• Adrian Wirz

Goldener Herbst 2017

Aktualisiert: März 19


Für mich war es ein wunderschöner Herbst, im Baselbiet färbten sich die Blätter schon anfangs Oktober, eigentlich ungewöhnlich früh. Zusammen mit Martin Schnetzler durfte ich zwei wunderschöne Tage im Wallis und im Emmental erleben. Dann war ich auch noch einen Tag mit Andreas Gerth am Hallwilersee und ebenfalls im Emmental unterwegs.

Anfangs Oktober starteten wir frühmorgens um 5 Uhr Richtung Wallis, der erste Stopp war in Kandersteg bei der Kirche. Leider wurde das Gras dort kurz zuvor gemäht und so entstand kein ansprechendes Foto. Weiter ging es durch den Lötschberg und dann Richtung Sion zu den Erdpyramiden. Wahrscheinlich waren wir ein paar Tage zu spät dran, aber trotzdem konnte ich auch dieses Motiv in schönen Herbstfarben ablichten.

Erdpyramiden Euseigne

Es war eine richtige Kraxelei auf dem losen Untergrund.

Erdpyramiden von Euseigne

Danach ging es wieder zurück Richtung Sierre zu den Perückensträuchern welche zu dieser Zeit in kräftigen Rot und Orangetönen blühten. Letztes Jahr waren wir etwas zu spät dran, aber dieses Jahr passte es

Perückensträucher bei Turtmann

Bei den Perückensträuchern im Rhonetal.

Die Mittagszeit war schon lange vorbei und uns plagte der Hunger und die Lust auf eine deftige Walliserplatte! Der erste Anbieter in Sion hat in der ganzen Schweiz seine Spezialitätenläden, wir suchten das Besondere und wurden in Conthey fündig!

ZERO Zucker.....ZERO Kalorien......Sorry Coca Cola, der Spruch ist so dämlich dass ich ihn verwenden muss!

Frisch gestärkt ging es weiter. Zu den Sittener Rebbergen, oder gleich an den Genfersee? Im Wallis war alles dürr und ausgetrocknet, selbst die Blätter in den Rebbergen hingen müde an den Rebstöcken. Also weiter in die Westschweiz. Der Entscheid war goldrichtig! Frühzeit erreichten wir die Gestade vom Genfersee und auch unseren Spot. Wir hatten noch genügend Zeit um das Motiv aus allen Blickwinkeln zu begutachten und auch um noch etwas zu chillen.

Der Himmel zeigte sich bedeckt, aber die Sonne war immer milchig zu sehen. Die angekündigte Störung sollte die Schweiz von Norden her erreichen, also waren wir hier im Westen am optimalen Standort. Schon hier ahnte ich dass es eine Gewaltsstimmung geben könnte was alles bisherige in den Schatten stellt. Die Sonne verschwand am Horizont, es wurde dunkler und nichts geschah. Etwas enttäuscht schauten wir uns an und fragten uns ob es das wohl war? Keine 5 Minuten später begann das Glühen und es wurde von Minute zu Minute intensiver, alles war Rot, unglaublich diese Farben, einfach genial!

Château de Montagny am Genfersee

Glücklich und zufrieden machten wir uns nach diesem Schauspiel auf den langen Heimweg! Ein paar Tage später war ich mit Andreas Gerth auf Tour, das erste Ziel war der Hallwilersee, auch hier erwartete uns eine wunderschöne Stimmung mit Nebel.

Der nächste Stopp war Grindelwald. Aber die Farben im Berner Oberland waren noch nicht richtig leuchtend und so entschieden wir uns auf dem Heimweg dem Emmental einen Besuch abzustatten.

Lüderenalp

Auf der Lüderenalp erwartete uns eine klare Fernsicht und angenehme Temperaturen. Leider wurde die dünne Wolkenschicht immer dichter, so dass wir uns frühzeitig auf den Nachhauseweg machten......zu früh, denn etwas später zeigten sich Eiger, Mönch und Jungfrau in den schönsten Farbtönen. Aber ich besuchte diesen Ort in den nächsten Tagen noch zweimal. Danach war eigentlich das Engadin geplant, aber irgendwie kam keine allzu grosse Vorfreude auf. Social Media waren voll von Morteratsch, Silsersee, Palpuognasee etc....ich zögerte und schliesslich kam ich zum Entschluss das Baselbiet und später das Lötschental etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und das Engadin sausen zu lassen. Auch das Baselbiet hat wunderschöne Herbstansichten zu bieten und ist nicht nur im Frühling eine Augenweide.

Herbstwald im Baselbiet

Buus

Diese Ansicht mit den Rebbergen hatte ich schon einige Jahre im Kopf, aber irgendwie verpasste ich immer den richtigen Moment. In diesem Jahr passte es. Auch die Herbstzeitlosen im Oberbaselbiet war dieses Jahr sehr früh dran, dieses Foto entstand schon Anfang September.

Herbstzeitlose

Danach nahm ich zusammen mit Martin Schnetzler endlich mal das Lötschental unter die Lupe, aber zuerst war noch ein Zwischenstopp auf der Lüderenalp geplant, so starteten wir auch an diesem Morgen in aller Früh Richtung Emmental.

Lüderenalp

Lustige Erinnerungen habe ich an diese beiden Fotos vom Emmental. Wir sassen um 6 Uhr früh im Auto und warteten auf das erste Licht. Eiger, Mönch und Jungfrau liessen sich nicht blicken und die Enttäuschung war gross, hat doch SRFMeteo eine klare Fernsicht vorausgesagt. Nur....was wir in der Dunkelheit für Emmentaler Hügel hielten, waren in Tat und Wahrheit Eiger, Mönch und Jungfrau! Unser "Visier" war einfach zu hoch eingestellt, kann ja mal passieren....

Lüderenalp im Emmental

Endlich, im dritten Anlauf innert wenigen Tagen klappte es, abends war immer etwas was mich störte. Danach ging es weiter Richtung Wallis, resp. Lötschental. Dafür mussten wir einmal mehr durch den Lötschberg. Ich bin kein Freund solch enger und dunkler Tunnels, aber die Leidenszeit ist jeweils kurz und dafür habe ich keine Höhenangst und das ist doch auch was! Das Lötschental erwartete uns mit goldenen Lärchen, klarer Luft und Gletscherwasser, ein Traum!

Lötschental

Danach stand eine kurze Wanderung zum Grundsee auf dem Programm und dieser erwartete uns mit einer perfekten Spiegelung.

Lötschental

Viele weitere Motive bot uns dieser wunderschöne Ort zuhinterst im Lötschental und die Zeit verging wie im Fluge (ein merkwürdiges Sprichwort....für mich ist eine Stunde Flugzeit so lang wie ein ganzer Tag)

Ich komme bestimmt wieder, es gibt noch einiges zu entdecken!

Lötschental

Der nächste Stop sollte eigentlich in Zermatt sein, aber wir kamen zum Schluss dass dies dann doch des Guten zuviel sein würde und so entschlossen wir uns runter nach Brig zum Stockalperschloss zu fahren.

Zuerst aber noch einen Kaffee mit einem Original Walliser Schinkengipfeli in einem gemütlichen Cafe in Brig. Es begann draussen schon zu dämmern und so machten wir uns bald darauf auf den Weg zum Schloss und warteten bis die Beleuchtung eingeschaltet wurde.

Stockalperschloss

Kurz danach traten wir die Heimreise an....leider wieder durch das düstere "Loch" Lötschberg. Eine Woche später hat es endlich, im dritten Anlauf, auch mit Spiez geklappt. Ein Klassiker!

Goldene Reben bei Spiez

An dieser Stelle wieder einmal ein herzliches Dankeschön an Martin Schnetzler, Andreas Gerth und Roland Moser. Ich freue mich immer mit euch auf Tour zu gehen, wir haben immer viel zu lachen und zu erzählen! Zum Abschluss noch ein typisches Schweizer Herbstdessert auf dem Weissenstein.

Aber noch ist der Herbst nicht zu Ende, noch viele weitere Motive warten. Über Kommentare freue ich mich immer ganz besonders! Du möchtest meinen Blog abonnieren? Schreib einfach untenstehenden Link in deinen News Reader und du bist immer sofort informiert sobald ein neuer Blog online ist. Kopieren geht leider nicht da die ganze Website Copyright geschützt ist https://www.adrian-wirz.com/feed.xml

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