
Adrian Wirz
Fotografie

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- Westschweiz
Hier erfährst du wo die schönsten Spots in der Westschweiz sind. Standorte, Pläne, Kameraeinstellungen und die besten Anfahrtswege und Marschpläne.
- Foto-Workshop-Berchtesgaden
Vom 30.05.2019 - 02.06.2019 führte ich den ersten Foto-Workshop im Berchtesgadener Land durch. Ich reiste schon einen Tag vor Workshopbeginn nach Berchtesgaden. Wir übernachteten zuerst im Wirtshaus Hocheck, dort verbrachten wir dann während des Workshops einen gemütlichen Abend beim Nachtessen. Schon bei unserer Ankunft regnete es in Strömen, sowohl am Hintersee als auch bei der Kapelle Maria Gern konnten wir kein Foto machen. So nutzen wir die Zeit um andere Sehenswürdigkeiten zu erkunden, unter anderem die Rossfeld Panoramastrasse. Pünktlich zum Workshopbeginn besserte sich das Wetter und es wurde von Tag zu Tag sonniger und auch wärmer, die Regenjacken blieben unbenutzt. Nach einem kurzen Bummel durch Berchtesgaden waren alle hungrig von der langen Reise und so platzierten wir uns am reservierten Tisch im Restaurant Goldener Bär. Leider gleich neben dem Stammtisch, dieser war gut gefüllt mit Einheimischen welche wahrscheinlich seit dem frühen Nachmittag Mass um Mass in sich schütteten. Der Lärmpegel war zeitweise unerträglich. Aus diesem Grund werden wir bei folgenden Workshops dieses Restaurant auch nicht mehr besuchen. Da die Nächte Ende Mai doch sehr kurz sind und wir ein volles Programm hatten, machte sich bei einigen im Laufe des Workshops doch etwas Schlafmangel bemerkbar. Das wird im Herbst anders sein, da sind die Nächte doch schon spürbar länger. In den folgenden Tagen besuchten wir alle bekannten Spots rund um Berchtesgaden. Eine Auswahl an Handyfotos unseres Berchtesgaden Workshops Warum solltest du bei diesem Workshop im Oktober dabei sein? Du möchtest einmal etwas anderes sehen als Matterhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau. Hier hast du den berühmtesten und schönsten Berg von Deutschland, den Watzmann, immer im Blickfeld, sogar von der eigenen Zimmerterrasse aus. Du willst auch mal die deftige und gute bayrische Küche geniessen, hier hast du die Gelegenheit dazu. Wir werden jeden Abend in einem anderen Restaurant essen und du kannst von der Speisekarte auswählen worauf du gerade Lust hast, denn das Nachtessen ist im Preis inbegriffen. Du hast während des gesamten Workshops dein eigenes Zimmer. Wird dir alles zu anstrengend, kannst du problemlos einen Spot auslassen und dich ausruhen, oder einen Bummel durch Berchtesgaden machen, das Zentrum liegt nur 5 Gehminuten vom Hotel entfernt. Oder du kannst ein paar Runden im hoteleigenen Pool schwimmen. Ok, du bist überzeugt.....aber wie komme ich dahin? Ich biete zwei kostenlose Mitfahrgelegenheiten an, ab Sissach oder Olten. Und damit du jetzt richtig Appetit bekommst, eine kleine Auswahl der verschiedenen Menus. Neben den bekannten Spots, werden wir auch diesen eher unbekannten Ort aufsuchen. Lass dir diese wunderschöne Region nicht entgehen. Gemütlichkeit, leichte Wanderungen, Schifffahrt auf dem Königsee und vieles mehr erwarten dich rund um Berchtesgaden.
