überdenken, oder auch ganz zu löschen, was auch schon vorgekommen ist. Vielleicht erstmal ein paar kritische Gedanken über einen Blog. Was ist für mich ein Blog? Ich denke der Klassiker eines Blogs ist sicher der Beitrag von Stefan Forster über sein Abenteuer in den Anden . Natürlich erlebt nicht jeder Fotograf solche dramatischen Situationen, trotzdem wünsche ich mir bei einigen Fotografenblogs etwas mehr Abenteuer. Ich kenne das ja selber und hatte auch schon einige gefährliche Situationen zu überstehen, meistens aus purem Leichtsinn und weil die Stimmung gerade so gewaltig war, dass man das Wetter einfach aussen vor liess. Ich gehöre zur Kategorie der "Fastallesleser" und sauge alle Infos die ich kriege auf. Ich kenne allerdings auch Fotografen welche mir schon sagten "Ich lese gar nichts". Das merkt man aber ihrem hilflosen Gekraxel bei einem Social Media Post auch an. Was mich je länger je mehr abtörnt, sind Blogs mit 3 Sätzen und dem Hinweis ".....aber schaut doch selbst, viel Spass beim Betrachten der Fotos...." Spass beim Betrachten der Fotos? Meint das wirklich jemand im Ernst? Ja klar, ich hatte auch schon Spass beim Fotos anschauen auf Social Media, du wahrscheinlich auch. Spontan kommt mir da ein Foto in den Sinn, als der Fotograf oberhalb des Regens stand, aber sonst? Also Spass möchte ich nicht wirklich beim Fotos anschauen, genau so wenig wie beim mitbieten auf einer Online Auktion. Wahrscheinlich wurde dieser Satz einfach so 1:1 übernommen. Blogs ohne Leben, oder auch die immer noch vorkommenden Besserwisser Blogs. Diese beginnen meistens mit "....habt ihr euch auch schon gefragt....." Auf mich machen solche Blogs immer den Eindruck als wolle man eine gewisse Distanz wahren, hier bin ich, der grosse Schreiber und dort seid ihr die kleinen Leser. Oder im Fotografenjargon: Hier bin ich, der Master of Photography und dort seid ihr, die kleinen Knipser. Im Kindergarten sassen wir jeweils im Halbkreis um die Kindergärtnerin rum wenn sie uns aus Grimm's Märchen vorlas. Einen Blog lesen 99% der Leser alleine, oder sitzen im Moment noch 10 Leser hinter dir welche schon lange sehnsüchtig auf einen neuen Blog von mir gewartet haben? Wohl kaum oder?? Bei meinen Blogs möchte ich dem (nicht "meinem Leser") Leser auf Augenhöhe begegnen, deshalb spreche ich ihn direkt an. Ich möchte die Geschichte hinter den Fotos "miterleben", dadurch kriegt ein Blog doch erst wirklich eine Tiefe! War es denn wirklich so langweilig? Nichts Lustiges oder Spannendes erlebt? Ich werde mich zukünftig von solchen Blogs lösen und nicht mehr abonnieren. Natürlich muss heute alles schnell gehen, keine Zeit mehr. Also laden wir 25 Insta Stories pro Tag hoch, wenn möglich noch mit "traumhafter" Musik unterlegt. Für mich auch sehr anstrengend diese Stories ständig weiterzuklicken. Auch hier lasse ich mir die Storys oftmals nicht mehr anzeigen. Seit fast einem Monat habe ich kein Landschaftsfoto mehr auf Social Media hochgeladen. Warum? Seit diesem Jahr gebe ich keine Foto-Workshops mehr und diese ganze Herumreiserei in der Schweiz, Italien, Frankreich oder Deutschland fällt weg. Aber damit habe ich schon vor 2 Jahren begonnen, ich merkte, das ist nicht mehr meine Welt. Obwohl, man kann das nie ganz abstreifen und ich werde sicher auch in Zukunft das eine oder andere Stimmungsfoto hochladen, ganz nach Lust und Laune! Ideen gibts noch genug! Aber damit das nicht falsch verstanden wird: ich fotografiere weiter, heute meistens einfach anders, lukrativer! Ich freue mich, dass ich in den letzten Jahren einige namhafte Firmen zu meinem Kundenstamm zählen darf, darauf bin ich stolz und das habe ich meiner Art der Fotografie zu verdanken. Auch durch die Verbreitung in den sozialen Medien. Aber es sind nicht die Nebelwellen, Eiche mit Sonnenstern, oder Linde vor dem Schreckhorn welche Geld bringen, sondern es sind die eher unscheinbaren, wie die Fotos unten. Natürlich gäbe es noch das eine oder andere zu "schwurbeln", aber zur Zeit freue ich mich einfach über die wiedererlangte und gute Sichtbarkeit bei Google. Ich erinnere mich zurück an den Oktober 2020 als ich mit Schrecken feststellen musste, dass meine Website in den Untiefen von Google verschwunden war, währenddem die Lightexplorers Website zu immer höheren Flügen ansetzte. Ich hatte mich damals nur noch auf die Lightexplorers Website konzentriert, währendem ich meine eigene sträflich vernachlässigte! Viele Anpassungen habe ich vorgenommen und sie zeigen Erfolg! Sehr gut sieht man das auch an der folgenden Blogstatistik. Anscheinend mögen die Leser kritische Blogs. Ich kanns verstehen, auch ich lese lieber etwas nachdenkliches als das aneinandergereihte Geknipse, welches auf anderen Bilderblogs zur Schau gestellt wird. Zum Schluss noch einen Blick auf die letzten beiden Corona Jahre. Einiges ist hinter den Kulissen passiert, der Egoismus hat massiv zugenommen (ich klammere mich da nicht aus) Der Zusammenhalt unter den Fotografen bröckelte massiv, das schleckt keine Kuh weg. Eine Folge der Einschränkungen, man traf sich weniger und je länger je mehr kochte jeder sein eigenes Süppchen. Corona hat auch das Verhalten geändert, das Misstrauen nahm in dieser Zeit zu. Die Folgen waren teilweise sichtbar, vieles blieb jedoch im Verborgenen. Aber auch da hat jeder seine eigene Sicht und das ist auch gut so! Natürlich war ich nicht untätig, aber dazu (vielleicht) später mehr. In diesem Sinne, auf die nächsten 100 Blogs und ein Herzliches Dankeschön an alle Leser! Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blogbeitrag online ist? Abonniere meinen Newsletter oder den RSS Feed unten in der Fusszeile.
