• Adrian Wirz

Schrecksekunden am Hirzel


Mitte Januar war ich Frühmorgens zusammen mit Roland Moser und Andreas Gerth am Hirzel. Wir wollten die inzwischen berühmten Bäume auf den Hügeln fotografieren. Die "Eiszeit nahm gerade ihren Anfang. Bei einem Bauernhof durften wir parkieren. Zielstrebig marschierten wir in die Richtung der Hügel.

Schon nach ein paar Metern schlug es mich auf der eisglatten Strasse hin. Das Gelächter war gross. Aber ein paar Schritte weiter lag auch Roland auf dem Boden und auch Andreas wurde von einem Ausrutscher nicht verschont. In der Dunkelheit kam ein freistehender Hof in Sichtweite. Ich zögerte einen Moment und fragte Roland ob da kein Hund ist? Rolands Antwort: "Doch schon, er hat mich letzten Sommer sogar in die Wade gebissen, die Hose zerfetzt und das Bein war voller Blut, ich musste das verarzten lassen, aber sonst ist er ganz ein Lieber....er will nur spielen!" Ok....Andreas und ich schauten uns mit grossen Augen an!

Beim Hof angekommen warnte uns am Zaun ein Schild: Achtung bissiger Hund! Weitergehen auf eigene Gefahr! Kosten für Spitalaufenthalte, Psychiatrische Behandlungen, Rehabilitation oder Gehhilfen werden nicht übernommen.....oder so ähnlich!

Andreas und ich beschlossen den Hof grosszügig zu umgehen, während Roland todesmutig mitten durchs Gehöft stiefelte!

(Der Wadenbeisser hatte allerdings keinen Hunger oder es war ihm zu kalt und er blieb in der Hundehütte.) Vor uns lag eine frisch verschneite ebene Fläche. Am Horizont machte sich schon das erste Licht bemerkbar. Ein erster Zaun war schnell überwunden und nun stand kein Hindernis mehr zwischen uns und den Bäumen. Aber meistens kommt es anders als man denkt.....

Andreas marschierte leicht vor mir durch den etwa 30 cm hohen Pulverschnee......plötzlich verschwand er! Vor mir ein Loch und Andreas steckte darin. Es stellte sich heraus dass mitten über dieses Feld ein Entwässerungskanal von etwa 1 Meter Tiefe führte. Dieser war vom Schnee komplett zugedeckt und völlig unsichtbar. Schnell konnte er sich aus der ungemütlichen Situation befreien. Ich warf den Ballast rüber und versuchte mich im Weitsprung.....problemlos landete ich auf der anderen Seite. Nun stand aber dem eigentlichen Vorhaben nichts mehr im Weg.....ausser der Rückweg. Nach der Fotosession wollte ich auf keinen Fall meine Gesundheit mit einem Wadenbiss riskieren und fragte Roland ob wir nicht da weiter hinten auf der Strasse zum Auto zurückgehen könnten, wir müssten allerdings bei einem Hof weiter unten durch, der Wegverlauf war von unserem Standpunkt aber nicht genau sichtbar. Roland: "Ja da können wir problemlos durch, da hat es auch keine Hunde mehr!" Hmmm......ein abgelegener Hof ohne Hund? Auf dem Feldweg unten angekommen marschierten wir los, ich blieb aber nach kurzer Strecke stehen weil ich sah, dass der Weg mitten durch diesen Hof führte....aber ok, es hat ja keine Hunde.....Andreas meinte noch: "Dieser Weg führt sicher direkt in die Hundehütte" Auf jeden Fall empfing uns bald ein Gebelle, ein etwas dicker, älterer und humpelnder Hofhund näherte sich uns. Aber unsere Befürchtungen blieben unbegründet, er hielt Distanz. Etwas weiter vorne empfing uns schon der nächste Hund auf der Strasse, ein Golden Retriever. Freudig wedelnd begleitete er uns ein Stück. Auf der Heimfahrt beschlossen wir einen Halt bei der Raststätte Neuenkirch zu machen. Vielen Dank Andreas für die Einladung zum Frühstück! Ein weiteres lustiges Erlebnis findest du hier: "Bernerplatte"

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