- Das war der Workshop Sonnenstern
Zweimal im Jahr scheint die Sonne durch ein Loch einer alten Eiche auf den Baselbieter Jurahöhen. In den letzten beiden Jahren konnte ich testen wann der ideale Zeitpunkt dazu ist. Dieses Jahr kombinierten wir den Sonnenstern und die Lighttrails in einem Foto-Workshop. Dieser Workshop war auf je 5 Teilnehmer limitiert, damit jeder genügend Zeit hatte seinen Sonnenstern zu verwirklichen. Für diesen Foto-Workshop benötigten wir einen mehrheitlich klaren Himmel, keine Experimente mit Wolken welche dann die Sonne abdecken. Es passte perfekt, ein stabiles Spätsommerhoch bescherte uns an beiden Abenden optimale Bedingungen. Es war ein ganz spezieller Workshop, die Teilnehmer wurden in ihrer Kreativität etwas eingeschränkt. Es ging darum, den Teilnehmern zu zeigen was es für verschiedene Möglichkeiten gibt dass ein perfekter Sonnenstern auf den Sensor gebrannt wird. Ich hoffe alle können das Gelernte bei anderer Gelegenheit noch besser, oder gar perfekt umsetzen. Das war auch das Ziel dieses Fotoworkshops. Fast hochsommerliche Temperaturen bescherte uns das Wetter an diesem Sonnenstern Workshop im Baselbiet. Teilnehmerstimmen "Ich bedanke mich ganz herzlich für den tollen Workshop gestern Abend. Es hat mir sehr viel Spass gemacht. Adrian, dich „verfolge“ ich ja schon ein bisschen länger. Ich bin sicher dass ich mich wieder für einen Workshop anmelden werde. Jan, deine Fotos von Basel sind gewaltig. Ich bin sowieso Fan dieser Stadt. Vielleicht gibt es ja dort auch einen Workshop. " C.K. "Ich möchte mich noch herzlich bedanken für diesen tollen Workshop im Basler Jura. Auch wenn meine Fotos nicht wie Deine aussehen gefallen sie mir auch. Du und Jan habt mir zu einem fotografischen Highlight verholfen. Auch Eure entspannte und freundschaftliche Art wie Ihr uns angeleitet habt war toll. Dieser Abend mit Euch hat mich begeistert. Bin gerne wieder einmal dabei." T.B. "Der Workshop "Eiche mit Sonnenstern" hat mir sehr gefallen und möchte mich daher erneut bei euch anmelden." L.M. Im zweiten Teil dieses Workshops übten wir uns noch in der Langzeitbelichtung mit Lighttrails. Lighttrails werden wir auch zukünftig beim einen oder andern WS anbieten. Ziemlich sicher wird dieser Workshop im nächsten Jahr auch wieder angeboten, es lohnt sich von Zeit zu Zeit hier vorbeizuschauen Irgendwie bin ich erstaunt wie schnell dieser Baum populär wurde. Jahrelang interessierte sich niemand dafür.