- Skandinavien: Vanlife
Irgendwann im Hitzesommer 2022 sehnte ich mich nach Schnee und Kälte, wahrscheinlich ging es vielen Leuten ähnlich. Eigentlich mochte ich bis anhin trockene und heisse Sommer. Es war jeweils ein ganz speziellen Feeling mit dem Bike über die staubtrockenen Feldwege und Singletrails im Oberbaselbiet zu fahren. Aber ich bin auch sehr kälteresistent..... Um den 20. August 1969 fand in Woodstock das legendäre Open Air statt, damals wurde ein Hippie VW Bus zum Kultobjekt. Kürzlich sah ich auf Spiegel TV eine Sendung wo man diesen Original VW-Bus suchte. Er war leider unauffindbar! Aber nein, einen Bulli möchte ich nicht! (Das Foto oben unterscheidet sich wesentlich vom Original) Vorgeschichte: Seit 2014 habe ich viele Landschaftsfotografie Workshops geleitet. Ich reiste mit meinen damaligen Kollegen in der Schweiz und in Europa umher. Nach jedem Besuch einer neuen Region führten wir kurz darauf auch einen Workshop durch. Es machte mir grosse Freude mit Gleichgesinnten einen Sonnenaufgang in den Bergen zu erleben. Wenn ich dabei noch Geld verdienen konnte, umso besser. Kürzlich habe ich mit Andreas Gerth darüber gesprochen was das doch für tolle Tage 2017 in Berchtesgaden, oder kurz darauf in den Dolomiten waren. Berchtesgaden hat mir so gut gefallen dass ich im Dezember des gleichen Jahres nochmals dort war. Ebenfalls wunderschöne Tage, besonders als sich der strömende Regen langsam in Schnee verwandelte und die ganze Region in ein weisses Kleid hüllte. Seither sind einige Jahre vergangen und Freundschaften zerbrochen. Wie das halt so ist im Leben, man entwickelt sich weiter und sucht neue Wege. Anfang 2021 habe ich beschlossen keine Workshops mehr durchzuführen. Es stimmte für mich nicht mehr. Und jetzt? Die Kamera ist praktisch seit Januar nicht mehr im Betrieb, ich war mehr mit der Drohne in der Luft unterwegs. Keine Lust mehr?!? Ja, ich hatte definitiv keine Lust mehr in der Schweiz herumzukurven für 1-2 Fotos vom ausgewählten Spot. Aufwand und Ertrag stimmen nicht. Klar, die Freude sollte man nicht vergessen, aber davon wird niemand satt! Also, Freude habe ich... Skandinavien wartet.... Ach ja, ein Hund könnte auch wieder zum Thema werden. So eine reinrassige Irish Setter Hündin ist schon eine galante und wunderschöne Erscheinung.... Irgendwann im Frühjahr 2022 entstand der Wunsch: Ab in den Norden! Etwas was für mich früher unvorstellbar gewesen ist, der nördlichste Punkt den ich mir für Ferien oder Vanlife oder was auch immer vorstellen konnte, war Sissach im Kanton Baselland. Aber schon ein paar Monate früher stiess ich bei YouTube auf die Videos von René Kreher. Dieser hatte im Laufe mehrerer Monate seinen Dacia Dokker zu einem genialen und einzigartigen Micro-Camper ausgebaut. Mit allem was das Herz begehrt, oder was man so braucht um autark (ich hasse dieses Wort inzwischen, es ist so abgelutscht) irgendwo in der Wildnis zu übernachten. Als ich dann noch auf ein Youtube Video von ihm stiess, als er im Dezember vor ein paar Jahren mit seiner Freundin ans Nordkap fuhr und bei -25 Grad im Auto übernachtete, war für mich klar: das will ich auch! Bis anhin hatte ich mit Nordlichtern nicht viel am Hut, ich bestaunte aber immer wieder diese tollen Nordlichtfotos. Es muss sicher ein einzigartiges Erlebnis sein, klar wollte ich das auch schon in früheren Jahren sehen. Aber Aufwand und Ertrag schienen mir damals in keinem vernünftigen Verhältnis. Als Fotograf bin ich auf ein monatliches Einkommen angewiesen, auch wenn ich meinen Lebensunterhalt nicht nur mit fotografieren bestreite. So schaute ich mich auf Autoscout um nach einem passenden Dacia Dokker. Leider wird dieses Auto nicht mehr gebaut und der Nachfolger ist meiner Ansicht nach für ein solches Vorhaben nicht brauchbar. Dazu kommt, ich bin leider ein schlechter Handwerker um den Innenausbau selbst vorzunehmen! Inzwischen habe ich festgestellt das es auch fixfertige Einbauten für den Dokker gibt. Aber schon bald kam ich davon wieder ab. Vielleicht ist ein Toyota Proace das richtige Gefährt? Oder der baugleiche Peugeot Partner? Oder etwas grösser, ein Citroen Jumper L1 H1? Klar ist dass ich keinen Camper von der Stange möchte, aber auch keine Bastelbude. Wird das mein neues Zuhause im kalten Norden? Natürlich würde das Ganze noch wohnlich gemacht...ein bisschen Grünzeugs und einen Holzofen in die Ecke....oder so...aber nach eigenen Bedürfnissen ausbauen (lassen) hat schon was! Aber den grössten Respekt habe ich wohl vor der Dunkelheit. Das macht mir schon etwas Sorgen. Nachdem die erste Euphorie verflogen war und ich feststellen musste, dass bei diesem Projekt noch ganz andere Hürden warten, schob ich das Ganze erstmal auf die Seite und schwang mich wieder auf mein E-Mountainbike und radelte über die Baselbieter Jurahöhen. Aber das Projekt Skandinavien verfolgte mich und bei jeder Rast war ich plötzlich wieder voll drin! -25 Grad oder mehr ist schon eine Hausnummer und das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, eine billige China Standheizung wäre da wohl überfordert.....allerdings habe ich kürzlich gelesen dass auch eine Webasto Heizung ihre Macken haben kann und durch ein anderes Fabrikat ersetzt wurde.....Der Dacia Dokker war jetzt nicht mehr erste Wahl, es sollte etwas grösseres sein, etwas in dem man mehrere Tage "überleben" kann. In der Zwischenzeit habe ich auch gleich um die Ecke einen Einmannbetrieb gefunden welcher sich auf den Camperausbau spezialisiert hat. Ohne Camper, keine Nordlichter, das war für mich von vornherein klar. Ich jette nicht für eine oder zwei Wochen auf die Lofoten und kehre vielleicht mit leeren Händen zurück. Ich will das volle Programm und wenn ich wochenlang darauf warten muss. Aber natürlich habe ich nicht nur die Lofoten im Visier, es gibt noch andere Locations. Sicher ein tolles Wohnmobil auf dem Foto oben, wenn man dazu auch einen Chauffeur und das nötige Kleingeld hat! Aber der Porsche gehört doch eher vor das Casino in Monte Carlo als auf die Lofoten. Ich suche mir etwas bescheideneres. Ich schaute weiterhin auf YouTube Videos von Skandinavien Reisenden. Einige waren sehr aufwändig gemacht und zeigen wie es sein kann, wenn im Skandinavischen Winter die Dunkelheit vorherrscht. Auf jeden Fall lernte ich sehr viel über das freie Campen in Norwegen und Schweden. Diese beiden Länder möchte ich besuchen, vielleicht kommt ja Finnland auch noch dazu. Geplant ist die Reise ab August/September 2023. Dauer? Unbestimmt. Inzwischen steht auch die Reiseroute. Starten werde ich im Dovrefjell Nationalpark in Norwegen. Dort stehen die Moschusochsen auf dem Programm. Danach geht es weiter bis Bodø und von dort per Dampfer rüber auf die Lofoten. Dann weiter nach Schweden zum Abisko Nationalpark. Das sind erstmal die groben Eckdaten. Es werden rund 6500 km sein. Fortsetzung folgt.... Soviel sollte erstmal reichen, schau doch bei Gelegenheit wieder hier vorbei und am besten abonnierst du gleich den Newsletter weiter unten, dann bist du immer auf dem Laufenden wie es weitergeht. Falls du mir Anregungen oder Tipps zu der Skandinavienreise geben möchtest, darfst du gerne das Kommentarfeld unten dazu nutzen, oder du schreibst mir via Mail!
