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  • #1 Bald ist es soweit...

    Am 1. März 2026 geht es los und ich starte mit dem Camper für mehrere Wochen Richtung Norden. Abisko (Schweden), Senja und die Lofoten (Norwegen) sind in etwa das Ziel. Ich werde die ganze Strecke mit dem Opel Crosscamp von fewolike.com machen. Das sind pro Weg rund 3500 km. Wie kam es dazu dass ich mich jetzt auch in die Kolonne der Hamnøy Fotografen hinstellen werde? Blicken wir mal etwas zurück: Ja, man wird älter, in der Zwischenzeit bin ich pensioniert und ich muss mich nicht mehr sehr intensiv um Geldeinnahmen bemühen. Klar, es ist immer noch schön Aufträge zu erhalten, wobei ich mich je länger je mehr nur noch dem Verkauf von Bilddateien oder fertiger Wandbilder gewidmet habe. Jeder Fotograf der sein Hobby zum Beruf gemacht hat, weiss wie die Einnahmen in den letzten 3 Jahren eingebrochen sind. Nur noch wenige können davon leben und müssen immer mehr an Zeit investieren. Ich bin froh muss ich das nicht mehr, aber genau so froh bin ich darüber eine Epoche erlebt zu haben mit dem wirklichen Durchbruch der digitalen Fotografie. Der Futterneid war noch nicht ausgebrochen, man gönnte dem andern noch seinen Erfolg, sei das beim Verkauf oder bei einem Wettbewerb. Oder vielleicht habe ich das nur so empfunden? Die grosse Wende kam mit Corona und kurz darauf mit KI. Wie schwer ist es doch geworden ein echtes Foto von einem KI Gebastel zu unterscheiden! Auch ich habe schon zu Unrecht einige Fotos als KI betitelt obwohl es echte Fotos waren. Ich habe kürzlich eine Statistik meiner Website über die Klickrate gesehen. Wahnsinn! Die bewegten sich vor etwa 8 Jahren zwischen 200-300 Klicks täglich, Anfragen kamen da jede Menge rein! Heute liegt die tägliche Klickrate um einiges tiefer. Wie konnte es soweit kommen? Eigentlich einfach zu erklären. Ich investiere nicht mehr so viel Zeit in meine Website und auch grössere Seiten wie zum Beispiel SRF merken den Besucherschwund. Ein potenzieller Kunde nutzt heute KI wenn er etwas wissen will. Vielleicht hast du das auch schon festgestellt das dir Google bei deiner Suchanfrage KI Antworten ganz zuoberst vorschlägt. Du landest also gar nicht mehr auf einer Website. Was soll ich da noch an meiner Website optimieren und Zeit verdödeln, wenn die Lösung KI ist. Aber ja, vor rund 10 Jahren konnte man mit einer eigenen Fotowebsite Geld verdienen, allerdings war den meisten Fotografen der Aufwand zu gross, das war meine Chance und es hat sich mehr als ausbezahlt hier viel Zeit zu investieren. Viele Fotografen, welche damals lauthals ihr angeblich einzigartiges Talent in die Umwelt posaunten, sind heute verschwunden, oder blieben irgendwie kleben, weil ihnen nichts Neues mehr einfiel. Jeder der eine Kamera einigermassen gerade halten konnte bot Fotoworkshops an, heute gibt es wohl mehr Workshopleiter als Kunden. Nur eine Handvoll Landschaftsfotografen, welche ich persönlich kenne, haben bis heute in ihrem Beruf überlebt, einige davon auch mehr schlecht als recht. Aber ich hoffe wirklich, dass diese Handvoll es schafft und sie auch Morgen vom Fotografieren leben können, vor allem mit einer Familie ist das nicht sehr einfach. Vor einigen Jahren habe ich beschlossen, nur noch in der Schweiz und hier bevorzugt im Baselbiet zu fotografieren, zumindest so lange bis ich in Rente gehe, ok das Emmental war und ist immer gut um Einnahmen zu generieren...... Das war damals ein guter und kostengünstiger Entscheid. Damals ging es um Aufwand und Ertrag, heute ist das etwas anders. Nicht ein Foto habe ich von den Dolomiten verkauft, ja es ist sehr sehr schön dort, aber welcher Eidgenosse hängt sich sowas an die Wand, wenn das Matterhorn quasi vor der Haustüre steht? Praktisch niemand, ausser vielleicht der Fotograf. Welche Werbeagentur in der Schweiz sucht ein Foto vom Watzmann? Wahrscheinlich keine. Und so bin ich heute vom Berufsfotografen zum Hobbyfotografen geworden. Die Kamera nutze ich eigentlich wenig, dafür um so mehr die Drohne. Dort mache ich hauptsächlich Panoramas vom Oberbaselbiet, die werden immer gerne gekauft. Schweizer Belchenregion 28.11.2025 Jetzt bin ich etwas abgeschweift, aber es war die letzten Monate sehr wenig los auf meinem Kanal. Eigentlich war der Hohe Norden nie das Ziel meiner Träume. Der nördlichste Punkt wo ich Ferien machen würde war Gelterkinden, mein jetziger Wohnort. Aber in den Norden, wo im Dez/Jan ewige Dunkelheit herrscht und klirrende Kälte? Never! Aber wie so oft, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt....und so befasste ich mich immer mehr mit dem hohen Norden, natürlich auch beeinflusst durch die vielen Fotos von dort. Ich schaute mir unzählige Websites an, konsumierte Unmengen an YouTube Videos. Vor etwa 3 Jahren veröffentlichte ich einen ersten Blogpost zu diesem geplanten Nordland Trip. Kurz darauf erreichte mich ein ziemlich langes und gehässiges Mail von einem Innerschweizer Fotografen, mit dem Inhalt dass ich die Finger davon lassen solle, sonst kämen später sicher ganze Heerscharen an Fotografen in den Norden und man hätte keine Ruhe mehr. Ich habe dem Kasperl nicht geantwortet. Soviel zu dem oben vermerkten Futterneid. Aber schön dass er mir sowas zutraut, ich bin immer wieder erstaunt! Dann kam der ziemlich plötzliche Wohnungswechsel und das Thema Norwegen lag auf Eis. Ich habe mich damals entschieden die ganze Wohnungseinrichtung neu zu kaufen, wirklich alles. ein Neubeginn also. Nach 26 Jahren in Sissach bin ich zurück in Gelterkinden und wohne hier mit traumhaften Blick über meinen Heimatort. Gelterkinden - Baselland Aber zurück zu der geplanten Reise in den Norden. Lange Zeit wusste ich nicht mit was ich dort hoch will, Fahrrad oder Mofa? Oder Barfuss? das hat glaub noch niemand gemacht? Nein natürlich nicht! Wobei ich mir dieses Jahr ein neues Hobby zugelegt habe, respektive wieder aktiviert habe: Ein Mofa aus dem Jahre 1972, ein richtiger Oldtimer. Ein Pony Cross 503 S. Mit 12 Jahren mein Traummofa. Da bastle ich in meiner Garage dran rum, optimiere es, damit es auch ordentlich den Berg hochzieht.....damit werde ich nächstes Jahr auch an ein paar Mofatreffen gehen. Die sind stark im Kommen und verbuchen jeweils mehrere hundert Mofaliebhaber. Pony Cross Sachs 503 aus dem Jahr 1972 Mein Pony Cross mit Hexennase Lampe hinten und Eier Lampe vorne.....interessante Begriffe haben sich da in den letzten 50 Jahren entwickelt.... .....man sieht dass ich Spass habe....ich hoffe du auch..... Pony Cross Sachs 503 Heute steht das Pony neben Scotty friedlich in der Garage und wartet auf den Frühling..... Ziemlich schnell war klar, ein Camper muss her, aber die Ernüchterung folgte sogleich. Während der Corona Pandemie sind die Preise für Camper durch die Decke geschossen. Einen VW T4 mit 500'000 km und lahmen 65 PS für 25'000 Fr wollte ich def. nicht. Oder einen Dampfer auf Rädern (Alkoven) ebenfalls nicht. Mit diesen grossen Camper ist man mehrheitlich an Campingplätze gebunden und dort sind alles Rentner/innen und einem Möpslihund mit rosa Schlaufe oder sonst einer Trottoirmischung welche sich abends oder auch schon zum Frühstück eine oder mehreren Flaschen Kalterer intubieren.....so meine Vorstellung, für mich ist das definitiv nichts. Aber schön wers mag. Als es definitiv wurde dass ich wieder nach Gelterkinden ziehe, musste ein Entscheid her. Mit meinem kleinen Sportflitzer, ein Renault Clio war der Umzug nicht zu bewältigen, da musste was grösseres her. Aber gleich ein Handwerkerbus? Das schien mir doch übertrieben. Und da die Norwegen Reise ja vorerst auf Eis gelegt wurde, suchte ich nach einem Hochdachkombi! Fündig wurde ich bei einem neuwertigen Dacia Dokker. Der war und ist ideal für den Transport der neuen Möbel, auch mein Mofa und mein E-Mountainbike lassen sich so bestens transportieren und zugleich auch perfekt um wenige Nächte darin wild zu campen. Sogenanntes Stealth Camping. In der Zwischenzeit habe ich auch eine externe Standheizung, die hat sich kürzlich bewährt bei einem Overnighter im Emmental bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ach ja das Emmental, erst vor wenigen Tagen war es 5 Jahre her seit ein Foto weltweit für Furore sorgte. Die Linde vor dem Schreckhorn. Noch heute werde ich darauf angesprochen wenn ich irgendwo am Fotografieren bin. Linde vor dem Schreckhorn Viele Versionen habe ich schon davon gesehen, mit einem schmalem Streifen Land unten und nichtsagendem Himmel oben. Mit ausgebranntem Himmel oder die Version im Frühling. Ja einer ging sogar im Hochsommer hin und wollte das Foto seines Lebens verwirklichen! Für alle Nichtfotografen: im Sommer ist die Luftfeuchtigkeit viel zu hoch, man sieht das Schreckhorn nicht. Es gibt nur eine Version die perfekt ist, diese oben. Das Foto taucht immer wieder in unterschiedlichen Variationen auf Social Media auf, praktisch kein Tag ohne dass ich dieses Foto nicht in einem Instagram Post sehe. In der Zwischenzeit wurde ein Standort weiter unten gefunden, anscheinend ist der für die Bewohner des Bauernhofs erträglicher, zu wünschen wäre es. Ich war aber nie mehr dort seit dem 21. Nov. 2020. Dass die Schreckhornlinde immer noch lukrativ ist zeigt das Foto oben. Hier wurde die Linde in einen Leuchtkasten montiert und in das interne Home Entertainment System integriert. Natürlich im Emmental. Aber auch in meinem Büro hängt ein Leinwandbild mit der Linde im Emmental. Ich schweife wieder ab vom Thema, aber ich hoffe ihr....ähh....du kannst mir das verzeihen, es ist doch erst der 2. Blogpost in diesem Jahr. Viel mehr werden es auch nicht mehr. Die Lösung mit dem Hochdachkombi ist für mich perfekt, so kann ich ein paar Tage in der Schweiz rumkurven und habe eine ideale Schlafgelegenheit fast überall. Das Bett ist 185cm gross und reicht mir bestens. Aber für eine mehrwöchige Tour in den hohen Norden für mich nicht geeignet. Etwas komfortableres musste her. Als ich das Thema diesen Sommer wieder aufgriff, war mir bald klar dass ich vorerst einen Camper mieten werde. Irgendwann vor wenigen Wochen wurde ich auf das Angebot von Ronny und seinem Opel Crosscamp aufmerksam. Das ist genau das was ich suche und vor allem bezahlbar. Schnell war der Kontakt hergestellt und die Offerte akzeptiert. Mit diesem Opel Crosscamp werde ich mehrer Wochen im hohen Norden unterwegs sein. Ich werde viele Blogposts über meine Reise erstellen, es würde mich freuen wenn du meinen Blog resp. den Newsletter abonnieren würdest. Den Eintrag dazu findest du ganz unten auf meiner Seite! Damit ich die Fotos entwickeln kann, Blogpost schreiben oder Filme schneiden kann brauche ich einen stabilen Tisch und eine bequeme Sitzgelegenheit. Eine Standheizung gehört natürlich auch dazu. Ebenso eine Kühlbox. All das ist im Opel Crosscamp vorhanden. Warum ich mich für den Monat März für diese Reise entschieden habe? Ich habe mich da an die Empfehlung der Website nordlandblog gehalten, sowie an einen YouTuber welcher im März ans Nordkapp fuhr. Im Dezember und Januar ist das für mich keine Option, die langen Nächte würden mich zermürben und ich würde wohl aufgeben. Aber definitiv weiss ich es nicht. Eine Option war auch der Sommer, aber Juli und August sind die Lofoten sowas von überlaufen! Stau kann ich auch im Baselbiet haben und Dichtestress auch! Nein, schnell fiel die Wahl auf Ende Winter zumal dann die Tage und Nächte schon wieder gleichlang sind. Und natürlich die Polarlichter, ich hoffe ich sehe sie, wenn nicht auch kein Weltuntergang, ich gehe nicht extra deswegen. Wenn du auch zufällig ab etwa 8. März auf den Lofoten bist, lass es mich wissen und ich lade dich auf einen Kaffee aus der Kapselmaschine in meinem trauten Heim auf 4-Rädern ein. Aber vorerst wünsche ich dir eine frohe Weihnacht mit deinen Liebsten und natürlich viele Geschenke! Danke dass du bis hierhin drangeblieben bist! Ab März 2026 kannst du hier fast täglich die neusten Wasserstandsmeldungen aus dem hohen Norden lesen und sehen!

  • Weg mit dem...