- Engadiner Lärchenzauber 2020
Jedes Jahr ab Mitte Oktober zeigen sich die Lärchen im Oberengadin in einem goldgelben Kleid. Der richtige Moment für jeden Fotografen diesen Engadiner Lärchenzauber zu besuchen. Auch wir vom Fototeam Lightexplorers freuen uns jedes Jahr auf diese Oberengadiner Lärchenmärchenwelt. Am frühen Freitagnachmittag nahmen wir die Workshop Teilnehmer vor dem Hotel Schweizerhof in Pontresina in Empfang. Am Tag zuvor hatte es kräftig geschneit und so zeigten sich die umliegenden Berge in strahlendem Weiss. Auch die Sonne zeigte sich schon zaghaft zwischen den Wolken. Wir alle waren gespannt was uns an unserem ersten Spot erwartet. Aber zuerst bezogen wir unsere Zimmer im gemütlichen Hotel. Danach ging es schon los zu unserem ersten Spot. Tiefverschneit präsentierte sich das Tal und leider verschwand die Sonne auch hinter einer dicken Wolkendecke. Aber der Wetterbericht versprach für die kommenden Tage eine Hochdrucklage. Wie schön es in diesem Tal sein kann zeigt das Foto von 2019. In der Zwischenzeit wurde es doch recht kühl und so marschierten wir bald wieder runter zu unserem nächsten Spot. Wir warteten auf den Berninaexpress. Dieser fährt allerdings nur einmal pro Stunde und so hatten wir genügend Zeit die optimale Komposition und die entsprechende kurze Verschlusszeit einzustellen. Danach fuhren wir zurück in unser Hotel in Pontresina und freuten uns auf das Nachtessen. Am Samstagmorgen trafen wir uns schon sehr früh bei der Hotellobby. Inzwischen war auch im Engadin die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben. Als die vermummte Truppe versammelt war, machte es für mich eher den Eindruck eines geplanten Banküberfalls. Aber wie in der Bank wollten wir auch am Stazersee die Ersten sein. Das Fotografenaufkommen an diesem Wochenende dürfte wohl sehr gross sein. Nach einer kurzen Autofahrt konnten wir auch schon losmarschieren und nach rund 30 Min. erreichten wir den spiegelglatten See.....und da wir die ersten waren konnten wir uns gemütlich den optimalen Standpunkt aussuchen. Nach und nach trafen weitere Fotografen und Workshop Gruppen ein, es hatte Platz für alle. Leider war der Sonnenaufgang an diesem Morgen nicht berauschend, die Bergspitzen wurden nur kurz angeleuchtet, dafür hatten wir eine perfekte Spiegelung auf dem See. Danach fuhren wir zurück ins Hotel zum Frühstück und danach war erstmal Ruhezeit angesagt bevor wir uns am frühen Nachmittag wieder besammelten. Diesmal stand die Umgebung des Silsersees auf dem Programm. Wir wanderten hoch bis zu einer natürlichen Aussichtsplattform mit herrlichem Ausblick auf den Silsersee und die umliegenden Berge. In der Zwischenzeit hatte sich die Wolkendecke gelichtet und die Lärchen strahlten in den schönsten gelb-grün-gold Farbtönen um die Wette. Ich hätte mich noch lange sattsehen können an dieser Farbenpracht, aber die Zeit drängte, Muottas Muragl stand noch auf dem Programm Auf rund 2400M.ü.M. war es doch recht kalt und so warteten wir dick vermummt auf die Blaue Stunde, resp. Nautische Dämmerung. Es ist immer wieder interessant zu sehen wie sich die Teilnehmer auch für die Langzeitbelichtung interessieren und nach den Aufnahmen in strahlende Gesichter zu schauen, trotz eisiger Kälte. Danach fuhren wir zurück in unser nahegelegenes Hotel zum Nachtessen. Am Sonntagmorgen fuhren wir noch einmal zum Silsersee, nur wenig Wind war spürbar und so zeigte sich einmal mehr eine wunderschöne Spiegelung. Nach dem wohlverdienten Frühstück war dieser "Engadin Workshop" schon fast zu Ende. Ein Highlight erwartete uns aber noch: der Palpuognasee. Dieser präsentierte sich noch immer verschneit und verzauberte die ganze Umgebung. Hier konnte man sich noch einmal richtig austoben, die Lücken im Hochnebel machten der Sonne immer wieder Platz und zusammen mit dem Schnee konnten wir einzigartige Fotos verwirklichen. Damit war dieser Engadin Fotoworkshop auch schon zu Ende. Drei Tage konnten wir im wunderschönen Engadin verbringen und und konnten die ganzen Facetten eines Herbstes im Oberengadin bewundern und fotografieren. Ein Herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer!