- Aus dem Archiv: Sensationsfund 100 Jahre altes Dia gefunden
Schön wärs, aber dieser Gedanke kommt mir jeweils, wenn ich in einem Social Media Post lese dass das gezeigte Foto aus dem Archiv stammt. Wie ich schon in einem andern Blog geschrieben habe, finde ich es schade wenn man von Spot zu Spot eilt und hunderte Fotos macht. Gezeigt, oder auf der Website gelistet werden aber meisten nur 1-2 Fotos. Wieso eigentlich? Es gibt viele Gründe die dagegen sprechen! Ich habe da schon immer andere Wege beschritten und so habe ich kürzlich mein 500 Jahre altes Archiv durchforstet und einige Perlen gefunden.....Fotos welche ich nie auf Social Media gepostet habe, waren sie zu wenig gut? Aber schaut doch selbst resp. viel Spass beim anschauen.....(Ironie: on) Beginnen möchte ich aber mit dem versprochenen Sensationsfund! Ich wusste zwar dass wir schon in den 60iger Jahren hin- und wieder auf den Bölchen fuhren. Dokumentieren konnte ich das aber nicht. Kürzlich sind Dias aufgetaucht welche meine Schwester von meiner Tante zur Aufbewahrung hatte. Und siehe da, auch 2 Fotos vom Bölchen waren darunter. Auf dem Foto sieht man hinten links neben mir die Sissacherfluh, dahinter im Dunst den deutschen Belchen und etwas weiter rechts den Farnsberg. Ich denke das Foto wurde links auf dem Hügel neben dem Berghaus Ober-Bölchen aufgenommen. Ich werde das bei Gelegenheit überprüfen. Dass dieses Foto an einem Sonntag aufgenommen wurde, ist an meiner Kleidung unschwer zu erkennen, auch die Jahreszeit resp. Monat ist einigermassen klar. Es muss Mitte September gewesen sein. Aber in welchem Jahr? Ich gebe dir ein paar Informationen: England wurde kurz zuvor zum einzigenmal Fussballweltmeister. Jack Brabham wurde in diesem Jahr Formel 1 Weltmeister. In diesen Tagen als dieses Foto entstand veröffentlichen die Beatles das Album "Revolver" mit dem bekannten Song "Yellow Submarine" und wers braucht: Drafi Deutscher trällerte: "Marmor Stein und Eisen bricht....." Hast du es herausgefunden? Die Lösung findest du ganz unten! 2019 war ich frühmorgens im August an diesem Spot am Brienzersee. Von Westen nahte ein Gewitter, aber vorher hatte ich noch Zeit für zwei Langzeitbelichtungen. Wahrscheinlich einer der schönsten Wasserfälle. Obwohl ich nie ein begeisterter Wasserfallfotograf war, hielt ich mich doch immer wieder gerne an diesem schönen Ort in Oesterreich auf. Die Mühle am Gollinger Wasserfall ist für mich interessanter als der Wasserfall selbst. Ein Klassiker aus dem Berchtesgadener Land. Die Kirche St. Sebastian in Ramsau. Für mich ein wunderschöner Ort und nicht wie oft behauptet total überlaufen. Ich war schon oft frühmorgens dort am fotografieren und auch hin und wieder alleine. Die Lockstein Kapelle oberhalb Berchtesgaden, ein sehr schönes Motiv. Für mich nicht sehr reizvoll da zu wenig Geschichte dahintersteckt. Natürlich der Ankenballen, von keinem Motiv habe ich so viele Fotos wie von diesem markanten Felskopf im Oberbaselbiet. Diese Fotos und noch ein paar mehr habe ich kürzlich in meinem Archiv gefunden. Übrigens: mein Archiv umfasst sämtliche RAW Dateien aller jemals gemachter Aufnahmen, auch solche welche es nie auf Social Media oder sonst wohin geschafft haben! In meinem Archiv ist jeder "Knips" noch immer vorhanden. Keine Speicherkarte wurde jemals gelöscht oder entsorgt....ok, ein paar wurden mir in Südfrankreich geklaut, aber das ist eine andere Geschichte. Dem aufmerksamen Leser ist es nicht entgangen dass ich das Wort "Archiv" sehr oft benutzt habe. Ich benutze es nie wenn ich einen Social Media Post mache, dann schreibe ich jeweils das Jahr hinzu. Vielleicht wäre Fundus der besser Begriff oder einfach Sammlung? Lösung: Das Foto von mir auf dem Bölchen entstand 1966. Einen weiteren historischen Fund möchte ich dir aber nicht vorenthalten, er entstand 1965 unweit des inzwischen weltberühmten Kirschbaums in Buus und so sieht das im Jahr 2022 an der gleichen Stelle aus: viele Kirschbäume sind verschwunden und haben einer Bananenplantage weichen müssen. Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blog online ist? Abonniere meinen Newsletter oder den RSS Feed unten in der Fusszeile.
- Ice Age: 2017
Mitte Januar war eine kräftige Bise in der Westschweiz angesagt. Schon mehrere Tage zeigte das Thermometer deutliche Minusgrade an. Ein idealer Zeitpunkt um wieder einmal den Neuenburgersee zu besuchen. Schon bei der Hinfahrt waren die Strassen teilweise schneebedeckt, da die stürmische Bise den Schnee überall hinwehte. Am Neuenburgersee angekommen, es war genau 7 Uhr, empfing uns eine gewaltige Stimmung. Da es noch dunkel war sah man nicht ob und wie viel Eis sich schon entlang des Ufers gebildet hatte. Die Bise blies derart stark und vom Geländer des Stegs kam ein unheimliches Pfeifen. Aber es war eine eindrückliche Stimmung, solch einen Sturm habe ich an den Ufern der Schweizer Seen noch nicht erlebt. Einmal mehr war ich froh um mein stabiles Manfrotto 057C4 Stativ und diesmal benötigte ich auch die Spikes in den Stativbeinen damit der Wind das Stativ nicht verschob. Unten am Ufer angekommen erwarten uns hohe Wellen, jeder Spritzer gefror sofort an der Jacke und auf der Kamera. Ein schwieriges Unterfangen die Linse des Objektivs wasserfrei zu halten. Die Reinigung gestaltete sich jeweils schwierig, da die Wassertropfen auch auf der Linse sofort gefroren. Auch die gefrorenen Steine am Ufer benötigten jeweils einen Balanceakt um keinen Taucher zu produzieren. Es war ein eindrückliches Erlebnis und nach vielen erfolglosen Versuchen im Schweizer Jura endlich wieder mal ein Erfolgserlebnis. Herzlichen Dank Martin Schnetzler, schön dass du dabei warst! Making of, Neuenburgersee Januar 2017 Weiter Fotos vom Neuenburgersee findest du hier: "Schweizer Mittelland" Du möchtest meinen Blog abonnieren? Einfach den folgenden Link in deinem RSS Feed eintragen: http://www.adrian-wirz.com/feed.xml Natürlich freue ich mich auch immer über Kommentare! #Neuenburgersee #Eis #Gorgier #AdrianWirz #IceAge #Westschweiz
- Schrecksekunden am Hirzel
Mitte Januar war ich Frühmorgens zusammen mit Roland und Andreas am Hirzel. Wir wollten die inzwischen berühmten Bäume auf den Hügeln fotografieren. Die "Eiszeit nahm gerade ihren Anfang. Bei einem Bauernhof durften wir parkieren. Zielstrebig marschierten wir in die Richtung der Hügel. Schon nach ein paar Metern schlug es mich auf der eisglatten Strasse hin. Das Gelächter war gross. Aber ein paar Schritte weiter lag auch Roland auf dem Boden und auch Andreas wurde von einem Ausrutscher nicht verschont. In der Dunkelheit kam ein freistehender Hof in Sichtweite. Ich zögerte einen Moment und fragte Roland ob da kein Hund ist? Rolands Antwort: "Doch schon, er hat mich letzten Sommer sogar in die Wade gebissen, die Hose zerfetzt und das Bein war voller Blut, ich musste das verarzten lassen, aber sonst ist er ganz ein Lieber....er will nur spielen!" Ok....Andreas und ich schauten uns mit grossen Augen an! Beim Hof angekommen warnte uns am Zaun ein Schild: Achtung bissiger Hund! Weitergehen auf eigene Gefahr! Kosten für Spitalaufenthalte, Psychiatrische Behandlungen, Rehabilitation oder Gehhilfen werden nicht übernommen.....oder so ähnlich! Andreas und ich beschlossen den Hof grosszügig zu umgehen, während Roland todesmutig mitten durchs Gehöft stiefelte! (Der Wadenbeisser hatte allerdings keinen Hunger oder es war ihm zu kalt und er blieb in der Hundehütte.) Vor uns lag eine frisch verschneite ebene Fläche. Am Horizont machte sich schon das erste Licht bemerkbar. Ein erster Zaun war schnell überwunden und nun stand kein Hindernis mehr zwischen uns und den Bäumen. Aber meistens kommt es anders als man denkt..... Andreas marschierte leicht vor mir durch den etwa 30 cm hohen Pulverschnee......plötzlich verschwand er! Vor mir ein Loch und Andreas steckte darin. Es stellte sich heraus dass mitten über dieses Feld ein Entwässerungskanal von etwa 1 Meter Tiefe führte. Dieser war vom Schnee komplett zugedeckt und völlig unsichtbar. Schnell konnte er sich aus der ungemütlichen Situation befreien. Ich warf den Ballast rüber und versuchte mich im Weitsprung.....problemlos landete ich auf der anderen Seite. Nun stand aber dem eigentlichen Vorhaben nichts mehr im Weg.....ausser der Rückweg. Nach der Fotosession wollte ich auf keinen Fall meine Gesundheit mit einem Wadenbiss riskieren und fragte Roland ob wir nicht da weiter hinten auf der Strasse zum Auto zurückgehen könnten, wir müssten allerdings bei einem Hof weiter unten durch, der Wegverlauf war von unserem Standpunkt aber nicht genau sichtbar. Roland: "Ja da können wir problemlos durch, da hat es auch keine Hunde mehr!" Hmmm......ein abgelegener Hof ohne Hund? Auf dem Feldweg unten angekommen marschierten wir los, ich blieb aber nach kurzer Strecke stehen weil ich sah, dass der Weg mitten durch diesen Hof führte....aber ok, es hat ja keine Hunde.....Andreas meinte noch: "Dieser Weg führt sicher direkt in die Hundehütte" Auf jeden Fall empfing uns bald ein Gebelle, ein etwas dicker, älterer und humpelnder Hofhund näherte sich uns. Aber unsere Befürchtungen blieben unbegründet, er hielt Distanz. Etwas weiter vorne empfing uns schon der nächste Hund auf der Strasse, ein Golden Retriever. Freudig wedelnd begleitete er uns ein Stück. Auf der Heimfahrt beschlossen wir einen Halt bei der Raststätte Neuenkirch zu machen. Vielen Dank Andreas für die Einladung zum Frühstück! Ein weiteres lustiges Erlebnis findest du hier: "Bernerplatte" Du möchtest meinen Blog abonnieren? Einfach den folgenden Link in deinem RSS Feed eintragen: http://www.adrian-wirz.com/feed.xml Natürlich freue ich mich auch immer über Kommentare! #Hirzel #ZürcherOberland #Baum #AdrianWirz #Winterlandschaft #Bauernhof #Landwirtschaft #Bäume #verschneiteLandschaft #LändlicheRegion #Schweiz
- Goldener Herbst 2017
Für mich war es ein wunderschöner Herbst, im Baselbiet färbten sich die Blätter schon anfangs Oktober, eigentlich ungewöhnlich früh. Zusammen mit Martin Schnetzler durfte ich zwei wunderschöne Tage im Wallis und im Emmental erleben. Dann war ich auch noch einen Tag mit Andreas Gerth am Hallwilersee und ebenfalls im Emmental unterwegs. Anfangs Oktober starteten wir frühmorgens um 5 Uhr Richtung Wallis, der erste Stopp war in Kandersteg bei der Kirche. Leider wurde das Gras dort kurz zuvor gemäht und so entstand kein ansprechendes Foto. Weiter ging es durch den Lötschberg und dann Richtung Sion zu den Erdpyramiden. Wahrscheinlich waren wir ein paar Tage zu spät dran, aber trotzdem konnte ich auch dieses Motiv in schönen Herbstfarben ablichten. Es war eine richtige Kraxelei auf dem losen Untergrund. Danach ging es wieder zurück Richtung Sierre zu den Perückensträuchern welche zu dieser Zeit in kräftigen Rot und Orangetönen blühten. Letztes Jahr waren wir etwas zu spät dran, aber dieses Jahr passte es Bei den Perückensträuchern im Rhonetal. Die Mittagszeit war schon lange vorbei und uns plagte der Hunger und die Lust auf eine deftige Walliserplatte! Der erste Anbieter in Sion hat in der ganzen Schweiz seine Spezialitätenläden, wir suchten das Besondere und wurden in Conthey fündig! ZERO Zucker.....ZERO Kalorien......Sorry Coca Cola, der Spruch ist so dämlich dass ich ihn verwenden muss! Frisch gestärkt ging es weiter. Zu den Sittener Rebbergen, oder gleich an den Genfersee? Im Wallis war alles dürr und ausgetrocknet, selbst die Blätter in den Rebbergen hingen müde an den Rebstöcken. Also weiter in die Westschweiz. Der Entscheid war goldrichtig! Frühzeit erreichten wir die Gestade vom Genfersee und auch unseren Spot. Wir hatten noch genügend Zeit um das Motiv aus allen Blickwinkeln zu begutachten und auch um noch etwas zu chillen. Der Himmel zeigte sich bedeckt, aber die Sonne war immer milchig zu sehen. Die angekündigte Störung sollte die Schweiz von Norden her erreichen, also waren wir hier im Westen am optimalen Standort. Schon hier ahnte ich dass es eine Gewaltsstimmung geben könnte was alles bisherige in den Schatten stellt. Die Sonne verschwand am Horizont, es wurde dunkler und nichts geschah. Etwas enttäuscht schauten wir uns an und fragten uns ob es das wohl war? Keine 5 Minuten später begann das Glühen und es wurde von Minute zu Minute intensiver, alles war Rot, unglaublich diese Farben, einfach genial! Glücklich und zufrieden machten wir uns nach diesem Schauspiel auf den langen Heimweg! Ein paar Tage später war ich mit Andreas Gerth auf Tour, das erste Ziel war der Hallwilersee, auch hier erwartete uns eine wunderschöne Stimmung mit Nebel. Der nächste Stopp war Grindelwald. Aber die Farben im Berner Oberland waren noch nicht richtig leuchtend und so entschieden wir uns auf dem Heimweg dem Emmental einen Besuch abzustatten. Auf der Lüderenalp erwartete uns eine klare Fernsicht und angenehme Temperaturen. Leider wurde die dünne Wolkenschicht immer dichter, so dass wir uns frühzeitig auf den Nachhauseweg machten......zu früh, denn etwas später zeigten sich Eiger, Mönch und Jungfrau in den schönsten Farbtönen. Aber ich besuchte diesen Ort in den nächsten Tagen noch zweimal. Danach war eigentlich das Engadin geplant, aber irgendwie kam keine allzu grosse Vorfreude auf. Social Media waren voll von Morteratsch, Silsersee, Palpuognasee etc....ich zögerte und schliesslich kam ich zum Entschluss das Baselbiet und später das Lötschental etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und das Engadin sausen zu lassen. Auch das Baselbiet hat wunderschöne Herbstansichten zu bieten und ist nicht nur im Frühling eine Augenweide. Diese Ansicht mit den Rebbergen hatte ich schon einige Jahre im Kopf, aber irgendwie verpasste ich immer den richtigen Moment. In diesem Jahr passte es. Auch die Herbstzeitlosen im Oberbaselbiet war dieses Jahr sehr früh dran, dieses Foto entstand schon Anfang September. Danach nahm ich zusammen mit Martin Schnetzler endlich mal das Lötschental unter die Lupe, aber zuerst war noch ein Zwischenstopp auf der Lüderenalp geplant, so starteten wir auch an diesem Morgen in aller Früh Richtung Emmental. Lustige Erinnerungen habe ich an diese beiden Fotos vom Emmental. Wir sassen um 6 Uhr früh im Auto und warteten auf das erste Licht. Eiger, Mönch und Jungfrau liessen sich nicht blicken und die Enttäuschung war gross, hat doch SRFMeteo eine klare Fernsicht vorausgesagt. Nur....was wir in der Dunkelheit für Emmentaler Hügel hielten, waren in Tat und Wahrheit Eiger, Mönch und Jungfrau! Unser "Visier" war einfach zu hoch eingestellt, kann ja mal passieren.... Endlich, im dritten Anlauf innert wenigen Tagen klappte es, abends war immer etwas was mich störte. Danach ging es weiter Richtung Wallis, resp. Lötschental. Dafür mussten wir einmal mehr durch den Lötschberg. Ich bin kein Freund solch enger und dunkler Tunnels, aber die Leidenszeit ist jeweils kurz und dafür habe ich keine Höhenangst und das ist doch auch was! Das Lötschental erwartete uns mit goldenen Lärchen, klarer Luft und Gletscherwasser, ein Traum! Danach stand eine kurze Wanderung zum Grundsee auf dem Programm und dieser erwartete uns mit einer perfekten Spiegelung. Viele weitere Motive bot uns dieser wunderschöne Ort zuhinterst im Lötschental und die Zeit verging wie im Fluge (ein merkwürdiges Sprichwort....für mich ist eine Stunde Flugzeit so lang wie ein ganzer Tag) Ich komme bestimmt wieder, es gibt noch einiges zu entdecken! Der nächste Stop sollte eigentlich in Zermatt sein, aber wir kamen zum Schluss dass dies dann doch des Guten zuviel sein würde und so entschlossen wir uns runter nach Brig zum Stockalperschloss zu fahren. Zuerst aber noch einen Kaffee mit einem Original Walliser Schinkengipfeli in einem gemütlichen Cafe in Brig. Es begann draussen schon zu dämmern und so machten wir uns bald darauf auf den Weg zum Schloss und warteten bis die Beleuchtung eingeschaltet wurde. Kurz danach traten wir die Heimreise an....leider wieder durch das düstere "Loch" Lötschberg. Eine Woche später hat es endlich, im dritten Anlauf, auch mit Spiez geklappt. Ein Klassiker! Aber noch ist der Herbst nicht zu Ende, noch viele weitere Motive warten. Über Kommentare freue ich mich immer ganz besonders! Du möchtest meinen Blog abonnieren? Schreib einfach untenstehenden Link in deinen News Reader und du bist immer sofort informiert sobald ein neuer Blog online ist. Kopieren geht leider nicht da die ganze Website Copyright geschützt ist https://www.adrian-wirz.com/feed.xml #Emmental #Lüderenalp #Eiger #MönchundJungfrau #BernerOberland #Lavaux #Baselbiet #Baselland #Perückensträucher #Wallis #Erdpyramiden #Lötschental #Lärchen
- Region Bern und Thun
Hier findest du die schönsten Stadtansichten von Bern und Thun, sowie die faszinierenden Spots am Thunersee. Kein langes Suchen mehr, einfach loslegen! 17 Fotospots warten auf dich!
- Lighttrails
Sicher hast du auch schon die vielen faszinierenden Fotos mit Leuchtspuren von Autos gesehen. Hier kriegst du eine Anleitung damit dir das perfekt belichtete Foto gelingt, ohne Photoshop. Lightroom von Vorteil.
- Thunersee - BEO
Das Berner Oberland und der Thunersee bieten unglaublich viele schöne Spots. Einige sind bequem mit dem Auto erreichbar, bei andern muss man etwas wandern, oder das Postauto benutzen. Ein Ausflug mit vielen bleibenden Eindrücken ist Ihnen sicher.
- Suchst du noch oder fotografierst du schon?
"Lost in Switzerland?" Ab jetzt nicht mehr: Du hast dir kürzlich eine Kamera gekauft und hast jetzt genug Fotos von deinem Hund gemacht? Du möchtest etwas Anspruchsvolleres fotografieren? Du hast schon all die schönen Fotos von Schweizer Regionen gesehen, aber du hast keine Ahnung wo diese Spots sind? Ab jetzt hast du die Möglichkeit all diese Spots ohne grosse Recherchen zu besuchen. Du kriegst Tipps zur Kameraeinstellung, welche Jahreszeit sich am besten eignet, die ungefähre Gehzeit vom Parkplatz und nicht zuletzt kriegst du alle Infos die du brauchst um den Ort mühelos zu finden, ein genauer Planausschnitt ist beigefügt und natürlich Google Maps. Wenn immer möglich ist auch die passende Webcam verlinkt. Bei einigen Baselbieter Spots habe ich auch Luftaufnahmen mit der Drohne gemacht. Bei den meisten Fotos habe ich die jeweiligen EXIF Daten als Grafik hinzugefügt und du kriegst Tipps damit du das bestmögliche Resultat erzielen kannst und auch dir mit etwas Übung traumhafte Nebelwellen oder Langzeitbelichtungen gelingen. Und Last but not Least: du hast diesen Service immer auf dem Handy online bei dir und kannst einfach und bequem umdisponieren falls es am gewünschten Spot wettermässig nicht passt. Einfach zum nächsten Spot switchen. Ab sofort kannst du dir deinen eigenen Workshop zusammenstellen und diese Foto-Locations besuchen wenn das Wetter passt. Das Angebot wird laufend erweitert. Du kriegst die genauen Standorte, einen Screenshot der jeweiligen Exif Daten sowie wertvolle Tipps damit die das bestmögliche Resultat gelingt. Aber, auch Foto-Workshops haben ihre Vorteile, möchtest du unbedingt einen WS besuchen kann ich dir gerne erfahrene Fotografen in der Schweiz, Deutschland oder Österreich empfehlen, schreib mir dazu einfach eine Mail. Was sind denn die Vorteile von einem Foto-Workshop? Du bist unter Gleichgesinnten, du knüpfst neue Kontakte. Einige WS Teilnehmer welche sich bei einem Lightexplorers WS kennengelernt haben, sind heute oft gemeinsam auf Tour. Andererseits lernst du auch viele neue Fotografen an den bekanntesten Schweizer Spot kennen ohne einen Workshop zu besuchen. Ich leite ab 2022 keine Workshops mehr, diesen Entschluss fasste ich schon im März 2021. Kurz darauf begann ich mit den Vorbereitungen zu diesem Service, damals noch in anderer und unveröffentlichter Form. Allerdings stellte mir Wix kürzlich modernere Werkzeuge zur Verfügung, so ist es jetzt möglich ein einzelnes Package zu kaufen und nicht gleich alle Spots einer Region zusammen. Jahrelang habe ich neue Spot gesucht und gefunden, viele davon sind heute ein "Must Have" für Fotografen. Als erstes beginne ich im Kanton Baselland, meiner Heimat. Hier gibt es noch einige Spots welche zwar oft gesucht, aber wenig gefunden werden. Schau dich mal um, vielleicht ist genau der oder die Spots darunter von welchen du schon oft ein Foto gesehen hast, aber nicht weisst wo sich der Spot befindet! Ab heute kann sich das ändern! Du kriegst im jeweiligen Abo alle Infos um den gewünschten Spot mühelos zu finden, kannst den Spot zur besten Zeit aufsuchen und sparst ne Menge Geld. Und falls du noch weitere Infos brauchst, kannst du dich jederzeit per Mail bei mir melden! Die Mailadresse steht unten links in der Fusszeile. Zusammen mit Daniel Horisberger werde ich im Laufe der Zeit weitere interessante Schweizer Fotolocations hinzufügen. Es lohnt sich den Newsletter zu abonnieren! Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Preisplan, resp. eine neue Region online ist? Abonniere meinen Newsletter oder den RSS Feed unten in der Fusszeile.
- Wildkatze im Baselbiet
Inzwischen ist es ziemlich genau 11 Jahre her seit ich mit der digitalen Fotografie begonnen habe. Damals galt mein Interesse weniger der Landschaft, dafür umso mehr der vielfältigen Tierwelt am Bölchen. Im April 2011 war ich frühmorgens in der Gegend um den Kilchzimmersattel unterwegs als mir am Strassenrand eine Katze auffiel. Die Grösse dieser Katze und das verwaschene Fell liess auf eine Wildkatze schliessen. Mein Interesse war geweckt und so war ich die folgenden Jahre immer wieder in der Schweizer Belchenregion auf der Suche nach Wildkatzen Im Mai 2022 fuhr ich mit dem E-Mountainbike abends um etwa 19 Uhr via Gelterkinderberg nach Hause. Wie eigentlich immer wenn eine Wiese in Sicht kommt nähere ich mich vorsichtig. Die Wiese war frischgemäht und in etwa 200M Entfernung war ein dunkler Fleck welcher sich im Heu duckte. Eigentlich hoffte ich auf einen schönen Rehbock oder ein Rudel Gämsen. Beides habe ich schon auf dieser Wiese gesichtet. Als ich näher kam sah ich dass es eine Katze ist, welche auch bald darauf in den nahen Wald flüchtete. Zwei Tage später, selber Ort und selbe Katze. Während ich bei der ersten Sichtung nur eine vage Vermutung hatte, war ich mir beim zweitenmal schon ziemlich sicher. Jetzt war das Heu zu Maden gerecht und wieder versteckte sie sich hinter einer solchen Heumade. Diesmal kam ich auf dem angrenzenden Feldweg sehr nahe ran. Anhand der typischen Merkmale war ich mir dieses Mal ziemlich sicher: das muss eine Wildkatze sein. Was sind die typischen Merkmale einer Wildkatze? Ein verwaschenes Fell, ein dicker Schwanz mit schwarzen Ringen und stumpfem Ende. Ein schwarzer Strich auf dem Rücken, weisse Schnurrhaare mit weissem Kehlfleck, sowie eine fleischfarbene Nase. Alle diese Merkmale sieht man deutlich auf meinen Fotos. Aber zurück zu der Baselbieter Wildkatze. Am nächsten Abend machte ich mich wieder auf den Weg zu dieser von Wald eingezäunten Wiese. Um etwa 18.15 Uhr kam sie aus dem angrenzenden Wald und machte sich auf die Suche nach einem Mausloch. Ich schnappte meine Nikon D7500 mit dem Sigma 150-600 f5-6.3 DG OS HSM Objektiv und schlich mich an. Ich war durch eine Hecke am Feldweg geschützt und der Wind kam aus der entgegengesetzten Richtung. Sollte optimal passen.....dachte ich! Aber die Wildkatze hat mich schon lange bemerkt. Wieder duckte sie sich ins Heu, was man auf einem der oberen Fotos gut sieht. Ich hatte sehr lange Zeit um Fotos zu machen. Aber diese Fotos waren nicht das was ich mir vorstellte. Sie flüchtete bald darauf. Nach etwa 30 Min. kam sie wieder aus dem Wald. Ich probierte ein paar typische Merkmale einer Wildkatze aus sehr grosser Distanz abzulichten. Das obige Foto ist eines davon. Dann folgte wieder dasselbe Spiel. Aber diesmal hatte ich mehr Glück und ich erwischte Sie optimal. Zwar flüchtete sie bald darauf, aber diesmal wartete sie auf dem Weg und wunderte sich wohl wer sie ständig bei der Jagd störte. So konnte ich sie auch da nochmals fotografieren. Danach liess ich sie in Ruhe und hoffe sie hat ein paar Mäuse erwischt. Knapp eine Woche später wollte ich mein Glück nochmals probieren. Der Wind stand nicht mehr optimal und so flüchtete sie schon von weitem. Danach liess ich es gut sein. Ja ich weiss: Nur ein DNA Test der Haare gibt eine gewisse Sicherheit dass es wirklich eine Wildkatze ist. Aber aufgrund meiner langjährigen Erfahrung behaupte ich jetzt: Das ist eine reinrassige Wildkatze. Schön, sind diese Tiere von den meisten unbemerkt wieder im Kanton Baselland sesshaft geworden. Ich habe den "Fund" Frau Nussberger von Wildtier Schweiz gemailt und bekam folgende Antwort: Im Herbst 2013 wurde bei Zeglingen, also in unmittelbarer Nähe meiner Entdeckung, eine tote Katze aufgefunden. DNA Analysen ergaben dass es sich um eine Wildkatze handelte. Wildkatze tot aufgefunden Übrigens wurde letzten November bei Zeglingen auch der erste Wolf im Oberbaselbiet fotografiert. Ja die Landschaft bei Zeglingen im Oberbaselbiet ist auch wunderschön und wild, das entdecken nun auch immer mehr ehemals ausgestorbene Tierarten. Ein weiterer Blog über die vielfältige Tierwelt in der Schweizer Belchenregion. Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blog online ist? Abonniere meinen Newsletter oder den RSS Feed unten in der Fusszeile.
- Goldener Herbst 2021
Endlich wieder mal ein goldener Herbst der seinem Namen alle Ehre machte. Die Voraussetzungen waren sehr gut. Der Sommer fiel ins Wasser und damit stieg die Hoffnung bei allen Naturfotografen auf goldene Herbsttage, wenn das Wetter denn mitspielt. Die letzten Jahre fiel das Laub sehr oft einfach ausgetrocknet und meistens noch fahlgrün von den Bäumen. Im Gegensatz zu früheren Jahren war ich dieses Jahr hauptsächlich im Baselbiet unterwegs. Fast immer mit dem E-Mountainbike, was sich vor allem an einem Spot als grosser Vorteil erwies. Dort prangt nämlich seit kurzem schon weit unten eine Fahrverbotstafel. Bevor der Herbst aber richtig begann, hatte ich noch ein Projekt mit der "Sonnenstern Eiche" im Programm. Ich wartete relativ lange, liess sogar an diesem Tag ein lukratives Angebot sausen um dieses Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen, es war die letzte Möglichkeit in diesem Jahr. Die Eiche als dominanten Eyecatcher, mit Umgebung und mit Blick bis zu den Alpen. Sehr oft werde ich gefragt wie ich einen solch dominanten Sonnenstern hinkriege. Nein, nicht mit Photoshop, mit meinem Nikkor Z 14-30mm f4. Natürlich habe ich diesen Spot im Baselbiet mit dem E-Bike aufgesucht, ist für mich inzwischen selbstverständlich. Dann, Mitte Oktober stand der für mich (vorläufig?) letzte Workshop auf dem Programm. Goldene Lärchen im Engadin, rechtzeitig bevor die Laubverfärbung im Baselbiet begann. Es waren wunderschöne Tage im Engadin, wir konnten aus dem Vollen schöpfen, jeder neue Tag brachte wundervolle Ansichten im Ober-Engadin. Ich genoss diesen Workshop in vollen Zügen, zusammen mit den Teilnehmern. Jetzt begann die Blattverfärbung auch im Ober-Baselbiet. Schon im Juli habe ich mir eine DJI Air 2S Drohne gekauft, Dank des unbeständigen Sommerwetters gelangen mir schon damals eindrückliche Sonnenuntergangs Fotos aus der Luft. Zuerst standen allerdings die Oberbaselbieter Feldscheunen auf dem Programm. Schon seit vielen Jahren standen diese auf meiner "To do Liste". Dank des E-Bikes gelang ich diesen Sommer an Orte, von denen ich nicht wusste dass es sie gibt. Wunderschöne, teilweise auch renovierte Feldscheunen, meistens mit den unterschiedlichsten Bäumen daneben. Schon frühzeitig und nicht zum ersten Mal, machte ich mich mit dem E-Mountainbike auf den Weg an diesem warmen Oktobernachmittag. Am Spot angekommen war es, entgegen der Wettervorhersagen, ziemlich bewölkt. Ein dickes Wolkenband verdeckte die Sonne. Aber im Westen war eine grosse wolkenfreie Zone am Himmel. Immer wieder schaute ich auf meine Uhr und fragte mich ob es wohl noch reichen wird, dass die letzten Sonnenstrahlen dieses schöne Baumgruppe um die Scheune anstrahlen würden? Fast 2 Stunden harrte ich aus, mit einer Fernsicht bis zum Schwarzwald wurde ich verwöhnt und so war es für mich nicht wirklich ein Warten. Ich sitze gerne längere Zeit an einem Ort im Oberbaselbiet und geniesse die Aussicht. Was war mein Plan? Ich wollte die Sonne nur auf den Bäumen, die Scheune darf schon im Schatten sein damit das Bild seine volle Wirkung entfaltet. Die verschiedenen Bäume mit unterschiedlich farbigen Blättern wollte ich als Hauptmotiv. Als die Sonne zum Vorschein kam waren die untersten Äste schon im Schatten. Aber da ich mein Bild schon lange im Vorfeld im Kopf hatte ging es nun sehr schnell. Ich machte noch ein Panorama, aus zwei Aufnahmen, mehr lässt dieser Standort nicht zu. Endlich hatte ich meine Fotos, viele Jahre war ich vergebens vor Ort.....davon gibt es aber keine Fotos. Eine weitere Feldscheune welche ziemlich versteckt liegt und ich mit Hilfe eines Kollegen entdeckte, als wir gemeinsam auf einer Ober-Baselbieter Bike Tour waren. Bei dieser Feldscheune passte es leider nicht. Wie ich oben schon beschrieben habe, war ich auch viel in der Luft unterwegs, meistens am Bölchen. Eigentlich habe ich mit dieser Scheune was anderes geplant, aber das Zeitfenster im Herbst ist jeweils sehr kurz für mein geplantes Vorhaben. An diesem Abend Anfang Oktober sah ich wie die Sonne mit den letzten Strahlen über der Geissfluh ein schönes Kantlicht erzeugte. Zum Schluss noch ein Foto welches zwar nicht zum Oktober gehört, gemacht wurde es Mitte November. Nichtdestotrotz gehört es für mich zu einem der schönsten Fotos meines inzwischen sehr grossen Portfolios. Zuletzt noch eine amüsante Geschichte: Vor ein paar Tagen war Vollmond, der Nebel kroch auch durch die Baselbieter Täler. Endlich der optimale Zeitpunkt um ein Foto zu verwirklichen, welches schon seit letztem Jahr in meinem Kopf herumschwirrte. Mit ungefähr 400mm Brennweite ein Baselbieter Dorf mit Beleuchtung, einen markanten Felsen dahinter und noch etwas weiter weg die Alpen und alles durch mein geliebtes Vollmondlicht dezent beschienen. Durch die lange Brennweite sollte es einen ähnlichen Effekt bekommen wie die Linde vor dem Schreckhorn. Das war der Plan! Mit Vollpackung auf dem Rücken sattelte ich an diesem späten Nachmittag meinen Gaul...resp. E-Bike....das zulässige Gesamtgewicht dürfte ich mühelos überschritten haben. Die Höhendifferenz betrug etwa 500 M. also alles im Rahmen. Ich war schon etwas knapp dran, weil ich mich erst relativ spät dazu entschlossen habe. Oben auf der grossen Weide angekommen, schwitzte ich wie ein altes Ross. Egal, die Zeit drängte! Alles aufgestellt und ausgerichtet ! Aber ein rotes Viereck im Display verhiess nichts Gutes. Ich hatte schnell eine böse Vermutung, öffnete den Speicherkartenslot.....siehe da, keine Speicherkarte drin. Egal, ich habe ja immer eine Reservekarte von den schweineteuren XQD Speicherkarten im Rucksack (Meine Nikon Z7 hat leider nur einen Slot). Die Sucherei im Rucksack nach der Reservekarte ging los, aber vergebens. Beide Speicherkarten hatten es sich zuhause auf dem Schreibtisch in der Wärme gemütlich gemacht. Der Vollmond ging auf, beleuchtete die Gegend optimal und ich packte meine Sachen und fuhr unverrichteter Dinge wieder nach Hause! Aber es war ziemlich sicher nicht der letzte Vollmond....ich komme wieder! Auch solche Sachen passieren, und es gehört halt einfach dazu. Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blog online ist? Abonniere meinen Newsletter oder den RSS Feed unten in der Fusszeile.































