    Manchmal ist es Zeit mit altem Gerümpel aufzuräumen und Platz für Neues zu schaffen. Das habe ich vor zwei Jahren mit meinem ganzen Haushalt und dem Umzug gemacht. Ja ich weiss, für den Naturschützer hier ein echtes Problem. Einiges war ja noch brauchbar..... Aber egal, du fliegst ja auch nach Grönland um Eisbären zu fotografieren. Den Umzug habe ich ja schon seit 2 Jahren hinter mir und es war ein Entscheid den ich nie bereut habe. Mit dem Umzug und der der bald darauffolgenden Pensionierung geriet einiges in Bewegung. Ich erinnerte mich zurück wie ich damals am 18.4.1977 in Birsfelden beim Fussballplatz Sternenfeld stand und mich zurückerinnerte, wieviele Fussballspiele ich auf diesem schönen Platz schon gemacht hatte. Aber ich war an diesem Morgen wegen einem andern Grund dort. In einer halben Stunde sollte meine 3-jährige Lehre beginnen. Rückblickend muss ich sagen: "Denn er wusste nicht was er tut...." Aber das ist wieder ein anderes Kapitel. Warum mir das anscheinend so wichtig ist? Ist es eigentlich gar nicht, aber heute Morgen habe ich unter den Todesanzeigen in der lokalen Zeitung eine Anzeige entdeckt, wo die Frau genau dieses Geburtsdatum oben hatte. Für diese Frau war alles schon vorbei, mit 48 Jahren. Es war zu Beginn der Pensionierung schon etwas merkwürdig. Plötzlich erhält man Geld und muss nichts mehr dafür leisten. Kein Jahresgespräch aber auch keine Lohnerhöhungen mehr. Trotzdem kann man ja nebenbei Geld verdienen, also könnte ich ja zusätzliche 8000 Fr. monatlich mit fotografieren verdienen. Tönt doch gut oder? Diese Zeiten sind jedoch seit wenigen Jahren vorbei. Ich glaube jeder Fotograf der damit seinen Lebensunterhalt betreibt, könnte ein Klagelied singen. Aber Klagen will ich nicht, im Gegenteil! Vor kurzem habe ich FB und Insta deaktiviert. Nicht gelöscht. Seit einigen Jahren ist Social Media nicht mehr das was es einmal war: ein Schaufenster deiner Arbeit und damit auch beste Werbung. Ja ich habe vor allem FB einiges an Einnahmen zu verdanken. Das war damals, als man noch automatisch eine grosse Reichweite hatte und auch noch nicht alles totfotografiert oder abgelutscht war. Wobei ich bei den letzten beiden und auf Social Media viel verwendeten Begriffe immer etwas schmunzeln muss. Es betrifft ja auch mich und die Fotospots welche ich entdeckt und populär gemacht habe. Hier ein neues Foto von einem Spot den ich immer wieder gerne besuche und welcher noch nicht abgelutscht ist. Nein, das ist nicht der Bölchen Dabei kommt mir eine lustige Geschichte in den Sinn. Vor kurzem schickte mir ein Zürcher Fotograf ein Foto von B. Werner mit der Nebelwelle am Bölchen und fragte mich ob ich den Spot kenne und wenn ja, wo das ist. Ich sagte ihm wo das ist und erwartete zumindest ein Dankeschön, aber da kam nichts mehr. Erst auf eine Bemerkung von mir entschloss er sich doch noch zu einem Danke. Tja....so läuft das heute....leider. Das ein kleiner Einschub zur Auflockerung.... GIF....Ich glaube du verstehst. Aber nochmal zurück zu FB und Insta, seit etwa 2 Jahren veröffentliche ich nur noch wenige Fotos, etwas mehr auf Facebook, weil dort Panos besser zur Geltung kommen. aber vor allem weil die Reichweite extrem gesunken ist. Auf Insta merkte man diese Auswirkung zuletzt massiv. Es führte dazu das sehr viele ihre Likes verbergen, kann ich ja auch verstehen: wie sieht das denn aus wenn man 26'000 Follower (Kauf oder Bot) auf Instagram hat und nur 80 Likes für das Foto kriegt. Ok ich verkneif mir jetzt ein neues Smiley GIF. Auch ich setzte mal vor ungefähr 7 Jahren kurzfristig einen ein. Wenn ich nur 20 Likes bei Insta kriege, dann poste ich einfach weniger. So geschehen die letzten Jahre. Ich bin weniger auf Insta, ergo sehe ich weniger Werbung, sollen sie die Werbung bei andern unterbringen. Wenn das jeder machen würde, wären wir ziemlich sicher bald wieder bei mehr Likes. Aber nun zurück zu mir.....oder gehts schon die ganze Zeit um mich? Man hat mir schon seit frühester Jugend immer wieder vorgeworfen ich sei ein Narzisst. Aber ist das nicht jeder Fotograf mehr oder weniger? Ja ist es nicht gerade notwendig zumindest ein kleiner Narzisst zu sein wenn man erfolgreich sein will? Narzissmus ist erst einmal nichts Schlechtes. Es ist durchaus gesund, selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Strahlen zu wollen ist ein Bedürfnis, das fast jeder Mensch kennt. Eine Prise Narzissmus steckt in uns allen. Und das ist gut so. Narzissmus - auch bei Frauen weit verbreitet Aber zurück zu Social Media. Weil es dort immer weniger Reichweite gibt, resp wenn du mehr willst musst du die Kreditkarte zücken. Will ich das? Ist mir das sooo wichtig? Du ahnst es: NEIN Ich habe schon vor 15 Jahren auf die eigene Homepage gesetzt. Damals verlinkten unglaublich viel Gemeindewebsiten auf meine erste Fotowebsite: belchen-schweiz. Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere daran. Das brachte mir unglaublich hohe Klickraten. Ich investierte viel Zeit in meine Websites, aber es lohnte sich! Auf der nächsten Homepage, also auf dieser hier, hatte ich die ersten Jahre unglaublich viel Erfolg. Es gab Tage da tummelten sich um die hundert Besucher gleichzeitig auf der HP. Nebenbei betreute ich dann noch für zwei Jahre die Lightexplorers Website. Dort erreichten wir damals ungeahnte Höhen bei unsern Trefferquoten bei Google. Zu verdanken hatten wir das zwei Links von Schweiz Tourismus auf zwei Fotoworkshops von uns. Das Potenzial und die Verdienstmöglichkeiten hatte ausser mir damals niemand so richtig interessiert, ja ich war damals richtig enttäuscht, dass dieses Potenzial von den andern Mitgliedern niemand gross interessierte. Viele Jahre waren es damals ja nicht mehr bis zur Rente. Deshalb setzte ich auch kurz darauf auf meine erfolgreichen Onlineworkshops. Diese gab es eigentlich schon seit längerem. Ich begann damit bei Beginn von Lightexplorers 2017, einfach zur Absicherung wenn mit LE was schiefläuft, was ja dann auch passierte. Aber die Online WS waren damals einfach über einen Passwort Zugang verfügbar. Zu dem Theater bei der Veröffentlichung der Online WS gibt es einen ausführlichen Blogpost. Auch die Online Workshops werden der Redimensionierung zum Opfer fallen. Und heute? Auch Google ist nicht mehr das was es mal war. Nur noch wenige Besucher auf meiner HP. Bei den Blogbeiträgen ist das etwas anders, deshalb schreibe ich noch hin und wieder einen Beitrag. Aber die grosse Sause mit den eigenen Foto Webseiten ist definitiv vorbei. KI zerstört die Fotografie. Jeder der noch etwas Einnahmen oder Erfolg haben will, sollte sich damit befassen......wer nicht mit der Zeit geht....geht mit der Zeit! Vor wenigen Tagen habe ich beschlossen auch meine Seite zu verkleinern. Ich und Google haben keinen Bedarf mehr. Immer weniger meiner Seiten führt Google im Index und wenn wieder mal eine Seite aus dem Index fliegt, sollte ich erst 80 Korrekturen machen und beantragen dass sie wieder in den Index aufgenommen wird? Hä? Nein, definitiv nicht! Ja klar, ich habe gut lachen, meine Kohle kommt jeden Monat. KI habe ich keine Interesse. Website stundenlang optimieren? Ne auch nicht. Heute investiere ich meine Zeit auch in andere Dinge, aber das Fotografieren bleibt immer eine Herzensangelegenheit und werde ich auch weiterhin mit Hingabe ausführen. Mit Auto, Mofa, oder Fahrrad.....ja vielleicht auch wieder zu Fuss. Im März gehts erstmal nach Norwegen. Falls sich jemand gewundert hat wo meine Insta oder FB Konten sind? Wie oben geschrieben: vorläufig deaktiviert. Auch WhatsApp vorerst deinstalliert. Ja nach 30 Jahren mit derselben Handynummer habe ich sogar die getauscht. Geht heute 5 Min und die neue Nummer funzt. Der Grund dafür war die massive Zunahme an Werbeanrufe. Also falls du mich gesucht hast, ich bin hier und putzmunter. Habe einfach mal den Reset Knopf gedrückt. An dieser Stelle ein Herzliches Dankeschön an alle Abonnenten meiner Website. Falls du noch nicht dazugehörst kannst du dich ganz unten anmelden. Es kostet nix und dein Postfach wird auch nicht überflutet. Frohe Weihnacht und ein gutes Neues Jahr wünsche ich allen! Wir sehen uns! Abonniere doch meinen Newsletter ganz unten auf dieser Seite und du wirst immer sofort und als einer der Ersten informiert, wenn ein neuer Blogpost auf meiner Website online ist. Ca. 3-4 x pro Jahr. Und das Beste: Es ist vollkommen gratis.

  • Meine 5 bekanntesten Fotos

    Erfahre hier welche Fotos ich ausgewählt habe und die Vorgeschichte dazu. Nicht bei allen dieser Fotos war ich der Entdecker, aber sehr oft habe ich das Foto mit eigenen Ideen verwirklicht. Seit ziemlich genau 15 Jahren bin ich jetzt in der Landschaftsfotografie unterwegs, mit Abstechern zur Tierfotografie, was aber eher mit einem Jagdinstinkt, welcher aus der Steinzeit hängenblieb, zu tun hat. Belchenfluh Aber erst eine kleine Vorgeschichte auf die Anfänge meiner Landschaftsfotografie. Nachdem ich 2011 hauptsächlich am Bölchen all die verschlungenen Wege und Pfade absuchte und dokumentarisch festhielt, stiess ich irgendwann im Sommer 2012 auf Fotos von Andreas Gerth oder Jan Geerk, beide ebenfalls aus der Nordwestschweiz. Ich sah erstmals ein Foto vom Ankenballen über dem Nebel. Das und vieles anderes wollte ich auch können. Der Winter 12/13 war sehr schneereich, auf dem Bölchen und Umgebung türmten sich die Schneemassen bis weit in den April hinein. Schon zu Beginn meiner Landschaftsfotografie hatte ich eine Vorliebe für Langzeitbelichtungen. Sehr oft stand ich in diesem Winter abends bis weit in die Nacht hinein auf der Belchenfluh und übte mich in dieser Disziplin. Immer und immer wieder. Ich kann mich erinnern, dass ich vor lauter Konzentration die Zeit und die Kälte vergass, aber auch dass ich hin und wieder wegen der Fotos belächelt wurde, oder man mir sogar Manipulation vorwarf. Aber all das verdarb mir nicht die Freude oder die Ausdauer. Meine Hände waren in diesem Winter rissig und ziemlich kälteunempfindlich. Die Fortschritte und die Freude an der Fotografie wurden täglich grösser. Erst waren es die Lichter und später der Nebel. Diese vielgepriesenen und oft erzählten Kompositionen interessierten mich eher weniger. Draufhalten, so lange wie möglich. Das war meine Devise. Kompositionen? Auch das reine Übungssache. Mein Vorteil damals war, dass die Bölchenregion unter Fotografen nur Insidern bekannt war. Das war mir damals aber nicht bewusst, denn ich kannte wenn überhaupt, ein paar wenige Fotografen aus dem Ober-Baselbiet. So landeten meine Fotos vom Bölchen fast täglich auf Facebook und fanden ein immer grösser werdendes Publikum. 2014 im Herbst führte ich den ersten Foto-Workshop am Bölchen durch. Ich wurde überrannt von Anmeldungen, der Tag war traumhaft, der Nebel floss perfekt über den Jurakamm. Der Grundstein für viele weitere und erfolgreiche Workshops in der Schweiz und in den Dolomiten oder Berchtesgaden war gelegt. Mein zweites Standbein war meine damalige Homepage belchen-schweiz und später diese Website hier. Aber nun zurück zu meinen 5***** Sterne Fotos. Ich werde die Fotos in chronologischer Reihenfolge auflisten, es soll keine Rangliste sein. Beginnen wir mit dem Jahr 2014, damals ging es Schlag auf Schlag. Sonnenaufgang beim Birnbaum Birnbaum Rünenberg Diesen Birnbaum kenne ich natürlich schon lange, er steht unweit von meinem Wohnort. Ich erinnere mich wie ich zu Beginn meiner Landschaftsfotografie im Jahre 2013, an einem Samstagnachmittag lange um diesen Baum schlich. Aber etwas ansprechendes, zusätzlich zu dem imposanten Baum, wollte mir damals nicht einfallen. Ein Jahr später war ich spätabends bei Vollmond wieder bei diesem Baum, aber auch da passte es irgendwie nicht! Eigentlich ist es ganz einfach: Sonnenaufgang! So stand ich um 5.30 Uhr am nächsten Morgen wieder dort, bewaffnet mit Gummistiefeln, weil ich dachte das Gras sei nass. Aber es war gefroren und ich fror gottsjämmerlich an die Füsse. Der Rest ist Geschichte. Jedes Jahr im Frühling zum Sonnenaufgang ist dieser Spot jeweils sehr gut besucht. Der Ankenballen im Gewitter Ankenballen An diesem Samstagnachmittag Anfang August 2014 hing ein Gewitter in der Luft. Ich beobachtete ständig die Wetter App und schon früh am Nachmittag war ich im Berghaus Ober-Bölchen und wartete. Von Westen her näherte sich eine Gewitterfront und ich hoffte von der Belchenfluh das Schauspiel fotografieren zu können. Einen Plan wie ich das machen wollte hatte ich keinen. Leichtsinnig wie ich damals war, stand ich dort oben, weit und breit niemand zu sehen. Ich wartete sicher 2 Stunden, aber das Gewitter kam nicht näher. Enttäuscht machte ich mich in der Dunkelheit auf den Weg zurück zum Chilchzimmersattel, nahm jedoch den Weg ausser rum, dem Waldrand entlang. Dort hat man einen freien Blick Richtung Westen. Es war schon recht dunkel, aber hinter dem Ruchen ging der Vollmond auf. Im Westen Richtung Weissenstein waren immer noch Blitze zu sehen. Wie ich so da stand kam mir die rettende Idee. Den Ankenballen von weiter unten fotografieren damit mehr Himmel aufs Foto kommt. Schnell war ich im Auto und fuhr runter zum Schattenbergpass. Dort rannte ich der Kuppe entlang bis zum Wald. Knappe 13 Minuten Belichtungszeit bei Blende 11 und ISO 100 reichten. Mit 190mm Brennweite war das Ganze zu einem stimmungsvollen Foto zusammengeschoben. Nebelwelle am Bölchen Nebelwelle Belchen Die Geschichte zu diesem Foto habe ich schon in einem andern Blogpost beschrieben, deshalb fasse ich mich kurz. Knapp zwei Jahre bevor ich dieses Foto verwirklichen konnte, kam mir die Idee zu diesem Bild. An einem heissen Sommermorgen 2013 schritt ich zur Tat und begann mit dem Roden: Nebelwelle am Bölchen Die Eiche mit Sonnenstern Eiche auf dem Unteren Hauenstein Ich bin bekannt für mein Elefantengedächtnis, deshalb kann ich mich noch gut erinnern wie ich 1291 zum erstenmal bei diesem Baum vorbeikam.... Nein natürlich nicht! Es war 1983 an einem Sonntag im November. Ich war mit meinem Hund Laska, ein reinrassiger Collie Rüde, auf einer Wanderung und besuchte endlich diese alte Eiche. Dieser Baum wollte ich schon seit Monaten besuchen, denn er steht sehr exponiert auf einer Kuppe. Mein Arbeitsweg ab 1981 nach Wangen bei Olten führte mich immer dort vorbei. Aber wie das so ist, man hats gesehen und Fotografie war damals für mich hauptsächlich Formel 1. Jahrzehnte später, während meiner Touren durch das Baselbiet fiel er mir wieder auf. Es brauchte aber noch etwa 5 Jahre bis ich diesen Spot ernsthaft anging. Im heissen und trockenen Sommer 2018 schickte mir ein Kollege ein Drohnenfoto von der Ruine des ehemaligen Motels auf dem unteren Hauenstein. Auf diesem Foto war irgendwo am Rand auch dieser Baum zu sehen. Schon ein paar Tage später machte ich mich an einem Sonntagabend im August 2018 auf den Weg. Beim Baum angekommen entdeckte ich das Loch im Stamm. Ich wusste jetzt dass es im September passen könnte. Der Rest ist Geschichte. Leider fiel diese Eiche einem weiteren Blitzeinschlag im Juni 2024 zum Opfer und ist heute gespalten. Er steht zwar noch und wir dürfen gespannt sein, wie er sich die nächsten 50 Jahre erholt.... Die Linde vor dem Schreckhorn Linde vor dem Schreckhorn Ich denke die Linde vor dem Schreckhorn dürfte wohl mein bekanntestes Foto sein. Wenn ich heute so zurückschaue und sehe wieviele Fotografen dieses Foto in ihrem Portfolio haben, macht es mich schon etwas stolz. Zumal es auch viele Fotografen vom selben Standort gemacht haben wie ich und der ist auf Privatgrundstück. Das war mir damals aber nicht so richtig bewusst, weil der Umbau des Hauses erst gerade fertiggestellt wurde und noch kein Garten vorhanden war. Aber an dieser Stelle nochmals ein grosses Dankeschön an einen der besten Emmental Kenner: Daniel Horisberger. Ohne ihn hätte ich dieses Foto nicht verwirklichen können, er hat den Standort an einem Frühlingsabend gesucht und schon bald gefunden. Müsste ich eine Rangliste erstellen welches das schwierigste Foto war, wäre es wohl die Nebelwelle. Der Kontrast vom sonnenbeschienenen Nebel zu dem Nebel welcher im Schatten liegt. Diese Kombi stellte jede Cam 2014 vor Probleme. Welches Foto ist aber kommerziell am erfolgreichsten? Das ist klar die Linde vor dem Schreckhorn. Es hängt schon in unzähligen Haushalten, vor allem im Emmental. Als Leuchtkasten, als Acryl oder Leinwand. In allen erdenklichen Kombinationen. Das Motiv ist zu einem Emmentaler Wahrzeichen geworden. Kürzlich habe ich sogar dieses Motiv mit der Eiche im Frühling verkauft, trotz meiner Überredungskünste wurde die Eiche im Frühling gewählt. Damit hat sich auch dieser erste Abstecher im Frühling 2020 gelohnt. Ich könnte diese Liste noch unendlich fortsetzen. Deshalb gibt es auch bald auch noch einen weiteren Blogpost davon. Wenn du den nicht verpassen willst abonniere doch meinen Newsletter, es kostet nix! Anmelden kannst du dich ganz unten auf dieser Seite! An dieser Stelle wünsche ich dir und deiner Familie ein ganz erfolgreiches Neues Jahr und Beste Gesundheit! 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  • Testbericht: DJI Air3s