- In den Dolomiten
Anfang Juli war ich zusammen mit Roland Moser eine Woche in den Dolomiten. Der erste Halt war am Pragser Wildsee. Wir campierten auf einem nahegelegenen Campingplatz. Den ganzen Abend regnete es in Strömen! Am nächsten Morgen um 5 Uhr wollten wir los zum See, der Regen hatte aufgehört, aber es war immer noch stark bewölkt! Aber bei der Ausfahrt vom Campingplatz war Schluss! Die Barriere war bis 7 Uhr geschlossen! Am gleichen Tag fuhren wir weiter zu den Cinque Torri. Die erste Nacht verbrachten wir im Rifugio Cinque Torri. Wir stellten den Wecker auf 4 Uhr. Um diese Zeit war dicker Nebel, aber man sah durch einzelne Lücken den sternenklaren Himmel. Oben angekommen, erwartete uns eine traumhafte Stimmung! Nebelschwaden zogen um die Cinque Torri und der Himmel war vom Gewitter des Vorabends noch leicht bewölkt! Einfach traumhaft! Wir suchten uns eine neue Unterkunft und fanden ein Zimmer im Rifugio Scoiattoli mit Sicht auf die 5 Torri. Jedoch war es den ganzen Tag über neblig, praktisch keine Sicht.Der nächste Morgen war wieder einmal traumhaft! Wir machten uns nach dem ausgiebigen Frühstück auf den Weg zum "Must Have" der Landschaftsfotografen: Den Drei Zinnen! Auf dem Parkplatz angekommen packten wir unsere Sachen und nahmen nur das Nötigste mit. Es war ein langer und mühsamer Marsch, aber die ständige Sicht auf die drei Zinnen und die traumhafte Dolomiten Bergwelt entschädigte uns für die Strapazen! In der Dreizinnenhütte bezogen wir unsere reservierten Betten im Massenlager und gingen wieder nach draussen, ein Gewitter kündigte sich an. Nebelschwaden zogen hinter den drei Zinnen hoch. Wir hofften dass sie den Weg auch vor die markanten Felstürme schaffen, dem war aber nicht so. Bald darauf setzte Regen ein und das Donnergrollen kam auch näher, so verzogen wir uns auf die geschützte Terrasse bei der Dreizinnenhütte. Wir fotografierten bis kurz vor 23 Uhr. Todmüde schleppten wir uns nach dem anstrengenden Tag die knarrenden Holztreppe hoch bis unters Dach wo die Massenlager waren. Alles war schon dunkel. Aber ohh Schreck, da lag schon jemand in meinem reservierten Bett! Ich war so wütend dass ich auf dem Flur erstmal der Wand einen Tritt verpasste! Ich musste mir im Dunkeln ein neues Bett suchen, von Schlaf konnte jedoch keine Rede mehr sein. Draussen tobte ein heftiges Gewitter. Um 3 Uhr hatte ich genug und packte meinen Fotorucksack, Roland kam mit. So konnten wir ein paar schöne Fotos von der Milchstrasse machen welche sich gleich hinter den drei Zinnen befand. Am nächsten Tag erkundeten wir die Umgebung und fanden den einen oder anderen Spot. Es war eine tolle aber anstrengende Woche in den Dolomiten. Unser Wetterglück entschädigte uns für alles! Kapelle am Pragser Wildsee. Sehr schönes Restaurant mit hervorragendem Essen im Rifugio Scoiatolli Sessellift beim Rifugio Scoiatolli Aufstieg zur Dreizinnenhütte. Wir mussten einen beschwerlichen Umweg machen, nachdem wir eine Abzweigung verpasst hatten. Fantastische Bergwelt in den Dolomiten, das lässt jedes Fotografenherz höher schlagen. Nachtessen mit Blick zu den Drei Zinnen. Mehr Fotos aus den Dolomiten findest du hier: "Dolomiten" Genau ein Jahr später: Dolomiten 2017 Du möchtest meinen Blog abonnieren? Einfach den folgenden Link in deinem RSS Feed eintragen: http://www.adrian-wirz.com/feed.xml Natürlich freue ich mich auch immer über Kommentare! #Dolomiten #DreiZinnen #Südtirol #Italien #Berge #CinqueTorri #PragserWildsee #Kapelle #RifugioScoiattolli #RifugioCinqueTorri #Dreizinnenhütte #Milchstrasse
- Nikon Z7 mit Nikkor Z 24-200mm 4-6.3 VR
Seit rund 4 Monaten bin ich jetzt im Besitz des Nikkor 24-200mm 4-6.3 VR. Und ich bin total zufrieden mit diesem Objektiv. Aber blenden wir mal 12 Monate zurück. Mitte März 2020 kam auch in der Schweiz der Corona Shutdown und wie für die meisten war das auch für mich irgendwie eine bedrohliche Situation. Nur zuhause oder in der Natur fühlte man sich noch sicher. Aber was will ich tagelang zuhause? Immer die neusten Corona Breaking News lesen? Ich muss raus! Aber ich bin kein Wanderer und Enten füttern am Bach hinter dem Haus ist auch nicht mein Ding! Schon früher kurvte ich sehr gerne mit dem Mountainbike auf den Baselbieter Hochebenen rum, manchmal tagelang. So kam es dass ich mich immer mehr auf Websiten aufhielt, welche E-Mountainbikes anboten. Nach wochenlangem Zögern entschloss ich mich zum Kauf eines solchen Bikes und nach 3 Wochen warten hielt ich das Teil endlich in den Händen. Ich war von Beginn an begeistert wie leicht sich nun die Baselbieter Höhenzüge erklimmen lassen. Da ich neben dem Biken auch noch gerne fotografiere und aussergewöhnliche Stimmungen auch gerne festhalte, kam immer öfters meine Nikon Z7 mit in den Bike-Rucksack. Leider sehr oft mit dem falschen Objektiv, oder die Brennweite reichte nirgendwo hin. Ich musste immer wählen zwischen dem Nikkor 14-30 4.0 S oder dem Nikkor 24-70 2.8 S. Das Tamron 70-200 2.8 G2 mit Adapter war nie mit auf Tour, zu schwer und zu gross. Aber auch das 24-70 2.8 war mir zu schwer im Bike-Rucksack. Letzten Herbst während des Engadin WS durfte ich von einer Teilnehmerin das Nikkor Z 70-200 2.8 S testen. Unglaublich diese Schärfe selbst bei 200mm. Da werden neue Massstäbe gesetzt. Danke nochmals Elsi Hischier fürs ausleihen. Aber der Preis (2300 Fr.) und vor allem das Gewicht (1430 g.) machen es nicht unbedingt Rucksacktauglich. Ich wünschte mir sehnlichst ein Allround Objektiv! Letzten Frühling war es endlich soweit. Nikon präsentierte das Nikkor 24-200 4-6.3 VR. Der Preis war damals um die 1300 Fr. und liefern konnte Nikon auch mehrere Monate nicht. So geriet dieses Objektiv bei mir auch langsam in Vergessenheit. Zudem war ich in den Wintermonaten nicht mehr viel mit dem E-Bike unterwegs, oder wenn dann mit genügend warmer Kleidung im Rucksack. Mit den wärmeren Temperaturen und dem Beginn der milderen und farbenfroheren Jahreszeit, entschloss ich mich dann doch zum Kauf dieses Allroundobjektivs, der Preis war mittlerweile auf knapp über 900 Fr. gesunken und auch lieferbar. Ein erster Test folgte schon bald. Für Baselland Tourismus durfte ich eine E-Bike Route im Ober-Baselbiet fotografisch begleiten. Natürlich könnte ich jetzt an dieser Stelle etwas über die Schärfe und Auflösung dieses Objektivs schreiben. Aber das will ich nicht. Mir ist es egal ob die Schärfe etwas abnimmt bei Brennweite 185.5 oder zunimmt bei Brennweite 27.9. Darüber gibt es genügend andere Tests. Mir ist wichtig wie schwer ist das Objektiv und was kann es. Mit der Brennweite von 24-200mm decke ich fast alles ab was mir auf meinen Bike Touren vor die Linse kommt. Aber die Brennweite jenseits von 70mm ist mir schon wichtig. Praktisch immer fotografiere ich auf meinen Baselbieter-Touren von einem Aussichtspunkt in Richtung Tal. Das Foto oben mit einer für das Baselbiet typischen Hochebene habe ich Freihand mit 115mm Brennweite, f9 und ISO 64 gemacht. Als ich unterhalb dieser Fluh das Menu der Nikon Z7 etwas genauer unter die Lupe nahm, fiel mir auf dass sich der Bildstabilisator nicht aktivieren lässt. Zuhause nahm ich mich dem Problem etwas intensiver an. Das letzte Kamera Update war schon eine Weile her. Also die aktuellste Firmware installiert und auch der Bildstabilisator funktionierte wieder. Alles dabei auf einer meiner E-Mountainbike Touren. Mit der Z7 (675g), dem 24-200 Objektiv (570g) und dem Benro Carbon Stativ (1007g) komme ich auf ein Gesamtgewicht von 2.252 Kg. Noch ein Kabelfernauslöser von etwa 30g. Das lässt sich alles bequem und praktisch in meinem 24L Bikerucksack verstauen und es bleibt genügend Platz für Getränke und ein Cervelat mit Brot passt noch locker rein. Oben eine Langzeitbelichtung mit dem Nikkor 24-200 Objektiv. Brennweite 64 mm, Belichtungszeit 45 Sek, Blende 11 und ISO 64. Sehr oft bin ich in letzter Zeit mit der Nikon D7500 und dem Sigma 150-600 in Sachen Tierfotografie im Baselbiet unterwegs. Im kleinen Fotorucksack passt dann auch noch die Nikon Z7 mit dem 24-200 Objektiv perfekt rein. So auch an diesem Abend im Oberbaselbiet zum Sonnenuntergang. Ein Panorama aus 6 Aufnahmen. Falls du einen 4K Monitor besitzt kannst du hier schauen wie solch hochauflösenden Fotos aussehen. Allerdings sind einige dieser Fotos mit anderen Objektiven/Kameras aufgenommen worden. 4K Fotos Mit einer feinen Grillade, bei den zahlreichen Grillstellen im Oberbaselbiet, lässt sich die Wartezeit abends auch kulinarisch mit einer vitaminreichen Köstlichkeit vorzüglich überbrücken. Fazit: Mehr brauche ich nicht auf meinen Bike Touren, ein leichtes und kleines Stativ und ein Objektiv mit einer Brennweite welches Weitwinkel und grosser Zoombereich abdeckt. Genau diese Ausrüstung werde ich dann bei der Watzmann Erstbesteigung dabei haben und hoffentlich viele eindrückliche Momente einfangen. Das einzige was ich etwas vermisse, ist ein AF/MF Schalter am Objektiv. Der Autofokus lässt sich aber einfach über das Menu ausschalten. Aber je länger je mehr wünsche ich mir halt doch diesen AF/MF Schalter am Objektiv, schon aus reiner Gewohnheit. Früher hatten solche Allround Objektive keinen guten Ruf. Ich kann mich erinnern als ich vor Jahren das Nikon 24-120mm kaufen wollte. Von überall hörte ich: "....uhhh, nein kauf bloss das nicht...." Auch wenn ich heute verschieden Testberichte zum Nikon Z 24-200 4-63 VR lese, wirklich gut kommt es nicht weg. Aber....du machst gerne Bergtouren? Schon oft wolltest du deine Kamera mitnehmen? Aus Gewichtsgründen hast sie dann aber doch zuhause gelassen, oder du konntest dich nicht für ein Objektiv entscheiden? Jetzt musst du nur noch ca. 1 Kg mitschleppen. Ich kann nichts Negatives über dieses Objektiv sagen, ausser der fehlende AF/MF Schalter. Bei mir ist jetzt auf meinen Biketouren dieses Objektiv fast immer dabei! Für sogenannte "Money Shots" ist dieses Objektiv bestens geeignet. Es gibt ähnliche Allround Objektive auch für Sony Kameras: FE 24-240mm f/3.5-6.3 OSS . oder die Canon R Serie: CANON RF 24-240mm f/4.0-6.3 IS USM Das Benro Stativ FSL09CN00 Travel passt liegend genau in den Bike Rucksack. Die Kamera oben drauf. Geschützt in einer Regenhülle von Peak Design. So kriegt die Kamera keine Kratzer und ist bei Regen auch auf dem Stativ gut geschützt. Oben drauf passt locker noch eine Regenjacke. Für mich hat sich dieser Kauf gelohnt, da ich nicht immer alles mitschleppe ist jetzt auch die Nikon Z7 bei den Bike Touren und auf der Pirsch mit dabei....es könnte sich ja ein Mega Sonnenuntergang ergeben... Aber: will ich das Bestmögliche aus meiner Nikon Z7 rausholen, ist das Nikkor Z 24-70 2.8 S nach wie vor die erste Wahl. Die Schärfe dieses Objektivs ist einfach genial! Einen Erfahrungsbericht zur Nikon Z7 findest du hier: Nikon Z7 Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blog online ist? Abonniere meinen Newsletter , oder abonniere den RSS Feed. Beides findest du unten in der Fusszeile.
- DJI Air 2S: Eine Drohne auch für Fotografen?
Seit kurzem bin ich im Besitz einer DJI Air 2S Drohne. Vor etwas über 4 Jahren war ich schon mal im Besitz der ersten Mavic Drohne, diese landete jedoch nach einer Woche auf der Auktionsplattform Ricardo. Grund: Fotografenuntauglich! In der Zwischenzeit kam die DJI Mavic Pro auf den Markt und nach all den positiven Berichten war ich vor 2 Jahren kurz davor mir eine solche zu kaufen. Glücklicherweise konnte ich aber zuerst ein paar Mavic Pro RAW Dateien eines befreundeten Fotografen testen. Fazit: Nein, für mich zu wenig Dynamikumfang! Ich brauche eine Drohne (vorerst) hauptsächlich für Fotos. Im April 2021 kam die Air 2S auf den Markt und die versprach mehr Dynamikumfang. Zeit für einen Test der DJI Air 2S. Wenn man im Besitz einer Nikon Z7 ist, mit ihrem gewaltigen Dynamikumfang, ist der Kauf einer Drohne mit einem 1 Zoll Sensor eher ein heikles Unterfangen. Die 20 MP finde ich angemessen, klar etwas mehr wäre auch nicht falsch. Kurz und gut: Ich kaufte mir die Air 2S. Über die Flugeigenschaften fasse ich mich kurz: perfekt, ich hatte noch nie Verbindungsprobleme. Aber gespannt war ich vor allem auf die Fotos. Aber vor allem interessierte mich was passiert wenn ich die "Lichter" und "Tiefen" bis zum Anschlag hoch- resp. runterziehe. Dieses Foto ist mit 0.7 EV unterbelichtet. Kommt der Dynamikumfang schnell an seine Grenzen? Unten das Foto "Out of Cam". Ich benutze den RAW Converter von Photoshop, derjenige von Lightroom ist ähnlich. Auf dem unteren Screenshot habe ich beide Regler bis zum Anschlag gezogen. Man sieht, da tut sich einiges! Damit das Foto noch etwas mehr Glanz erhält habe ich noch den Weissabgleich, Klarheit und Dunst entfernen angepasst. Doch, ich muss sagen da hat sich etwas in der Sensor Entwicklung bei DJI getan. Jetzt sind die Fotos brauchbar! Das fertig bearbeitete Foto unten im 16:9 Format. Die Farben habe ich angepasst und die dunklen Stellen noch etwas aufgehellt. