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Kommerziell erfolgreiche Fotos

Aktualisiert: vor 19 Stunden

In diesem Blogpost zeige ich dir drei kommerziell sehr erfolgreiche Fotos. Du erfährst was es dazu braucht und wie du das erreichen kannst.

Im Juni 2024 rief mich eine Werbe Agentur an und fragte mich, ob ich in meiner umfangreichen Sammlung kein Foto mit Lupinen im Engadin habe?

Lupinen im Engadin
Lupinen im Engadin

Ich verneinte, wusste aber wo diese Lupinen am Silsersee zu finden sind. Wir einigten uns auf einen Preis für zwei Fotos im TIFF Format. Eigentlich mache ich das eher ungern, vorher Fotos verkaufen bevor sie gemacht sind. Aber diese Lupinen standen schon lange auf meiner Liste, der Spot ist leider nicht gleich ums Eck. Ich informierte mich im Frühsommer ob sie schon blühen, dazu befragte ich einen befreundeten Hobby Fotografen. Er riet mir in den nächsten 2-3 Tagen zu gehen. Schon am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg. Die Geschichte dazu habe ich in einem separaten Blogpost verfasst. Es passte perfekt. In der Zwischenzeit verkaufe ich diese Lupinenfotos sehr oft. Du möchtest gerne einen Misserfolg sehen? Oder etwas zum schmunzeln? Bitteschön kommt sofort!

Schloss Trachselwald
Schloss Trachselwald

Kaum hatte ich dieses Foto auf Facebook veröffentlicht, kamen schon zwei Anfragen per Mail. Eine Schweizer Zeitschrift, die wollte 500 Fr. bezahlen und jemand Privater, er wollte ein Wandbild davon machen lassen und er wohne im Schloss. Die Zeitschrift hat mich schon vor ein paar Jahren angefragt wegen eines Engadin Fotos und wollte damals wie heute die volle Auflösung im TIFF Format. Nach einigen Nachfragen unter meinen Fotografenkollegen, welche durchaus positiv verliefen, schickte ich der Zeitschrift dieses Foto. Bis heute habe ich nichts mehr von ihnen gehört! Kein Danke, rein gar nix. Aber das war schon damals mit den Engadinfotos so. Falls diese Zeitschrift, resp. die dafür zuständige Dame hier mitliest: Ein Foto kostet heute bei mir 990 Fr. Beim Privaten habe ich weniger verlangt, wie immer mit der Auflage, dass er es in keiner Form weiterverkaufen darf. Danach war zwei Wochen Funkstille. Dann kam wieder ein Mail und er wolle es jetzt kaufen. Ich habe natürlich vorher etwas recherchiert. Das Ergebnis war dass er ein Gemeinderat in Trachselwald ist. Den Namen nenne ich jetzt ausnahmsweise nicht. Jetzt wollte er wissen von welchem Standort ich dieses Foto gemacht habe. Ich dachte mir nicht viel dabei, weil wenn du im Schloss wohnst, mit Sicht zum Standort, ist das Finden des Standorts eine einfache Sache dachte ich....anscheinend hatte der Her Gemeinderat doch etwas Mühe damit. Ja Geographie ist nicht so einfach wie es manchmal aussieht. Aber du ahnst es: auch von diesem Gemeinderat habe ich nie wieder was gehört! Aber wer weiss, vielleicht hat er ja dich beauftragt dieses Foto zu einem günstigeren Preis zu machen? Oder er ist selber mit der Handycam frühmorgens auf der Lauer gelegen? Egal, solche Sachen vergesse ich nie. Trotzdem konnte ich dieses oder ein ähnliches Foto ein paarmal verkaufen. Emmentaler oder Baselbieter Fotos sind immer gefragt! Aber zurück zu den sogenannten Moneyshots.

Wasserfall Giessen - Kilchberg
Wasserfall Giessen - Kilchberg

Enstanden ist dieses Foto schon 2011, aber nur im Kopf. In den 80iger Jahren wohnte ich unweit von diesem Wasserfall, in Zeglingen, ja ich hörte ihn quasi in meinem Wohnzimmer rauschen. Ok, das ist jetzt wieder mal übertrieben. Aber den ungefähren Standort konnte ich von meinem Gartensitzplatz sehen. Ich war sehr oft an diesem idyllischen Plätzchen im schönen Ober-Baselbiet. Schon mit meinem Collie genoss ich oft den kühlen und schattigen Platz. 2011 kam mir erstmals die Idee mit dem Bärlauch. Das feld war damals noch recht klein, aber schon brauchbar. 2018 konnte ich mein Foto endlich verwirklichen, es war ein regnerischer Sonntag. In der Zwischenzeit hat sich dieses Foto zu einem richtigen Renner entwickelt. Seit ein bekanntes Oberbaselbieter Unternehmen dieses Foto in der Duschkabine, oder einfach im Badezimmer hinter Glas anbietet, läuft es wie geschmiert. Vor ein paar Jahren kriegte ich mal ne Anfrage von der grössten Schweizer Tageszeitung und sie wollten 1-2 Fotos kaufen, wenn ich mich mit Stativ und Cam zur Schau stelle vor diesem Wasserfall. Insider wissen dass gleich oberhalb eine alte Kläranlage steht und diese vor allem bei Hochwasser überfordert ist. Das ist bekannt und diese Story wollten sie bringen. Nein, ich stellte mich für sowas nicht zur Verfügung. Danach wollten sie auch nur noch 100 Fr. pro Foto zahlen, als Ausrede: Corona. Wir kamen nicht ins Geschäft. Ja zu meinen finanziell erfolgreichsten Fotos gehört natürlich auch die Linde vor dem Schreckhorn. Nach diesem Artikel in allen grösseren Tageszeitungen sowieso: Berner Zeitung

Linde vor dem Schreckhorn
Linde vor dem Schreckhorn

Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, ist es wohl das Foto welches mir am meisten Publicity eingebracht hat. Und es ist damit natürlich auch finanziell äusserst lukrativ. Seit rund 14 Jahren verfolge ich nun die Aktivitäten in der Landschaftsfotografie und es ist interessant zu sehen welche Wege die verschiedenen Fotografen einschlagen. Da gibt es den Fotografen welcher ein unendlich grosses Portfolio hat, aber eine Webseite welche letztmals 1291 ein Update erhalten hat. Ich denke in der heutigen Zeit sollte man alle Kanäle aktuell halten, vielleicht ändert sich ja wieder einmal etwas und die Kunden wollen wieder richtige Fotos sehen? Wieder andere pflegen den eher düsteren und depressiven Stil. Da frag ich mich, wer hängt sich sowas an die Wand oder welche Zeitung/Zeitschrift mutet seinen hauptsächlich älteren Lesern diesen Stil zu? Klar dieser Stil hebt sich hervorragend ab vom wilden Geknipse anderer Fotografen. Jetzt lässt sich vielleicht noch Geld via Workshops damit verdienen. Aber was wenn die Workshops überflüssig werden? Dann gibt es noch den Perfektionisten, dieser Fotograf hat sich gleich zu Beginn dem perfekten Foto verschrieben, da passt einfach alles. Er verfolgt seinen Weg beharrlich. Nicht dass er jetzt ständig neue Motive auf den Markt bringt, nein, auch ein unscheinbares Motiv kriegt durch seine Ansicht einen neuen Glanz. Was aber so ziemlich alle gemeinsam haben: wenn man ein Foto auf ihrer Webseite öffnet erscheint ein Bild in Briefmarkengrösse, ok etwas grösser. Vor einigen Monaten als es um den Verkauf eines Lupinenfotos ging, fragte ich im Telefongespräch mit einem grossen Zürcher Werbe und Marketingunternehmen, die Mitinhaberin und wollte wissen, auf was sie beim Kauf eines Fotos achten. Sie antwortete mir in etwa folgendes: Erstens sollte das Motiv passend sein, halbherzige Motive können sie nicht gebrauchen. Dann sollte das Foto auf der jeweiligen Website gross sein damit sie einen ersten Eindruck kriegt. Aber nicht zuletzt möchte sie das Foto in Originalgrösse sehen, um zu schauen ob es für ihr Vorhaben passt. Ja die Dateigrösse ist unerheblich, ob 20MB oder 240MB spielt keine Rolle. Was aber eine Rolle spiele seien die MP der Kamera. Objektiv oder Kameramarke interessiere sie nur am Rand, wenn überhaupt. Klar können sie ein Foto auch hochskalieren, wenn sie es aber nicht tun muss, umso besser. Deshalb behaupte ich schon seit langem: Es geht nichts über Hubraum (MP), als noch mehr Hubraum. Nein, nicht wirklich..... Aber zum Glück haben sich die Kamerahersteller bei den Sensoren jetzt eingependelt zwischen 42-60 MP. Was kannst du machen um aufzufallen, oder dich von der Masse abzuheben?

Möchtest du mit deinen Fotos Geld verdienen? Wenn ja wird es schwierig. Viele andere Fotografen haben gewisse Absatzmärkte seit Jahren besetzt. Es braucht sehr grosse Anstrengungen um dort hineinzustossen. Wenn du ein regelmässiges Einkommen hast, versuch es! Aber es braucht sehr viele Anstrengungen und der Zeitaufwand ist enorm. Versuch als erstes in einer regionalen Tageszeitung deine Fotos zu veröffentlichen, immer und immer wieder. Aber es sollten schon da Fotos sein welche sich von andern abheben. Mit einem Foto um die Mittagszeit geschossen wirst du kaum auffallen. Auch mit einem Motiv vom Stazersee wirst du kaum reich. Ich denke das ist eines der meistfotografierten Motive in der Schweiz.

Stazersee
Stazersee

Such dir in deiner Region passende Motive, schau dir andere Fotos an und du wirst bald feststellen auf was es ankommt und mit Zeit und Geduld wirst du auch in der Nähe deines Wohnortes bald spannende Motive finden. Fotografiere diese immer und immer wieder! Bei Regen, Schnee, im Frühling oder auch während einem Gewitter. Sei hartnäckig und verfolge dein Ziel. Kennst du die Werbung mit den Duvets? "Grüezi, min Name isch Fischer...." seit 10 Jahren immer die gleiche Werbung, ich denke bei dem geht die Rechnung auf. Das heisst jetzt nicht, dass du 10 Jahre immer den gleichen Baum fotografieren sollst. Ich bin sicher du findest deine Motive in deiner Region, bleib dran! Klar, nicht jeder hat den Bölchen vor seiner Haustüre, aber erst durch meine Beharrlichkeit wurde er zum Fotografenhotspot. Ob das jetzt wünschenswert ist? Ja und nein, es bringt dir einen enormen Popularitätsschub, aber viele werden die Region als abgelutscht bezeichnen, einige aus Neid, weil sie schon 1291 dort am fotografieren waren, aber das Potenzial nicht erkannt haben. Andere werden den Naturschutz hervorheben, weil es vor allem im Herbst/Winter von Fotografen nur so wimmelt. Aber meistens sind das nur Alibi Argumente. Lass dich nicht davon abbringen! Abonniere doch meinen Newsletter ganz unten auf dieser Seite und du wirst immer sofort und als einer der Ersten informiert, wenn ein neuer Blogpost auf meiner Website online ist. Ca. 3-4 x pro Jahr. Und das Beste: Es ist vollkommen gratis.



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Adrian Wirz
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