    Schon seit ungefähr fünf Jahren gehöre ich auch zu den Drohnenpiloten. Einfach faszinierend was diese kleinen Flugobjekte mittlerweile leisten. In diesem Blogpost geht es um die 2024 vorgestellte Dji Air3s. DJI Air3s Nachdem mir die Dji Air2s vier Jahre gute Dienste geleistet hat, schaute ich mich auf dem Drohnenmarkt um was es so Neues gibt. Bei den Drohnen sind die Fortschritte noch jeweils gross gegenüber dem Vorgängermodell. Wobei ich nicht von der Air3 umgestiegen bin, sondern von der Air2s. Neugierig gemacht haben mich vor allem die beiden Kameras. Die 24mm Weitwinkelkamera mit 1 Zoll CMOS Sensor mit 50MP und die 70mm Telekamera mit 48 MP und einem 1/1,3- Zoll CMOS Sensor . Schweizer Jura Obwohl der Unterschied in Sachen Dynamik gegenüber der Air2s jetzt nicht sehr gross ist, bin ich sehr froh um die 50MP der Weitwinkelkamera. Interessant und neu für mich ist die Telekamera mit 70mm. Natürlich ist es noch immer ein grosser Unterschied gegenüber einem Kamerasensor, aber der Parallaxeffekt durch die Telekamera ist schon faszinierend. Nachfolgend einige Panos. Belchenfluh Dieses Panorama-Foto oben wurde mit der 70mm Telekamera gemacht Anwil Noch wenig getestet habe ich die verbesserte LiDAR Hinderniserkennung, ich brauche sie eher weniger, denn dort wo ich die Panos mache hat es keine Bäume oder Gebäude, höchstens mal einen Sportflieger..... Genial ist hingegen das RTH System (Return to Home), wenn sich nichts zwischen der Steuerung und Drohne befindet arbeitet dieses System ohne Probleme, 10km Reichweite und mehr sind möglich. Sollte der Kontakt trotzdem mal abbrechen, kommt eine Meldung auf dem Display ob die Drohne zurückkehren soll. Sie nimmt dann den aufgezeichneten Weg zurück, das kannst du auf dem Display verfolgen. Super! Wisen-Froburg Der Sendeturm auf der Froburg bei Wisen Maisprach-Sonnenberg Sonnenuntergang hinter den Vogesen Bölcheflue Sonnenaufgang bei der Belchenfluh im Kanton Baselland Oberbaselbiet - Rünenberg - Kilchberg - Zeglingen Die ersten Nebelschwaden ziehen Ende September vom Fricktal ins Oberbaselbiet Sissach by Night Sissach bei Nacht und während Vollmond Dji Air3s Nachfolgend einige Fotos mit dem Parallaxeffekt. Sissacherfluh Die Alpen scheinen greifbar nahe. Berghaus Ober-Bölchen Das Berghaus Ober-Bölchen direkt vor der Bölchenflueh Rhonegletscher am Furkapass - Hotel Belvedere Der Rhonegletscher unmittelbar beim Hotel, so wie es in etwa früher einmal war Hier zum Vergleich noch ein Foto von der Dji Air2s Baselbieter Jura Die DJI Air 3S beeindruckt in auf jeden Fall. Mit einem Gewicht von 724 Gramm ist sie leicht und handlich. Die Stabilität in der Luft auch bei windigen Verhältnissen hat sich gegenüber der Air2s sehr verbessert. Ihre kompakte Bauweise zeigt sich besonders in den Abmessungen, denn im gefalteten Zustand misst sie nur 214,19 x 100,63 x 89,17 mm , während sie im entfalteten Zustand auf 266,11 x 325,47 x 106 mm kommt. Trotz ihrer Leichtigkeit überzeugt die Drohne durch eine maximale Flugzeit von bis zu 45 Minuten, was sie zu einem idealen Begleiter für längere Flugmissionen macht. Die 45 Minuten sind wohl nur bei optimalen Bedingungen möglich, bei mir war die längste Flugzeit 35 Min. Das ist aber für Fotografen schon richtig üppig. Fazit: Hat sich der Umstieg von der Air2s zur Air3s jetzt gelohnt? Nicht wirklich, da ich mit Fotos Geld verdiene und so eine Drohne doch um die 1500Fr. im Bundle kostet, würde ich das heute nicht mehr machen. Weil auch hier gilt dasselbe wie bei der Kamera: Noch nie hat mich jemand nach dem benutzten Drohnenmodell gefragt. Die neuen Sicherheitsfeatures machen dich jetzt nicht zu einem besseren Drohnenpiloten, aber es ist beruhigend zu wissen, dass in Sachen Sicherheit jetzt mehr Reserve vorhanden ist. Klar die Low Light Qualitäten haben nochmal zugelegt, aber der Sprung ist nicht besonders gross. Was ich richtig gut finde, ist der Parallax Effekt mit dem 70mm Objektiv. Der wird allerdings erst bei Videoaufnahmen richtig gut sichtbar. Da ich meistens früh morgens meine Fotos und Panoramen mache, muss ich jeweils genau auf den Bildausschnitt achten. Dunkle Stellen zeigen evtl ein übles Farbrauschen während helle Stellen oft überbelichtet sind. Es ist also immer eine Gratwanderung! Allerdings hat Adobe Photoshop seit etwa 3 Jahren eine geniale Funktion: Das Bildrauschen lässt sich mit KI entfernen. Ich finde eine sehr interessante Möglichkeit dieses lästige Bildrauschen, vor allem in den dunklen Ecken sehr gut zu entfernen. Hier sieht man das Starke Farbrauschen in den unteren Ecken. Natürlich würde ich normalerweise die Tiefen bei einem Drohnenfoto nie bis zum Anschlag hochziehen. Aber dadurch sieht man das Farbrauschen sehr gut. Jetzt lassen wir mal in Photoshop das Entrauschen mit KI laufen. Dauert je nach Stärke bis zu einer halben Stunde. Ich habe hier die voreingestellte Stärke von 50% benutzt. Man sieht das Adobe Photoshop mittels KI das Farbrauschen gut entfernt hat. Mit etwas Feinarbeit oder höher eingestellter %Zahl lässt sich da noch viel rausholen. Allerdings ist da immer etwas Vorsicht geboten, weil die Gefahr besteht, dass dann nur noch ein Matsch vorhanden ist. (Noch) ist das ganze Entrauschen aber sehr zeitintensiv. Abonniere doch meinen Newsletter ganz unten auf dieser Seite und du wirst immer sofort und als einer der Ersten informiert, wenn ein neuer Blogpost auf meiner Website online ist. Ca. 3-4 x pro Jahr. Und das Beste: Es ist vollkommen gratis.

  • Kommerziell erfolgreiche Fotos

    In diesem Blogpost zeige ich dir drei kommerziell sehr erfolgreiche Fotos. Du erfährst was es dazu braucht und wie du das erreichen kannst. Im Juni 2024 rief mich eine Werbe Agentur an und fragte mich, ob ich in meiner umfangreichen Sammlung kein Foto mit Lupinen im Engadin habe? Lupinen im Engadin Ich verneinte, wusste aber wo diese Lupinen am Silsersee zu finden sind. Wir einigten uns auf einen Preis für zwei Fotos im TIFF Format. Eigentlich mache ich das eher ungern, vorher Fotos verkaufen bevor sie gemacht sind. Aber diese Lupinen standen schon lange auf meiner Liste, der Spot ist leider nicht gleich ums Eck. Ich informierte mich im Frühsommer ob sie schon blühen, dazu befragte ich einen befreundeten Hobby Fotografen. Er riet mir in den nächsten 2-3 Tagen zu gehen. Schon am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg. Die Geschichte dazu habe ich in einem separaten Blogpost verfasst. Es passte perfekt. In der Zwischenzeit verkaufe ich diese Lupinenfotos sehr oft. Du möchtest gerne einen Misserfolg sehen? Oder etwas zum schmunzeln? Bitteschön kommt sofort! Schloss Trachselwald Kaum hatte ich dieses Foto auf Facebook veröffentlicht, kamen schon zwei Anfragen per Mail. Eine Schweizer Zeitschrift, die wollte 500 Fr. bezahlen und jemand Privater, er wollte ein Wandbild davon machen lassen und er wohne im Schloss. Die Zeitschrift hat mich schon vor ein paar Jahren angefragt wegen eines Engadin Fotos und wollte damals wie heute die volle Auflösung im TIFF Format. Nach einigen Nachfragen unter meinen Fotografenkollegen, welche durchaus positiv verliefen, schickte ich der Zeitschrift dieses Foto. Bis heute habe ich nichts mehr von ihnen gehört! Kein Danke, rein gar nix. Aber das war schon damals mit den Engadinfotos so. Falls diese Zeitschrift, resp. die dafür zuständige Dame hier mitliest: Ein Foto kostet heute bei mir 990 Fr. Beim Privaten habe ich weniger verlangt, wie immer mit der Auflage, dass er es in keiner Form weiterverkaufen darf. Danach war zwei Wochen Funkstille. Dann kam wieder ein Mail und er wolle es jetzt kaufen. Ich habe natürlich vorher etwas recherchiert. Das Ergebnis war dass er ein Gemeinderat in Trachselwald ist. Den Namen nenne ich jetzt ausnahmsweise nicht. Jetzt wollte er wissen von welchem Standort ich dieses Foto gemacht habe. Ich dachte mir nicht viel dabei, weil wenn du im Schloss wohnst, mit Sicht zum Standort, ist das Finden des Standorts eine einfache Sache dachte ich....anscheinend hatte der Her Gemeinderat doch etwas Mühe damit. Ja Geographie ist nicht so einfach wie es manchmal aussieht. Aber du ahnst es: auch von diesem Gemeinderat habe ich nie wieder was gehört! Aber wer weiss, vielleicht hat er ja dich beauftragt dieses Foto zu einem günstigeren Preis zu machen? Oder er ist selber mit der Handycam frühmorgens auf der Lauer gelegen? Egal, solche Sachen vergesse ich nie. Trotzdem konnte ich dieses oder ein ähnliches Foto ein paarmal verkaufen. Emmentaler oder Baselbieter Fotos sind immer gefragt! Aber zurück zu den sogenannten Moneyshots. Wasserfall Giessen - Kilchberg Enstanden ist dieses Foto schon 2011, aber nur im Kopf. In den 80iger Jahren wohnte ich unweit von diesem Wasserfall, in Zeglingen, ja ich hörte ihn quasi in meinem Wohnzimmer rauschen. Ok, das ist jetzt wieder mal übertrieben. Aber den ungefähren Standort konnte ich von meinem Gartensitzplatz sehen. Ich war sehr oft an diesem idyllischen Plätzchen im schönen Ober-Baselbiet. Schon mit meinem Collie genoss ich oft den kühlen und schattigen Platz. 2011 kam mir erstmals die Idee mit dem Bärlauch. Das feld war damals noch recht klein, aber schon brauchbar. 2018 konnte ich mein Foto endlich verwirklichen, es war ein regnerischer Sonntag. In der Zwischenzeit hat sich dieses Foto zu einem richtigen Renner entwickelt. Seit ein bekanntes Oberbaselbieter Unternehmen dieses Foto in der Duschkabine, oder einfach im Badezimmer hinter Glas anbietet, läuft es wie geschmiert. Vor ein paar Jahren kriegte ich mal ne Anfrage von der grössten Schweizer Tageszeitung und sie wollten 1-2 Fotos kaufen, wenn ich mich mit Stativ und Cam zur Schau stelle vor diesem Wasserfall. Insider wissen dass gleich oberhalb eine alte Kläranlage steht und diese vor allem bei Hochwasser überfordert ist. Das ist bekannt und diese Story wollten sie bringen. Nein, ich stellte mich für sowas nicht zur Verfügung. Danach wollten sie auch nur noch 100 Fr. pro Foto zahlen, als Ausrede: Corona. Wir kamen nicht ins Geschäft. Ja zu meinen finanziell erfolgreichsten Fotos gehört natürlich auch die Linde vor dem Schreckhorn. Nach diesem Artikel in allen grösseren Tageszeitungen sowieso: Berner Zeitung Linde vor dem Schreckhorn Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, ist es wohl das Foto welches mir am meisten Publicity eingebracht hat. Und es ist damit natürlich auch finanziell äusserst lukrativ. Seit rund 14 Jahren verfolge ich nun die Aktivitäten in der Landschaftsfotografie und es ist interessant zu sehen welche Wege die verschiedenen Fotografen einschlagen. Da gibt es den Fotografen welcher ein unendlich grosses Portfolio hat, aber eine Webseite welche letztmals 1291 ein Update erhalten hat. Ich denke in der heutigen Zeit sollte man alle Kanäle aktuell halten, vielleicht ändert sich ja wieder einmal etwas und die Kunden wollen wieder richtige Fotos sehen? Wieder andere pflegen den eher düsteren und depressiven Stil. Da frag ich mich, wer hängt sich sowas an die Wand oder welche Zeitung/Zeitschrift mutet seinen hauptsächlich älteren Lesern diesen Stil zu? Klar dieser Stil hebt sich hervorragend ab vom wilden Geknipse anderer Fotografen. Jetzt lässt sich vielleicht noch Geld via Workshops damit verdienen. Aber was wenn die Workshops überflüssig werden? Dann gibt es noch den Perfektionisten, dieser Fotograf hat sich gleich zu Beginn dem perfekten Foto verschrieben, da passt einfach alles. Er verfolgt seinen Weg beharrlich. Nicht dass er jetzt ständig neue Motive auf den Markt bringt, nein, auch ein unscheinbares Motiv kriegt durch seine Ansicht einen neuen Glanz. Was aber so ziemlich alle gemeinsam haben: wenn man ein Foto auf ihrer Webseite öffnet erscheint ein Bild in Briefmarkengrösse, ok etwas grösser. Vor einigen Monaten als es um den Verkauf eines Lupinenfotos ging, fragte ich im Telefongespräch mit einem grossen Zürcher Werbe und Marketingunternehmen, die Mitinhaberin und wollte wissen, auf was sie beim Kauf eines Fotos achten. Sie antwortete mir in etwa folgendes: Erstens sollte das Motiv passend sein, halbherzige Motive können sie nicht gebrauchen. Dann sollte das Foto auf der jeweiligen Website gross sein damit sie einen ersten Eindruck kriegt. Aber nicht zuletzt möchte sie das Foto in Originalgrösse sehen, um zu schauen ob es für ihr Vorhaben passt. Ja die Dateigrösse ist unerheblich, ob 20MB oder 240MB spielt keine Rolle. Was aber eine Rolle spiele seien die MP der Kamera. Objektiv oder Kameramarke interessiere sie nur am Rand, wenn überhaupt. Klar können sie ein Foto auch hochskalieren, wenn sie es aber nicht tun muss, umso besser. Deshalb behaupte ich schon seit langem: Es geht nichts über Hubraum (MP), als noch mehr Hubraum. Nein, nicht wirklich..... Aber zum Glück haben sich die Kamerahersteller bei den Sensoren jetzt eingependelt zwischen 42-60 MP. Was kannst du machen um aufzufallen, oder dich von der Masse abzuheben? Möchtest du mit deinen Fotos Geld verdienen? Wenn ja wird es schwierig. Viele andere Fotografen haben gewisse Absatzmärkte seit Jahren besetzt. Es braucht sehr grosse Anstrengungen um dort hineinzustossen. Wenn du ein regelmässiges Einkommen hast, versuch es! Aber es braucht sehr viele Anstrengungen und der Zeitaufwand ist enorm. Versuch als erstes in einer regionalen Tageszeitung deine Fotos zu veröffentlichen, immer und immer wieder. Aber es sollten schon da Fotos sein welche sich von andern abheben. Mit einem Foto um die Mittagszeit geschossen wirst du kaum auffallen. Auch mit einem Motiv vom Stazersee wirst du kaum reich. Ich denke das ist eines der meistfotografierten Motive in der Schweiz. Stazersee Such dir in deiner Region passende Motive, schau dir andere Fotos an und du wirst bald feststellen auf was es ankommt und mit Zeit und Geduld wirst du auch in der Nähe deines Wohnortes bald spannende Motive finden. Fotografiere diese immer und immer wieder! Bei Regen, Schnee, im Frühling oder auch während einem Gewitter. Sei hartnäckig und verfolge dein Ziel. Kennst du die Werbung mit den Duvets? "Grüezi, min Name isch Fischer...." seit 10 Jahren immer die gleiche Werbung, ich denke bei dem geht die Rechnung auf. Das heisst jetzt nicht, dass du 10 Jahre immer den gleichen Baum fotografieren sollst. Ich bin sicher du findest deine Motive in deiner Region, bleib dran! Klar, nicht jeder hat den Bölchen vor seiner Haustüre, aber erst durch meine Beharrlichkeit wurde er zum Fotografenhotspot. Ob das jetzt wünschenswert ist? Ja und nein, es bringt dir einen enormen Popularitätsschub, aber viele werden die Region als abgelutscht bezeichnen, einige aus Neid, weil sie schon 1291 dort am fotografieren waren, aber das Potenzial nicht erkannt haben. Andere werden den Naturschutz hervorheben, weil es vor allem im Herbst/Winter von Fotografen nur so wimmelt. Aber meistens sind das nur Alibi Argumente. Lass dich nicht davon abbringen! 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  • Testbericht Nikon Z8

    Seit rund einem Monat bin ich nun im Besitz einer Nikon Z8. Was sind jetzt die entscheidenden Verbesserungen gegenüber der Nikon Z7? Nikon Z8 Natürlich habe auch ich im Vorfeld unzählige Youtube Videos angeschaut, oder Testberichte gelesen. Man will ja wissen in was man das schwer verdiente Geld investiert. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, nachdem ich mir den grössten Teil der deutschsprachigen Videos zur Nikon Z8 reingezogen habe, dass da einfach alles schön geredet wird. Es kann mir niemand erzählen dass solch ein Review oder Langzeittest unabhängig gemacht wird, es wird zwar immer wieder betont. Aber auch ich würde wohl niemandem mehr mein Produkt zum Testen geben wenn es schlecht bewertet wird. Und wenn Nikon oder Canon etc. eine neue Kamera vorstellen, ist das bares Geld dank der tausenden von Klicks. Je früher man eine solche Kamera vom Hersteller erhält, umso mehr Klicks bei den Youtube Videos sind garantiert. Und da geht es nicht um 10 oder 20 Franken, nein, da geht es um ganz andere Beträge! Und warum soll da jemand was Negatives erzählen? Zum Beispiel warum diese Kamera solch ein Klotz geworden ist? Hat man da einfach eine Kamera geschaffen für Fotografen/innen mit Bärenpranken? Ich dachte eigentlich dass diese Zeit der klobigen Kameras mit dem nahenden Ende der Spiegelreflexkamera abgelaufen ist. Erwähnt wird die Grösse als Nachteil in den Youtube Videos nur bei ganz wenigen. Unten ein Grössenvergleich zwischen Z7 links und Z8 rechts. Eine Z7 wiegt 671g und eine Z8 wiegt 910g. Nikon Z7 und Z8 Während die Z7 mit L-Winkel perfekt in meinen Fotorucksack passte, nutzt da die Z8 den vorhandenen Platz restlos aus. Aber ich denke Besitzer von einer Nikon Z9 dürften für ein solches "Problem" nur ein müdes Lächeln übrig haben. Unten der Grössenvergleich zwischen der Systemkamera Nikon Z8 und der Spiegelreflexkamera Nikon D7500 welche bei mir nach wie vor gute Dienste bei der Tierfotografie leistet. Nikon D7500 und Nikon Z8 Leider akzeptiert die Nikon Z8 keine Akkus mehr von Fremdherstellern, mal schauen wie sich das entwickelt und ob Nikon da zurückrudert. Update 10.2025: Kürzlich habe ich mir einen SmallRig EN-EL15C Akku gekauft, dieser funktioniert tadellos an der Nikon Z8. Vorteil dieses Akkus, man kann ihn direkt via USB-C laden. Interessant finde ich die Entwicklung des Steckers für die Fernbedienung. Zuerst aber mal ein kleiner Rückblick: beginnen wir mit der Nikon D750 aus dem Jahre 2014. Diese hatte einen DC2 Anschluss siehe Foto. Dann kam der Wechsel zur Nikon D810, diese hatte den DC0 Anschluss, später der Wechsel zur Nikon D850, der Fernbedienungsanschluss blieb der gleiche....etwas Konstanz war schon fühlbar. Diese Kamera wurde mir in Südfrankreich gestohlen, alles weg! Das war der Zeitpunkt für den Kauf der Z7. Aber oha, die hat wieder den DC2 Anschluss......"....wo zum Teufel habe ich diese DC2 Fernbedienung damals versorgt...."die Sucherei ging los, aber ich wurde fündig. Kürzlich dann der Wechsel zur Nikon Z8......ich glaube du ahnst was jetzt kommt.....genau, diese hat wieder den Anschluss DC0. Also, behalt die Fernbedienung nach dem Kauf einer neuen Nikon. Zum Glück habe ich mir vor Jahren eine kabellose Fernbedienung gekauft, dort waren beide Kabel mit den Anschlüssen mit dabei. Damit war ich vorerst ausgerüstet bis der neue Fernauslöser eintraf. Aber wozu ist dieser ständige Wechsel gut? Fernauslöser DC2 Fernauslöser DC0 Aber ich brauche eine Kabelfernbedienung, Funkfernbedienungen sind toll und auch bequem. Nur ist meistens die Batterie genau dann am Ende, wenn man irgendwo weit in der Pampas oder auf einem 8000er steht und die Sucherei nach einer Ersatzbatterie im Fotorucksack geht los.....aber die Batterie hat es sich zuhause in der Schreibtischschublade gemütlich gemacht. Aber zurück zur Nikon Z8. Unten ein Foto mit allen drei: v.l.n.r. Nikon D7500, Z8, Z7 Aber natürlich gibt es auch Positives zu berichten. Da wäre z.B. ein Sensor mit 45 MP der Extraklasse. Allein deswegen hat sich der Kauf gelohnt. Das Farbrauschen welches bei einer Z7 zweifelsohne bei einer Langzeitbelichtung störend auftritt, ist bei der neuen Nikon Z8 um einiges schwächer. Ja dieser Sensor ist ein Super Ding, das ist mir gleich bei der ersten (kurzen) Langzeitbelichtung aufgefallen, absolut kein Farbrauschen, einfach perfekt. Der Dynamikumfang hat nochmals einen Sprung gemacht, wenn auch nur ein kleiner. Ich denke die Zeiten der grossen Sprünge sind sowieso vorbei. Neu ist auch der Sensor Shield, dieser schützt den Sensor vor Staub etc. beim Objektivwechsel. Finde ich sehr gut. Aber etwas sehr wichtiges habe ich beinahe vergessen, vielleicht weil es bei mir nie im Vordergrund stand. Trotzdem ist es schön wurde dieses Manko jetzt behoben: Der Autofokus. Der hat jetzt wieder das Niveau von der guten alten Nikon D850 und dieser Fokus stellte auf wirklich alles scharf, auch bei Vollmondlicht. Damit hatte ich bei der Z7 ja richtig Probleme, aber irgendwie ging es auch. Aber es ist auch hier beruhigend zu wissen dass der Autofokus bei der Z8 kein Thema mehr ist. Luzern Kapellbrücke Eine weitere positive Sache sind die beiden Speicherkartenslots. Neu ist jetzt auch der gute alte SD Karten Slot mit am Start. Aber vermisst habe ich den eigentlich nicht. Die CF Express Karten sind so widerstandsfähig, bei mir sind immer noch die ersten beiden von 2019 im Einsatz und den verrichten sie tadellos. Aber die SD Karten sind eine günstige Backup Alternative in der Kamera. Nikon Z8 mit Funkfernbedienung Aber was passiert jetzt mit meiner Nikon Z7? Wird die jetzt verscherbelt? Nein, die werde ich behalten, sie hat erst 8000 Auslösungen, das ist sehr, sehr wenig für eine 5 Jahre alte Kamera. Sie wird weiterhin mein treuer Begleiter auf meinen E-Mountainbike Touren im Oberbaselbiet sein. Mit dem Nikkor 24-200mm eine perfekte Kombi wenn Gewichtsparen angesagt ist. Nikon Z8 mit Nikkor 24-70 2.8 Fazit: Nein ich habe den Kauf nicht bereut! Zu wissen dass dieser 45MP Sensor, welchen ich ja schon in der D850 und Z7 hatte/habe, nochmals einen Sprung nach vorne gemacht hat, lässt mich dieses oder jenes Projekt noch etwas gelassener angehen. Noch etwas in eigener Sache: Auch wenn der Titel dieses Beitrags unter Testbericht läuft, erhebe ich keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit, auch würde ich lieber einen andern Titel verwenden, aber da sind wir wieder am Anfang des Blogs, bei Youtube. Auch ich brauche Klicks und diese sind halt bei Google mit dem Keyword "Testbericht" höher bewertet als mit "Juhuuu ich habe eine Z8...." Nikon Z8 Zum Schluss noch dies: Falls du heute in das Nikon Z System einsteigen möchtest, hast du eine grosse Auswahl an Objektiven, auch von Fremdherstellern. Damals 2019, war die Auswahl sehr beschränkt. Ich kaufte mir das Nikkor 14-30mm f4 und das schw....teure Nikkor 24-70mm 2.8 . Alleine diese beiden Objektive kosteten mich rund 4700.00 Fr. Später kam noch das Tamron 70-200 SP 70-200mm 2.8 Di VC USD G2 dazu mit Adapter. Das waren zusätzlich nochmals 1200 Fr. Damit ich also den klassischen Landschaftsfotografie Brennweitenbereich abdecken konnte, waren rund 6000 Fr. für Objektive fällig. Heute, 2024 sieht das viel komfortabler und vor allem günstiger aus. Meine Objektive wären heute: Nikkor Z 14-30 mm f/4 S (Fr. 1179.00 das Objektiv ist einfach genial) Tamron 28-75mm f/2.8 Di III VXD G2 (Fr. 713.00) Dieses Objektiv kenne ich leider nicht, aber was ich von Tamron bis jetzt gesehen habe, bin ich mir sicher dass auch dieses Objektiv keinen Vergleich scheuen muss. Tamron AF 70-300mm F/4.5-6.3 Di III RXD (Fr. 542.00) Testbericht hier Wenn wir das zusammenzählen landen wir bei Fr. 2434.00, das ist doch ein Argument oder? Ich habe schon so viele Bilder und Fotodateien verkauft, noch nie hat mich jemand nach dem verwendeten Objektiv gefragt. Warum soll ich bei den ständig sinkenden Einnahmen durch Bildverkäufe dieses Geld auch noch in mega teure Objektive investieren? Wegen besserer Qualität? Tamron und Sigma spielen heute auch in der obersten Liga. Es macht ja keinen Sinn eine teure Kamera mit schlechten Objektiven zu betreiben. 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  • Ein Rückblick auf ein spezielles Jahr 2024

    Früher hiessen diese Beiträge auch Top 12 oder Best of oder was auch immer. Den letzten Rückblick auf das jeweilige Jahr habe ich 2021 gemacht. Das sind jetzt also doch schon 3 Jahre her, es wird Zeit diese Tradition wieder aufzunehmen, vielleicht nicht jedes Jahr... Für mich gibt es ei Highlight welches das Jahr 2024 im Rückblick in ein ganz besonderes Licht stellt, dazu später mehr. Im Januar hatte es zum zweitenmal in diesem Winter geschneit, nicht viel, aber immerhin. Ich liess meine Drohne unterhalb der Bölchenfluh steigen, um diese spezielle Stimmung frühmorgens festzuhalten. Bölchenfluh Sonnenaufgang Bei diesem Foto versuchte ich mich an der typischen "into the Light" Darstellung, also ein angedeuteter Sonnenaufgang auf der Seite. Interessanterweise schaut die Dame bei der Fahne in Richtung Sonnenaufgang und verleiht dem Foto den besonderen Touch. Dieses Jahr war ich sehr viel mit der Drohne unterwegs. Ich finde das inzwischen sehr praktisch auf beide Aufnahmearten zurückgreifen zu können, Drohne UND Kamera. Womit auch schon ein Stichwort gefallen ist: Im Juni gönnte ich mir eine neue Kamera. Eine Nikon Z8. Und nach rund 6 Monaten im Einsatz darf ich sagen, der Kauf hat sich gelohnt. Der Dynamikumfang hat nochmals zugelegt, jetzt nicht gerade in sehr grossen Schritten, aber spürbar. Zum erstenmal ist eine "ausgediente" Kamera auch nicht auf einer Auktionsplattform gelandet wie früher, sondern die Nikon Z7 leistet mir weiterhin gute Dienste auf meinen E-Biketouren. Zusammen mit dem Nikkor Z 24-200 eine perfekte Kombi, da die Z7 einiges kleiner und leichter ist. Nikon Z7 mit Dji Air2 S In den ersten Monaten des neuen Jahres war ich nicht sehr aktiv, das hing auch mit dem Wohnungswechsel zusammen, nach 26 Jahren Sissach kehrte ich auf den 1.12.2023 zurück nach Gelterkinden, mein Heimatort und hier bin ich auch aufgewachsen. Ok, das ist jetzt keine Weltreise.....aber nach 26 Jahren trotzdem eine Umstellung. Hier noch ein Foto mit der guten alten Nikon Z7 und dem 24-200mm Zoom. Kirschblüte in Rünenberg Weil ich vom Wohnzimmer (Ja vom Büro auch) so eine schöne Aussicht auf Gelterkinden habe, versuchte ich mich mit verschiedenen Zugmodellen die ja zahlreich vorbeifuhren. Ich wollte die ganze Sammlung zu jeder Jahreszeit. Hier stellvertretend für die vielen andern, der TGV vor der Kirche im Herbst, sowie eines ohne Zug dafür mit heftigem Schneefall. Gelterkinden-Baselland Gelterkinden Wie du sicher feststellst ist das jetzt kein Rückblick auf die klassischen Top 12, sondern auch nach Themen gegliedert. Im Juni entschloss ich mich dann doch zum Kauf der Nikon Z8. Schon lange wollte ich die Lupinen im Oberengadin fotografieren und Anfang Juli standen die in schönster Blüte und ein perfekter Spot um die Z8 zu testen. Abends war ich vor Ort und konnte mich in aller Ruhe umsehen und planen, kein Mensch weit und breit. Eigentlich dachte ich dass sich das am nächsten Morgen ändern wird, aber Fehlanzeige. Nach einer ruhigen Nacht in meinem Minicamper war ich frühmorgens wieder vor Ort.....falls es dich interessiert, der blaue Link oben führt zu dem ausführlichen Blog über diese Lupinen. Stellvertretend hier noch ein Foto: Lupinen im Oberengadin Für mich war dieser Besuch bei den Lupinen im Oberengadin ein weiteres Highlight des Jahres 2024. Schon so viele Jahre wollte ich dahin, einen Hauch von Kanada erleben. Aber das Engadin liegt halt nicht gleich um die Ecke, vom Oberbaselbiet ist es doch ein ganzes Stück bis ins Oberengadin. Es hat ja geklappt, die Lupinen blühten prächtig, die neue Kamera tat was sie tun musste und ich war Happy. So konnte es weitergehen in die 2. Hälfte des Jahres 2025. Leider war mein nächster Ausflug nicht von Erfolg gekrönt, auf dem Grimselpass lag der Schnee immer noch sehr hoch und eine Wanderung auf das Sidelhorn unmöglich. Ich fuhr dann ins Wallis und ins Turtmanntal, aber eben ohne Erfolg. Im August wollte ich endlich wieder mal ins Tessin, dieser Kanton ruft bei mir keine angenehmen Erinnerungen hervor. Durfte ich doch die meiste Zeit meiner Militärpflicht in diesem Kanton verbringen. So stand ich auch vor jenem Tor an dem meine "Militärkarriere" als Rekrut begann. Damals schrie mich irgend so ein Kasernengärtner auf italienisch an und ich verstand nur Bahnhof. Bis mich ein Leidensgenosse darauf aufmerksam machte, dass er den Marschbefehl sehen wollte. Das fing ja gut an. Kaserne Aber zuerst machte ich einen geplanten Stopp an der Tremola, der alten Gotthardpassstrasse. Lighttrails standen auf dem Plan. Soweit so gut......aber im Sommer verkehren da so wenig Autos, vielleicht mal ein Möchtegern Eddy Merckx der sich die Kurven hochkämpft. Aber ich sah schnell das wird wohl nix und machte mich vom Acker. Ein Wasserfall stand jetzt auf der Liste und das sollte noch perfekt passen vom Licht. War alles super, nur reichten die 14mm Brennweite nicht für ein Foto im Querformat, Ok, ich hätte ein paar Hochkant Aufnahmen machen können und später in Photoshop zusammenbasteln, aber die Gischt war so stark das mir das ewige Objektiv trocknen auch bald verleidete. So fuhr ich weiter ins Valle Verzasca. Gleich neben der Ponte dei Salti übernachtete ich auf dem Parkplatz. Aber es war so heiss dass nix wurde mit schlafen. Dafür war ich sehr froh um den Kühlschrank, da lassen sich sogar Fischstäbchen oder Koteletts tiefkühlen.....wenn man das denn möchte. Mein Mineralwasser zeigte jedenfalls schon Erfrierungserscheinungen, der Kühlschrank war zu kalt eingestellt. Schon um kurz nach Fünf Uhr morgens turnte ich unten auf den Felsen rum. Ich war jetzt eher weniger auf die Brücke fixiert, dafür mehr in die andere Richtung auf die Kirche von Lavertezzo. Vielleicht fällt dir bei diesem Foto etwas auf? Lavertezzo - Ticino Ja, hier habe ich mit der Stirnlampe nachgeholfen und die Steine ausgeleuchtet, weil es war ja noch stockdunkel. Ich finde das ist mir sehr gut gelungen, habe ja auch einige Übung mit dem ausleuchten von Objekten. Ich wartete noch bis irgendwann die Sonne hinter dem Bergkamm erscheinen sollte und im Vordergrund die Ponte dei Salti Brücke, aber auch daraus wurde nichts, genau als die Sonne hinter dem Bergkamm erscheinen sollte verdeckte eine fette Wolke die Sonne. Inzwischen war es doch sehr heiss, der Vormittag war schon weit fortgeschritten. So machte ich mich vom Acker, mein Ziel war Lugano, aber so weit sollte es gar nicht kommen, die Hitze war abartig. Ja klar Klima im Auto, aber das Auto kann ich ja nicht den ganzen Tag laufen lassen. Ich wollte nur noch in die Höhe, diesmal auf den Nufenenpass mit rund 2500 m.ü.M. Dort oben war es einfach herrlich, rund 19 Grad und ich schlief im Auto ein paar Stunden. Ich wollte eigentlich gar nicht mehr ins Tal runter, aber ich wollte auch frühzeitig zum Sonnenuntergang in Montreux beim Schloss Chillon sein. Schloss Chillon bei Montreux Ich war erst einmal hier, das muss im Januar 2016 gewesen sein. Damals mit Schnitzel. Ich kann mich noch gut an das Gespräch an der Schiffanlegestelle erinnern, als ich erwähnte, dass ich mir demnächst auch eine Nikon D810 kaufen werde. Er hatte schon eine. Darauf meinte Schnitzel: " Diese Kamera verträgt dann aber keine Fehler mehr!" Aber zurück zu diesem August 2024. Ich war frühzeitig am Genfersee und genoss die Zeit am Beach mit einem Schwumm im herrlich kühlen Wasser. Auch an den Gestaden des Genfersees war es gute 30 Grad. Nachdem ich die Fotos im Kasten hatte, machte ich mich auf den Heimweg. Im Oktober wollte ich dieses Schloss nochmals mit den Herbstfarben fotografieren. Aber der Reihe nach. Auf meinen vielen Bike Touren entdecke ich auch immer Neues. Vielleicht noch ein paar Worte dazu. Vor einigen Jahren nach dem Austritt bei Lightexplorers musste ich auch andere Wege gehen. Einer wurde ja schon vor Jahren ausgiebig an anderen Stellen diskutiert. Ein anderer war zurück zu den Wurzeln, das Baselbiet hat noch so viel Schönes zu bieten. Wie oft musste ich früher antworten: "Nein, ich habe leider kein Foto davon..." Stellvertretend für viele andere Baselbieter Fotos von diesem Jahr 2024: ein Wanderweg führt durch einen natürlichen Tunnel aus Ästen, vorbei an mächtigen Weidenstämmen. Baselland Solche Fotos sind jetzt nicht der Burner, aber sie sind gefragt und sie bringen gutes Geld. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen dass man mit depressiven Waldbildern noch Geld verdienen kann, ausser vielleicht als Werbung für Workshops oder für ein Buch, aber sonst?? Und vom Verkauf eines Fotos wirst du auch nicht satt, aber vielleicht hast du andere Erfahrungen? So fotografiere ich heute auch abseits von Instagram und Facebook Landschaften, einfach mehr Kommerziell. Hier noch ein weiteres Bild, dieses Foto schmückt heute die Website von diesem kleinen Oberbaselbieter Dorf Hemmiken: Oberbaselbiet Und schon haben wir Herbst! Ich schwärme noch jetzt von diesen traumhaften Nebellagen, ganz besonders in Erinnerung ist mir jener Morgen Anfangs November als ich schon um 5 Uhr in der Früh alleine dort oben stand und unter mir das Nebelmeer. Einfach gewaltig war das. Oder jener Morgen als die Nebelobergrenze um die 1000m war und ich mit der Drohne aufstieg und die Bölchenfluh suchte. Dieser Anblick wie diese kleine Fluh umgeben von Nebel herausragte, einfach ein Wahnsinns schöner Anblick! Belchenfluh-Baselland Auch ein Objekt welches bei mir immer auf dem Radar ist: die Kirche von Kilchberg. Wie ich da an diesem Morgen den Nebel beobachtete und die Kirche noch vollkommen verschwunden war und es auch noch stockdunkel war, fuhr plötzlich die Polizei an den Strassenrand und fragte mich was ich da fotografiere. Mit dem grossen Objektiv war ich natürlich verdächtig, ja die Baselbieter Polizei ist auch in der tiefsten Pampa jederzei bereit. Ich erklärte ihnen was ich vorhatte, aber begriffen haben sie es wahrscheinlich bis heute nicht! Kilchberg - Baselland Den Oktober habe ich jetzt beinahe übersprungen, aber wie schön dieser Herbst war, habe ich schon in diesem Blogpost ausführlich beschrieben: Ein fantastischer Herbst 2024 Stellvertretend auch hier noch ein Foto von meinem 2-tägigen Ausflug an den Genfersee und die Rebberge des Lavaux. Rivaz am Genfersee Ende November kam der Winter, schon Anfangs Jahr habe ich mich viel auf Drohnenaufnahmen konzentriert, ich denke das Verhältnis ist fast fifty-fifty. Luftaufnahme Jura Hier habe ich mich hauptsächlich auf Panoramas konzentriert. Auch das hat natürlich seinen Grund, vielleicht mal mehr dazu nächstes Jahr. Aber es ist auch für mich immer wieder faszinierend diese Aufnahmen aus der Luft anzuschauen. Viele meiner Biketrails sieht man hier von oben und ich freue mich schon auf den Frühling und vor allem den Sommer, wenn ich wieder über die Hügel von unserem Baselbiet biken kann. Sissach Oben eine Luftaufnahme von Sissach und unten von Gelterkinden wo ich seit 01.12.2023 wieder wohne. Oberbaselbiet Panorama Und zum Schluss von diesem erfolgreichen Jahr darf natürlich das zweite Highlight nicht unerwähnt bleiben: nach 6 Jahren Unterbruch startet der Bölchen Fotoevent am 22.11.2025 wieder. Auch darüber gibt es einen Blogpost. Wir würden uns freuen wenn auch DU dabei bist. Langenbruck-Baselland Foto oben: Langenbruck am 29.12.2024 Rünenberg - Baselland Gelterkinden Abonniere doch meinen Newsletter ganz unten auf dieser Seite und du wirst immer sofort und als einer der Ersten informiert, wenn ein neuer Post auf meiner Website online ist. Ca. 5-6 mal pro Jahr. An dieser Stelle auch mal ein Herzliches Dankeschön an die rund 1000 Abonnenten. Jeder einzelne hat es verdient, dass ich ihn persönlich im Blog mit "Du" anspreche. Ich freue mich auf weitere 1000 Abonnenten! Eine wunderschöne Weihnacht wünsche ich dir und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Vielleicht sehen wir uns ja am Bölchen-Fotoevent 2025? Würde mich freuen!

  • Bergmatten - Zeglingen

    Eigentlich wollte ich hier einen anderen Titel nehmen, aber diese Region ist ein beliebtes Wanderziel und auch ein Teil des Jurahöhenwanderweg, oder man wandert zumindest in Sichtweite dieser wunderschönen Bergweide mit den unzähligen Scheunen. Im Winter wird dort oben gerne Langlaufsport betrieben auf einer gespurten Loipe. Auch ein kleiner Skilift ist etwas unterhalb auf der Staffelalp vorhanden. Dort steht auch eine grosse Skihütte. Scheune Bergmatten, Zeglingen BL Das Foto oben habe ich im Oktober 2021 gemacht. Schon einige Tage vorher fuh ich immer mit dem E-Mountainbike bei dieser Scheune vorbei, um zu kontrollieren wie weit die Blattverfärbung schon fortgeschritten war. An diesem späten Nachmittag Mitte Oktober war ich wieder vor Ort. Eine fast geschlossene Wolkendecke liess nichts Gutes erahnen, aber weit im Westen war eine langgezogen Lücke in den Wolken. So hoffte ich auf gutes Licht. Da der Wald hinten schon hässliche Lücken aufwies, wollte ich die Scheune mit den Bäumen vom Hintergrund hervorheben. Wie schon so oft wenn ich auf dieser Bergwiese vorbeikomme, sitze ich auf dem breiten Grat und geniesse die Aussicht gegen Westen. An klaren Herbsttagen sieht man sogar die Roche Towers von Basel. Ob das jetzt eine wünschenswerte Ansicht ist bleibt jedem selbst überlassen, aber die Distanz dürfte knapp 30km betragen. So wartete ich rund 2 Stunden in der Hoffnung die Sonne würde ein spezielles Licht auf diese Baumgruppe hinter der Feldscheune werfen. So war es denn auch. Man sieht es vielleicht erst bei genauerem hinschauen. Zu stark hätte es auch nicht sein dürfen, sonst wären die Blätter ausgebrannt. Die Bäume sind gefällt rund um die Feldscheune auf Bergmatten bei Zeglingen Tabula Rasa.....die Bäume sind gefällt und abtransportiert. Scheune auf Bergmatten Zeglingen Baselland So schön war es im Frühling 2022 Bergmatten Zeglingen Baselland Eigentlich wollte ich diese Rodung in einer lokalen Zeitung publik machen, aber es bringt die Bäume auch nicht zurück. Ich hörte die Motorsäge schon von weitem heulen, aber das ist im März ja nichts besonderes. Als ich jedoch auf dem Waldweg hinten hier vorbeifuhr und das Massaker in vollem Gange war, musste ich mir das aus der Nähe ansehen. Wut und Entäuschung machten sich bei mir breit, ich konnte auch beim nächsten Besuch zwei Tage später nichts aussergewöhnliches an den Baumstrünken feststellen. Ja, etwa 3 Bäume musste man fällen, das sieht man auf den Fotos, die waren dürr, aber die andern? Wie ich da oben auf der Kuppe im Gras sass und dem Treiben zusah....und hörte, kam mir eine Begegnung vor ca. 2 Wochen in den Sinn. Ich fuhr vom Farnsberg den Wald runter Richtung Buuseregg. Unterwegs kamen mir Wanderer entgegen welche alle hangaufwärts schauten. Bei einem hielt ich an und fragte ihn ob er einen Wolf oder eine Gämse sähe. Er musste lachen und erklärte mir, dass er über diese grossflächige Rodung staune. Kein Baum steht mehr an diesem steilen Hang. Wir diskutierten ein paar Minuten und bei dieser Gelegenheit erwähnte ich dass kürzlich diese grossflächigen Waldrodungen im Oberbaselbiet auch ein Thema in einer lokalen Zeitung waren. Dort beklagten sich Leser über diese Rodungen und die Holzfäller über die teilweise agressiven Bemerkungen der Wanderer. Bergmatten Zeglingen Immer wieder sieht man die typischen Feldscheunen auf der Bergmatten bei Zeglingen im Oberbaselbiet. Feldscheune Bergmatten Zeglingen BL Schon 2014 versuchte ich diese Scheune ins rechte Licht zu rücken. Die Idee, dass man das Ganze von weiter oben viel besser in Szene setzen kann, kam mir erst später. Feldscheune Bergmatten Einmal waren wir auch während eines Baselbieter Fotoworkshop (2020) bei dieser Scheune. Zeglingen Bergmatten Ist das noch schön? Man könnte ja die Scheune auch noch entfernen, ist sowieso nur Deko! Baumstrunk Bergmatten Feldscheune War diese gefällte Buche krank? Bergmatten bei Zeglingen Nachdem schon wenige Jahre zuvor der Wald hinten gerodet wurde, machte man nun auch nicht vor den paar Buchen und zwei Eschen bei der Feldscheune halt. Blick von der Meiers Weid auf Bergmatten bei Zeglingen Hier war ich mit dem Mountainbike unterwegs von der Schafmatt rüber auf die Bergmatten. Die Sonne verschwand schon hinter einem Jurahügel. Auf Bergmatten oberhalb Zeglingen mit dem E-Mountainbike 2021 Ja auch im tiefsten Winter (Jan 2021) zieht es mich immer wieder auf die Bergmatten, hier sogar mit dem E-Mountainbike. Als ich auf dem Schlittelweg runter zur Skihütte Staffelalp fuhr, schaute man mir mit grossen Augen nach..... Baselbieter Jura Schon Ende November 2024 hatte es das erste Mal geschneit. Ich nutzte diese Zeit um einige Fotos und Panoramen von dieser (hinteren) Jurakette zu machen. Auf dem obigen Bild sieht man die Feldscheune mit den jetzt gefällten Bäumen, gleich oberhalb der roten Schrift. Vielleicht fragt sich der eine oder andere Leser warum ich diese wunderschöne Region jetzt so öffentlich darstelle? Der Spot mit dieser Scheune und der Baumgruppe ist auf Jahrzehnte hinaus zerstört. Eigentlich wollte ich diese Location mit frischgefallenem Schnee fotografieren. Oben ist ein Foto mit dem Mountainbike im Winter, damals hätte es gepasst, aber ich hatte keine Kamera dabei. Aber vielleicht findet ja jemand eine weitere interessante Komposition? Zudem ist seit wenigen Jahren bei der Skihütte ein Fahrverbot, früher konnte man quasi bei der Scheune parken. Das heisst jetzt zu Fuss, oder mit dem Fahrrad von der Skihütte unten hoch auf die Bergmatten. Bergmatten Zeglingen Ich wohnte selber mal sieben Jahre in Zeglingen und kenne diese Gegend sehr gut. Stundenlange Streifzüge mit meinem Hund in den frühen 80er Jahren und später mit dem Mountainbike, weckten in mir die Faszination für diese Region im Baselbieter Jura. Auf zu neuen Waldrodungen! Abonniere doch meinen Newsletter ganz unten auf dieser Seite und du wirst immer sofort und als einer der Ersten informiert, wenn ein neuer Post auf meiner Website online ist. Ca. 3-4 x pro Jahr.

  • 10 Jahre Nebelwelle

    Genau heute vor 10 Jahren, am 14.11.2014 gelang mir meine erste, perfekte Nebelwelle. Auch wenn ich nicht der Erfinder der Nebelwellen bin, darf ich doch zu recht behaupten, dass ich sie populär gemacht habe. Zu diesem10-jährigen Jubiläum erzähle ich die Geschichte wie es eigentlich dazu kam. Nebelwelle - Schweizer Belchen Im April 2011 kaufte ich meine erste digitale Spiegelreflex Kamera. Schon am nächsten Tag zog ich los auf den Bölchen und knipste was die Kamera hergab. Bald lernte ich auch Werner Schmutz kennen, welcher dort oben den Hof Nieder-Bölchen bewirtschaftete, in der Zwischenzeit macht das sein Sohn. Werner gab mir manch wertvollen Tipp rund um den Bölchen. So war ich oft tagelang auf allen verschlungenen Pfaden unterwegs. Ich entdeckte spannende Fotospots, war mir aber über das Potenzial noch nicht im klaren. Es war mir auch gar nicht bewusst wie populär die Region auch für Geocacher (gäll Tino) und Historiker war. Aber ich saugte alle Infos auf wie ein Schwamm, wanderte auf den verschlungenen Pfaden welche im 1.Weltkrieg angelegt wurden. So erlebte ich die Schweizer Belchenregion aus der Sicht eines Wanderers. Was ich im übrigen nicht bin und auch nicht gerne mache, ich bin da eher der Biker, schnell in die Höhe und den Ausblick ausgiebig geniessen! Aber zurück ins Jahr 2011. Es wurde Herbst und noch immer war ich 2-3 Mal wöchentlich auf der Bölchenfluh. Die ersten Nebelschwaden strichen um die Fluh und bildeten eine Welle wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe. Ja, es ist was anderes wenn man dieses Schauspiel von der Seite bestaunen kann. Von vorne habe ich dieses Phänomen schon oft gesehen. Während ich in den Sommermonaten oft alleine auf der Fluh war, kamen jetzt immer mehr Fotografen hoch. Aber es hielt sich alles in Grenzen, so 2-3 waren es wohl gewesen. Aber ein Erlebnis ist mir geblieben: Ich schaute einem Fotografen zu, wie er da über und unter dem Geländer knipste, er machte unglaubliche Verrenkungen fast wie ein Schlangenmensch. Als er eine kurze Pause einlegte, wahrscheinlich um Luft zu holen. Inzwischen weiss wohl jeder Flachlandfotograf wie dünn die Luft dort oben ist...Na ja, in einer dieser kurzen Pausen sah ich, dass er das neuste Modell von Nikon hatte. Eine Nikon D5100, eine APS-C Kamera. Ich sprach ihn darauf an und er schwärmte von diesem Teil. Ich erinnere mich noch wie er einen abschätzigen Blick auf meine 12 Mp Nikon D5000 warf und meinte wortwörtlich: "....vielleicht kannst du dir ja auch mal eine Nikon D5100 leisten...." und machte weiter mit seinen Verrenkungen über und unter dem Geländer......ich dachte mir: was für ein Idiot. Etwas Gutes hatte diese Begegnung, mein Ehrgeiz war endgültig geweckt. Ich habe den Verrenkungskünstler nie mehr dort oben angetroffen. Wahrscheinlich hat ein Zirkus sein Talent erkannt und er tritt jetzt anstelle der Tanzbären dort in der Manege auf. Man möge mir meinen Sarkasmus verzeihen, ich bin einfach so. Dafür lernte ich immer mehr Fotografen aus der ganzen Schweiz kennen. Einige Freundschaften halten bis heute und auch die stürmische Coronazeit hat daran nichts geändert. So bin ich immer noch mit Andreas Gerth oder Jan Geerk unterwegs, auch mit Kevin Buess war ich schon auf der Belchenfluh. Aber zurück zum Ursprung von diesem ersten perfekten Nebelwellenfoto. Die Idee dazu entstand im Sommer 2013. Anfang August stand ich frühmorgens an diesem Ort und wartete auf den Sonnenaufgang, damals kam mir die Idee zu diesem Foto, aber etwas würde, so wie der Spot im Sommer 2013 war, ganz gewaltig stören: Die Äste welche weit in das Bild hineinragten. Ich denke einige wissen was danach passierte. Richtig, ein paar Tage später rückte ich diesen Ästen mit einer Säge zu Leibe. Ja, so war das damals: was nicht passt wird passend gemacht! Und dieser Spruch traf noch auf den einen oder andern Fotografen zu. Etwas wichtiges fehlte mir aber im Herbst 2013 noch: ein Lee Big Stopper Filter! Lieferfristen bis zu 6 Monaten waren damals normal. Jeder Fotograf der was auf sich hielt schwärmte von diesen Lee Filter. Warum ich von Lee zu NiSi und dann zu Kase gewechselt habe, ist mir heute ein Rätsel. Obwohl die Slimline Serie von Kase schon cool ist.... In diesem Herbst 2013 waren auch die Nebelhöhen nie perfekt. Das sollte im Herbst 2014 aber ganz anders werden! In der Zwischenzeit hatte ich die drei Filter von Lee erhalten: einen Big Stopper 10x und einen Little Stopper 6x ND Filter. Sowie einen Soft Verlaufsfilter. An diesem Freitag den 14.11 war ich schon sehr früh auf dem Kilchzimmersattel. Inzwischen hatte auch ich schon längst umgestellt auf eine Vollformat Kamera. Ich war dort mit einem ehemals befreundeten Fotografen verabredet. Wie ich so im Auto sass und wartete, fuhr ein Geländewagen mit AG Nummernschilder ganz langsam vorbei. Der Beifahrer stieg aus und studierte den Wanderwegweiser. Als sie weiter fuhren zum unteren Parkplatz war mir klar, die suchen den Ankenballen und sind ortsunkundig. Als sie weg waren stieg ich dann ebenfalls aus und machte mich auf den Weg, da mein Kollege etwas Verspätung hatte. Kurz bevor ich beim Spot ankam, hörte ich Stimmen. Da sassen die beiden unweit bei einer Grillstelle und unterhielten sich. Ich schaltete mein "Kopfladärnli" aus und schlich unbemerkt den kleinen Hang hoch. Oben angekommen wartete ich im Dunkeln. Der Nebel war noch zu hoch für eine fette Fogwave. Etwa 15 Min. später traf mein Kollege ein, lautstark parlierte er da unten und seine Stirnlampe leuchtete den Wald aus wie das Flutlicht den Rasen im Joggeli und mir waren die Hände gebunden wegen der zwei anderen Fotografen, welche immer noch bei der Grillstelle sassen. Natürlich bemerkten sie uns jetzt. Aber sie zogen weiter zum Ankenballen Fotospot. Nachdem wir etwa 45 Min. gewartet haben und der Nebel immer gleich hoch blieb, zogen wir auch rüber zum Ankenballen Fotospot, wir können ja später wieder zurück......dachten wir! Von den beiden Aargauer Fotografen war nichts mehr zu sehen. Wir machten unsere Fotos und gingen zurück zu "unserem" Spot. Aber oha lätz....da sassen schon die beiden Fotografen von vorher! Ich muss ehrlich gestehen, in mir stieg eine dezente Wut hoch! Rund 1.5 Std. hatte ich 15 Monate vorher geholzt und jetzt sitzen da zwei fremde Fotografen, aber das wussten die beiden ja nicht. Es gab ein kurzes Wortgefecht und sie gaben den Platz frei. Eigentlich bin ich nie aufgeregt beim Fotografieren, entweder es gibt was oder dann halt nicht! An diesem Morgen war das anders. Ich wusste dass dieser Spot sehr schnell populär werden wird, zudem hatte ich praktisch null Erfahrung mit Filtern. Ich montierte nur den Lee Bigstopper. Aus Furcht vor dicken Lensflares, weil die Sonne schon knapp seitlich reinschien, benutzte ich keinen Verlaufsfilter. (ja ich weiss, heute ist das alles einfacher, aber Kinder das war vor 10 Jahren, Stative waren damals auch noch aus Gusseisen...oder so) Ich wusste auch, dass ich nicht manchen Versuch habe, ich lass bis heute immer die Rauschunterdrückung in der Kamera auf On. Die Macht der Gewohnheit! Was soll ich zum Ergebnis sagen? Es ist für mich bis heute das beste Foto von diesem Spot. Tausendfach kopiert aber nie erreicht! Anfangs störte mich die schnell aufkommende Popularität von dieser Fotolocation und natürlich auch von der Belchenfluh, es war mühsam wenn schon einer oder mehrere Fotografen sich an diesen Spots breitmachten. Aber mit den Jahren machte es mich auch irgendwie stolz, dass meine Fotos so oft kopiert werden. Heute mag ich jedem seine Nebelwelle gönnen, ich habe neue Ideen in der Schweizer Belchenregion. Eine davon ist mir am 11.11.2015 gelungen, also ziemlich genau 10 Jahre nach der ersten Nebelwelle am Belchen, weitere werden folgen....vielleicht. Belchenfluh Baselland Natürlich habe ich auch auf der Bölchenfluh den einen oder andern Prachtsshot gemacht, stellvertretend diese Aufnahme unten. Ich war mit Andreas Gerth, Dennis Heidrich und Christoph Engelmohr an einem Winterabend im Januar 2018 auf der Bölchenfluh. Während die andern schon zusammenpackten, montierte ich meine Kamera auf das Stativ und realisierte diese Aufnahme. Nebelwelle auf der Belchenfluh Mein Kollege von damals, welcher mir übrigens die Säge für diese Holzfällerarbeit geliehen hat, hat sich mit seiner hinterhältigen Aktion, damals bei Lightexplorers, selber ins Abseits befördert. Schade hat er sich dazu verleiten lassen, aber es war seine freie Entscheidung! Ich selber war die letzten Jahre vor allem im Baselbiet unterwegs, meistens mit dem E-Mountainbike, so konnte ich die abgelegensten Orte im Ober-Baselbiet erreichen und viele Aufträge erledigen. So fotografiere ich heute für einige Gemeinden im Baselbiet, dafür räume ich mir aber immer genügend Zeit ein. Auch ich musste lernen, nicht immer alles offen zu legen und viele Ideen für mich zu behalten. Nichtdestotrotz hat für mich die Schweizer Belchenregion nichts an ihrer Faszination verloren. Warum denn in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah. Und wir tun aktiv was für die Umwelt ....oder so ähnlich...dafür klopfen wir uns bei nächster Gelegenheit mal gegenseitig auf die Schulter! Aber Spass und Sarkasmus jetzt mal aussen vor: jeder weiss, dass ein Fotograf alles andere als ein Naturschützer ist, er geht vielleicht sorgsam mit der Natur um, das ist aber auch schon alles! An den tausenden von Kilometern welche man in die Toskana oder sonst wohin fährt, hat die Natur eher weniger Freude! Vielleicht sind wir uns da ausnahmsweise mal einig? Hier noch ein neueres Foto von einer Nebelwelle im Schweizer Jura: 19.01.2025 Nebelwelle im Schweizer Jura Damit will ich hier diesen Blogpost beenden, ich bedanke mich für deine Aufmerksamkeit, wir sehen uns am Bölchen! Good News : für den geplanten Fotoevent im Berghaus Ober-Bölchen haben wir den ersten Vortrag fixiert, weitere werden folgen: es ist Florian Warnecke aus Bayern, er wird an diesem Event einen Beitrag über seine einmalig schön fotografierte Tierwelt in ganz Europa machen. Vielen Dank Florian für deine spontane Zusage! Termin: 22.11.2025 Ein weiterer Blogpost über diesen wunderschönen Herbst 2024 findest du: Hier Abonniere doch meinen Newsletter ganz unten auf dieser Seite und du wirst immer sofort und als einer der Ersten informiert, wenn ein neuer Post auf meiner Website online ist. 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  • Instagram: der grosse Influencer Schwindel

    Instagram ist noch immer hoch im Kurs bei Fotografen, die Jagd nach Followern kennt keine Grenzen. Leider auch mit illegalen Mitteln. Instagram verbietet den Einsatz von Ro(bot)ern. Trotzdem setzen noch immer viele Instagramer auf Bots um die Follower Zahl künstlich zu erhöhen und noch immer fallen Firmen auf diesen Schwindel rein. Wenn du bei Google nach Instagram Bot oder ähnlichem suchst, wirst du schnell fündig. Unzählige Anbieter buhlen um deine Gunst. Nicht gratis, aber bei vielen kriegst du ein kostenloses Probe Abo. Wie kann ich jetzt aber feststellen ob jemand einen Bot benutzt? Für mich gibt es ein wichtiges Indiz: Schau dir die Abonnenten Zahl des jeweiligen Insta Accounts an, schwankt diese um die 2000 Abonnenten lohnt es sich genauer hinzuschauen. Rund 2000 Abonnenten haben sich inzwischen als soliden Anhaltspunkt für eine Bot Benutzung bewährt. Mach einen Printscreen von diesem Account und beobachte ein paar Tage später wie sich die Zahlen verändern. Du weisst selber wie zeitaufwendig Instagram sein kann! Möchtest du 2000 Accounts folgen? Nicht wirklich oder? Deine dir wichtigen Accounts gehen in der Masse unter. Bald folgen Fragen wie: "du likest nie ein Foto von mir...." Aber dieser Nutzer taucht bei der Fülle an Accounts, welchen du folgst, einfach nicht mehr auf. Eine solche Taste wünschen sich viele... Oder Follower, welche dir gefolgt sind, weil du ihnen folgst, resp. der Bot, merken plötzlich dass du ihnen nicht mehr folgst! Ein Satz auf einem Instagram Profil ist mir in Erinnerung geblieben: "....schade fürs erneute entfolgen..." Die Antwort darauf: "...seit dem Insta Update habe ich immer wieder Probleme..." Das war gelogen, ein Instagram Update gab es damals nicht, es war der Bot welcher dem Follower gefolgt und später wieder entfolgt ist. Den kann man so programmieren damit er den Leuten nach etwa 48-72 Std. wieder entfolgt. Ein andere Satz der mir in Erinnerung geblieben ist bei einer Insta Story: "Hey wie geil ist das denn....XY folgt mir..." Hat er wohl auch eine Story gepostet als XY, resp. der Bot, ihm wieder entfolgt ist? Ich habe keine gesehen. Es gibt ein Programm wo du dies Followerzahlen genau verfolgen kannst. Es wurde für Firmen gemacht welche Influencer für ihr Produkt engagieren wollen und mit diesem Programm feststellen können ob da alles mit rechten Dingen zugeht . Hier ist der Link dazu, du kannst dich anmelden und danach auch selber Instagram Accounts (mind. 700 Follower) hinzufügen und verfolgen wie sich die Zahlen entwickeln. www.likeometer.co Schauen wir uns das mal näher an und dazu nehme ich einen Printscreen von meinen eigenen Instagram Account. Hier sieht man eine ganz normale Entwicklung, aber etwas fällt auf! Die Engagement Rate beim obersten Post ist sehr hoch. Es gibt verschiedene Gründe warum das so ist. Nein, ich benutze keinen Bot und habe auch keine Likes gekauft! Wahrscheinlich wurde dieser Post gleich zu Beginn sehr viel gelikt und Instagram merkte das und zeigte ihn in der Folge mehr Nutzern. Etwa so wie die Printscreens oben wird auch dein Insta Account aussehen....sofern du keinen Bot benutzt, oder du nicht Shakira oder Ronaldo heisst. Unten 2 Grafiken wo man die Entwicklung der Follower Zahlen sieht. Die erste Grafik ist mein Account und die untere Grafik ein Account welcher mutmasslich einen Bot einsetzt. Die untere Grafik zeigt ein Profil bei welchem ziemlich sicher ein Bot eingesetzt wird. Wer um Himmelswillen entfolgt 680 Instagram Usern in 2 Tagen? Wohl nur ein Bot nachdem du ihm den Auftrag gegeben hast, allen Gefolgten, welche z.B. älter als 72 Stunden sind, wieder zu entfolgen. Das gibt dann Platz um wieder neuen zu folgen! Ich bin sicher bei diesem Account werden in den nächsten Tagen die "Abonniert" Zahlen wieder in die Höhe schnellen. Schaut euch mal die Engagement Rate an.....unterirdisch! Schauen wir uns jetzt mal einen Instagram Acount an welcher zu 99.9% Follower zukauft. Hier sieht man wie sehr viele ehemalige Follower dem Profil wieder entfolgen. Das hier Follower zugekauft wurden sieht man sehr deutlich auf der folgenden Grafik. Vom 27.11-29.11 hat dieser Intagram Nutzer ca. 8'000 Follower erhalten. Alle aus Pakistan, Indien oder Afghanistan....etc. Aber schauen wir jetzt mal einen Insta Account an welcher mutmasslich einen Bot einsetzt. Vom 25.03 - 30.03 folgt diese Person neu über 600 Personen und ab 31.03 werden wieder 300 entfolgt (31.10 sollte 31.03 heissen) Um sowas zu bewerkstelligen muss der Tag wohl mehr als 24 Std. haben. Du willst ja Personen folgen welche für dich interessant sein könnten. Am 29.03 folgt dieser Insta-Account 170 Personen. Stell dir vor du machst das alles von Hand! Unten eine neue Grafik 4 Monate später. In der Zwischenzeit folgen rund 2000 Follower mehr diesem Profil. Schau dir mal die "Abonniert" Zahlen an! Solche Zahlen wirst du nie von Hand erreichen! Es sei denn du hast den ganzen Tag nichts besseres zu tun als follow/unfollow. Wenn man sich die "Abonniert" Zahlen oben anschaut sollte auch dem letzten Zweifler klar sein, dass hier zu 99.9% ein Bot eingesetzt wird. 421 Personen ist dieses Profil in einer Woche entfolgt! So etwas schafft nur ein Programm, resp. ein Bot. Wie arbeitet nun so ein Bot und warum wird ein Bot eingesetzt? Eingesetzt wird ein Bot um zu zeigen "Hey, schaut her, ich bin erfolgreich, meine Fotos sind einzigartig...." aber sicher hast du dich auch schon gefragt, sind diese Fotos wirklich besser als deine? Leider fallen immer noch viele Firmen darauf rein bei der Suche nach einem Botschafter für ihr Produkt und lassen sich von der Anzahl Follower blenden, auch deshalb wurde die Seite likeometer geschaffen, damit sich Firmen einen Überblick verschaffen können. Die "Engagement Rate" zeigt, ob die Follower auch mit dem Profil interagieren, resp. ob die Follower auch Interesse an deinen Fotos haben. Und hier liegt der Wurm solcher Bots begraben. Ich behaupte mal rund 50-75 % deiner Follower welche dir auf natürlichem Weg gefolgt sind zeigen auch ein Interesse an deinen Fotos. Bei Followern welche dir über einen Bot gefolgt sind liegt die Rate deutlich tiefer. Man sieht dass dieser Instagram Account eine sehr tiefe Engagement Rate hat. Vergleich sie mal mit deiner! Sofern du über 700 Follower hast kannst du deinen Account bei likeometer hinzufügen.....sofern das nicht schon jemand anders gemacht hat. Aber zurück zur Funktionsweise eines Bots. Nachdem du dich beim Bot Anbieter deines Vertrauens angemeldet hast kannst du loslegen. Du sagst dem Bot in welchen # er wühlen soll. Gibst du z.B. #zermatt an durchsucht der Bott diesen Hashtag und folgt wahllos Personen. Aus Indien, Pakistan und weiss ich noch wo alles. Auch diese Leute aus diesen Ländern benutzen diesen Hashtag. Aber ist das deine Zielgruppe? Auch Leute welche Bodybuilding machen waren schon in Zermatt und haben bei einem Post diesen Hashtag benutzt. Ist das vielleicht deine Zielgruppe? Würdest du auf normalem Weg dieser Person als Landschaftsfotograf folgen? Eher nicht oder? Und genau so ist es auch umgekehrt! Diese Person, falls sie dir dann auch folgt, hat kein Interesse an deinen Fotos, also interagiert er/sie auch nicht mit deinem Account. So kommt diese tiefe "Engagement Rate" u.A. zustande. Oder du sagst deinem Bot er solle den Personen folgen welche Follower von z.B. "Adrian Wirz Fotografie" sind. Finde ich schon besser, nur dieser Topf ist lange nicht so reichhaltig! Also nehmen wir einen "Big Player" auf Instagram. Aber hat der seine Followeranzahl auf natürlichem Weg erstanden? Oder folgt mein Bot dann wieder den obgenannten Verdächtigen aus Indien und Pakistan? Egal, deine Followerzahl steigt unaufhörlich, egal wer da jetzt deinem Account folgt, Hauptsache die Followerzahl steigt! Aber du kannst nur bis 7000 Follower folgen, mehr lässt Insta nicht zu! Dann hast du jetzt ein weiteres Problem! Dein Account wird total unübersichtlich. Du siehst plötzlich Posts aus Pakistan oder Hinterindien (weil dein Bot ziemlich planlos Personen folgt) und deine "wahren Follower" tauchen in der Masse unter, sie erscheinen nicht mehr in deinem Feed! Ja ich weiss, in der Zwischenzeit gibt es auch Bots welche die Beiträge dieser Personen nicht mehr anzeigen, resp. stummschalten. Also muss diese Zahl wieder runter! Kein Problem: du programmierst den Bot so dass er nach 72 Std. den gefolgten Personen wieder entfolgt. So entsteht dieses "Follow/Unfollow" wie du auf den Grafiken oben siehst. Natürlich lässt sich noch viel mehr an Feintuning bei einem Bot einstellen, aber hier nur mal die grobe Funktionsweise eines Bots. Stellst du den Bot ab, gehts mit deiner Follower Zahl nur noch in eine Richtung: nach unten! Falls du über 10t Follower hast fällt das aber erstmal nicht gross auf, da die Follower auf dem Profil nur noch in 100er Schritten angezeigt werden. Viele Instagram Benutzer sind auch nicht doof und durchschauen dieses follow/unfollow Spiel. Leider immer noch zu wenige! Hier noch ein ganz krasses Beispiel einer selbsternannten Influencerin. Viele namhafte Firmen sind auf dieses Profil reingefallen und haben diese Person für Werbung engagiert, weitere werden es wohl gleichtun. Ich würde gerne den ganzen Schwindel mit Namen aufführen, aber aus rechtlichen Gründen ist mir das nicht erlaubt. Ich staune aber immer wieder über solche Firmen welche solche Instagramer zu Werbezwecken einspannen. Es juckt mich in den Fingern zumindest eine weltbekannte Firma zu nennen, welche diese Person zu Werbezwecken engagiert hat. Leider.....geht nicht! Es nervt mich, dass ich dieses Produkt seit seit vielen Jahren fast täglich nutze, leider wechselt man dieses Fabrikat nicht jeden Tag. Schaut euch mal diese Engagement Rate an. Unterirdisch! Auch das Indizien für den Einsatz eines Bots, wobei hier wohl auch der Zukauf von Followern hinzukam. Auch Likes wurden gekauft wie man auf der folgenden Grafik sehen kann. Am 19/20/21 Juni hat es erstaunlich viele Likes! Wenn man die Grafik oben genauer anschaut fällt auf, dass diese Person sehr wenige Likes hat, bei über 300t Followern! Ausser bei den obersten 3. Zufälligerweise an drei aufeinanderfolgenden Daten. Da hat sie wohl drei wirklich geniale Fotos abgeliefert....die schossen wohl durch die Decke! Blödsinn, die Likes wurden gekauft! Was passiert wenn man Follower kauft zeigt die nächste Grafik! In einem Monat hat die gleiche Person über 800 Follower verloren! Sind die Fotos doch nicht so gut?? Ich staune immer wieder mit welcher Leichtgläubigkeit Firmen, auch weltweit tätige Unternehmen, sogenannte Influencer für eine Werbekampagne verpflichten. Aber umgekehrt staune ich auch über diese Möchtegerninfluencer. Die sind sich wohl nicht bewusst, dass sie für ein solches Vorgehen Schadenersatzpflichtig sein können. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, immer mehr Firmen durchschauen den Influencer Schwindel und gehen auch rechtlich gegen solche Influencer vor, das wurde mir erst kürzlich bestätigt. Ich denke irgendwann wird dieser ganze Instagram Schwindel auffliegen. Instagram arbeitet zwar selber daran, aber es gibt immer Anbieter von Bots welche noch etwas schlauer sind. So geht dieses Katz und Maus Spiel vorerst immer weiter. Aber auch Instagram kann es sich auf Dauer nicht leisten weiterhin solche Influencer Profile zuzulassen. Aber zumindest hoffe ich, dass Unternehmen welche einen Werbebotschafter für ihr Produkt suchen in Zukunft genauer hinschauen! Ich denke nicht, dass es im Interesse dieser Firmen ist, ins lächerliche gezogen zu werden indem sie solche Bot-Influencer engagieren, denn inzwischen ist es ein Kinderspiel solche Influencer zu entarnen. Früher gab es noch ein weiteres System um die Followerzahl zu erhöhen. Sogenannte Pots. Da sammelten sich viele Intagram Nutzer und sobald ein Mitglied einen Post mit dem entsprechenden Hashtag veröffentlichte wurde der so schnell als möglich von den Mitgliedern dieses Pots gelikt. Das gaukelte Instagram vor dass dieser Post interessant sein muss und wurde dementsprechend auch bevorzugt behandelt. Die Followerzahl dieses Instagram Accounts stieg weiter. Ob dieses System heute immer noch zugelassen ist entzieht sich meiner Kenntnis. Bei meinem Profil wird jeder Kommentar beantwortet. Andere Instagram User mit sehr vielen Followern machen sich die Mühe nicht. Meistens folgt am Schluss der Kommentar: "@all : Thanks a lot" ....oder gar nichts!. Meines Wissens gibt es noch keine Bots welche Kommentare automatisch beantworten. Selber kommentieren, ja das gibt es und wird auch viel eingesetzt. Vielleicht hast du dich auch schon über merkwürdige Kommentare gewundert. Die kamen ziemlich sicher von einem Bot. Instagram bedeutet auch einen grossen Zeitaufwand und ich finde jeder der einen Kommentar schreibt, hat Anrecht auf ein Dankeschön. Alles andere ist für mich arrogant, eingebildet und überheblich. Und das sage ich jetzt auch: @all: "thanks a lot" und bis zum Nächstenmal! Hier nochmals der Link wo du diese Grafiken zu jedem Instagram Account anschauen kannst. www.likeometer.co Falls dich dieses Thema interessiert und du wissen möchtest wie Instagram funktioniert, Thomas Wester hat einen interessanten Artikel darüber geschrieben: Die Sache mit Instagram - Naturfotografie im Wandel Da dieser Blog inzwischen schon ein paar Monate auf dem Buckel hat, habe ich noch ein paar interessante Details hinzugefügt: Kürzlich erreichte mich folgende Nachricht: Einfach damit man mal sieht wie "krank" das ganze Instagram Zeugs inzwischen ist. Einfach mal ne unpersönliche Massennachricht rauslassen.... Ich bin sicher sie sind fündig geworden. (Nicht bei mir). Ich benutze keinen Kameragurt! Ein Autovermieter hat mich kürzlich angefragt ob ich das Luxusmodell ihrer Flotte fotografieren wolle. Sie würden dieses Modell gerne promoten. Als ich nachfragte wie das denn geschehen soll und wie die Bezahlung aussieht, kam die Antwort: "...Sie dürfen das Auto bei uns in der Einstellhalle fotografieren und machen dann auf Insta Werbung dafür, Geld können wir keines zahlen....." Auch hier wurden sie sicher fündig! Dann wäre da noch die Geschichte eines sehr bekannten Foto-Rucksack Herstellers....aber lassen wir das mal.... Auch hier gilt: Glaubt nicht alles was ihr da an "Supported by...." seht, resp. fragt euch was die Person zahlen musste. Noch ein kleiner Tipp: ab etwa 6000 Followern und einer Engagement Rate von 20% seid ihr für Firmen interessant um für (bezahlte) Produkte Werbung zu machen. Diese Engagement Rate werdet ihr definitiv nicht mit einem Bot oder dem Zukauf von Followern erreichen. Ich denke diese ganze "Supported by" Geschichte wäre einen neuen Blog wert.... Ja auch ich mache oft Gratiswerbung für Firmen, vor allem für einen Bike-Hersteller, ich weiss. Eigentlich sollte man zukünftig die Schriftzüge der Produkte (wo möglich) auf den Fotos abdecken. Was mir allerdings noch viel unverständlicher ist, dass man in Insta Stories per Hashtag Firmen markiert. Gratiswerbung vom Feinsten.... Sollte allerdings ein E-Mountainbike Hersteller Interesse haben an einer Zusammenarbeit....gegen ein Gratisbike teste ich das Produkt gerne ausführlich ;-) Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blog online ist? Abonniere meinen Newsletter oder den RSS Feed unten in der Fusszeile. Adrian Wirz Fotografie Natürlich darfst du diesen und alle andern Blogs gerne teilen!

  • Nebelwellen

    Unzählige Male wurde ich schon gefragt von wo ich diese Nebelwellen fotografiert habe. Hier erfährst du die genauen Standorte, die Anfahrt und Gehzeit, sowie alle wichtigen Infos damit dir eine perfekte Welle gelingt.

  • Testbericht: Tamron 70-300 F/4.5-6.3 Di III RXD

    Tamron ist der erste Fremdhersteller für den Nikon Z Mount Anschluss. Mit 300mm Brennweite ist dieses Objektiv für jeden Landschaftsfotografen interessant und bei lediglich 545 g sowieso. Aber die Objektive von Tamron waren früher qualitätsmässig nicht über alle Zweifel erhaben. Wie ist das heute? Lohnt sich ein Kauf? Tamron 70-300 mm an der Nikon Z7 Aber blenden wir mal gute 12 Jahre zurück, zu dem Zeitpunkt als ich angefangen habe mit der Landschaftsfotografie. Damals benutzte ich hauptsächlich zwei Tamron Objektive: das Tamron SP 24-70mm 2.8 G1 und das 70-200mm 2.8 von der allerersten Generation. Viele meiner Fotos auf dieser Website wurden mit diesen beiden Objektiven gemacht. Das 24-70mm machte vier Kamerawechsel mit. Von der Nikon D600 zur Nikon D750, beide mit 24mp und weiter zur Nikon D810 mit 36mp bis zur Nikon D850 mit 45mp.Das "uralt" 70-200 war an der D600, D750 und noch eine zeitlang an der D810 im Einsatz, dann habe ich es mit dem neusten Objektiv-Modell ersetzt, dem G2. Dann wurde mir 2019 die ganze Ausrüstung in Südfrankreich geklaut und ich konnte neu beginnen. Ich kann mich noch gut erinnern als die Nikon D810 auf den Markt kam, mit damals sagenhaften 36mp. Überall wurde diskutiert, welche Objektive so eine Menge mp noch abbbilden können. Ein Hersteller wurde damals besonders hart rangenommen: Tamron. "....nein unmöglich dass diese Objektive qualitätsmässig noch genügen...." und ähnliches war in den verschiedensten Foren zu lesen. Ich hielt das schon damals für Humbug. Wieso sollte ein 24-70mm von Nikon das können und ein Tamron nicht? Irgendwann verstummten die Stimmen und man wandte sich anderem zu. So auch dem Thema Photoshop. Damals führte Adobe das Abomodell ein und ein Riesen Aufschrei ging durch die Community, aber auch davon hört man heute nichts mehr. Die Instagram Generation kennt nichts anderes. Ich hingegen nerv mich noch heute über die damalige Adobe Politik. Aber das ist dann wieder ein anderes Thema. Es soll nur aufzeigen wie schnell gewisse Themen vergessen sind. Tamron 70-300mm F/4.5- 6.3 Di III RXD Im Frühjahr 2023 erschien das Tamron 70-300 mit dem Z-Mount Anschluss für Nikon Kameras. Es ist das erste Objektiv von einem Fremdhersteller mit diesem Anschluss. Ich und sicher einige andere mussten lange darauf warten. Da kommt sicher noch mehr. Natürlich las ich verschiedene Testberichte und schaute mir auch einige Videos an. Aber und da sind wir beim springenden Punkt. Bei vielen Testern habe ich das Gefühl sie erzählen das was der Hersteller hören möchte. Weil sonst gibt es keine Testware mehr. Gibt genügend andere die darauf warten! Aber machen wir mal einen Besuch in meinem bescheidenen Objektivpark. Als da wären: das 14-30mm 4.0, das 24-70mm 2.8 und das 24-200mm 4-6.3, alle gezwungenermassen von Nikon mit dem Z-Mount. Und beinahe hätte ich es vergessen, dann liegt da noch ein Tamron 70-200mm 2.8 G2 rum. Dazu brauch ich dann den FTZ Adapter das Objektiv am der Z7 anzuschliessen. Irgendwann, so dachte ich mir, wenn das 70-200mm 2.8 von Nikon unter die 2000er Marke fällt kauf ich mir das. Aber.... Nikon Z7 mit Tamron 70-300mm ....ich habe mich (vorerst) gegen das Nikon 70-200mm 2.8 entschieden und für das Tamron 70-300 4.5-6.3 mit 100mm mehr Brennweite. Natürlich spielt auch der Preis und das Gewicht eine Rolle. Für das Nikon löhnt man ca. Fr. 2300 (bei Aktionen rund 300 weniger) und das Tamron kostet Fr. 625. Das Nikon wiegt 1440 g und beim Tamron sind wir bei 545 g. Ok, vielleicht sagt sich jetzt der eine oder andere....das sind doch zwei unterschiedliche Paar Schuhe! Das stimmt aber so nicht. Grimselpass Natürlich sind Preis und Gewicht eine Sache und die Bildqualität eine andere und sicher die wichtigste. Und da ich weder Nikon noch Tamron Ambassador bin, muss ich mir die Objektive wohl oder übel kaufen. Dafür kann ich dann frei und unbeschwert über die Objektive schreiben. Tamron 70-300: 132mm, 160 Sec, f11, ISO 64 Ende Juli war ich kurzfristig auf dem Grimselpass. Starker Wind und später die berühmte Grimselschlange machten mein Vorhaben zunichte. Aber zwei Sachen sind mir negativ aufgefallen, allerdings werde ich mich da anpassen und erfahrungsgemäss gut damit leben können. Nikon Z7 und Tamron 70-300mm Das Objektiv hat keinen AF/MF Schalter, das vermisse ich, aber in der Zwischenzeit habe ich diesen Modus einfach auf eine freie Taste gelegt. Das zweite und das stört mich etwas mehr: die fehlende Stativschelle. Auf dem Foto rechts sieht man wie weit das Objektiv über das Stativ rausragt. Die ganze Kamera wippt nach. Das heisst man muss den Bildausschnitt immer etwas höher wählen und kontrollieren ob es jetzt passt. Eine etwas fummelige Angelegenheit. Bei Wind bietet die Kamera und das Objektiv sehr viel Angriffsfläche, da würde eine Stativschelle etwas Linderung bringen weil der Schwerpunkt etwas nach hinten verlagert wird. Wäre auch hilfreich gegen das nachwippen. Nikon Z7 mit Tamron 70-300mm und Kase Filter Auf dem Foto links sieht man die "Grimselschlange" resp. die Nebelwelle am Grimsel. Der Wind blies so stark und nur im Schutz des Autos und indem ich mich hinter das Stativ stellte, war es einigermassen möglich, Langzeitbelichtungen mit einem Verlaufs- und einem Graufilter zu machen. Kommen wir jetzt aber mal zu der Sache die mich am meisten überzeugt hat: die Bildqualität. Die ist jetzt wirklich vom Feinsten und auf den ersten Blick (wahrscheinlich auch nicht auf den zweiten) wirst du keinen Unterschied zum Nikon 70-200 2.8 feststellen. Bison auf dem Hofgut Farnsberg Ormalingen BL Diesen Bison habe ich Freihand mit dem Tamron bei 300mm fotografiert. Weiter unten das Waldhaus Sils mit dem Nikkor und 200mm Brennweite. EXIF Daten Foto Bison Eine Kollegin hat mir während des Engadin Workshops 2020 ihr Nikon Z 70-200mm 2.8 ausgelehnt. Damals war ich begeistert von der Bildschärfe, bin es auch heute noch. Aber für das Geld welches das Nikon 70-200 heute noch kostet, kaufe ich mir heute drei Tamrons und ein Mittagessen im Waldhaus Sils. Siehst du einen Unterschied in der Bildschärfe? Der Bison wurde mit 300mm aufgenommen und wenn man weiss dass die Abildungsleistung mit zunehmender Brennweite abnimmt,um so erstaunlicher was das Tamron kann. Waldhaus Sils - Nikkor 70-200mm f/2.8 bei 200mm Womit wir bei der Frage sind, was brauche ich? Sicher kein Objektiv zum Angeben, mich hat noch nie, aber wirklich noch gar nie ein Käufer eines Fotos gefragt mit was für einem Objektiv das Foto gemacht wurde. Und ich habe schon einige verkauft. Irgendwie sollte ja so ein Objektivkauf auch amortisiert werden oder? Wäre doch wünschenswert! Du kriegst immer weniger für deine Fotos, klar die Objektive sind im Laufe der Jahre auch günstiger geworden, können aber leider mit dem Preiszerfall bei den käuflichen Fotos nicht mithalten. Schön wärs :-) Blick von der Böckterfluh zur Bölchenfluh Im Sommer ist die Weitsicht selten perfekt wegen der Luftfeuchtigkeit. Trotzdem wollte ich wissen, wie sich das Tamron 70-300mm hier schlägt. Die Distanz von der Böckterfluh bis zu Bölchenfluh beträgt gute 13km. Natürlich kein Vergleich mit der Distanz von rund 50 km der Linde im Emmental zum Schreckhorn. Im Baselbiet gibt es so viele Aussichtspunkte, einige habe ich auf meinen Biketouren neu entdeckt. Unten ebenfalls ein Foto von der Böckterfluh mit Blick Richtung Gelterkinden. An diesem Hang auf dem jetzt die Einfamilienhäuser stehen, war früher im Winter reger Skibetrieb. Auch ich habe dort meine ersten Versuche auf Skiern unternommen. Gelterkinden BL - Tamron 70-300mm 4.5-6.3 bei 300mm Fazit: Nach einigen Wochen überlegen "soll ich soll ich nicht" habe ich mich entschlossen doch noch 625 Fr in die Fotografie zu investieren. Ich wurde nicht enttäuscht, das Objektiv kann mehr als es die Angaben auf der Verpackung vermuten lassen. Mir sind 100mm mehr wert als die Lichtstärke. Bist du oft in den Bergen unterwegs, wirst du froh sein um die zusätzlichen 100mm Brennweite. Einzig die Stativschelle vermisse ich schon. Das ist für mich als Stativfotograf das einzig grosse Manko. Vielen Dank Angela für den Amazon Tipp, ich werde in den nächsten Tagen eine passende Stativschelle kaufen. Dieses Objektiv gibt es schon seit längerem auch mit Sony Anschluss und dann nochmals günstiger, für rund 500 Fr. gehört es dir. Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blog online ist? Abonniere meinen Newsletter oder den RSS Feed unten in der Fusszeile.

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Adrian Wirz
4460 Gelterkinden

 

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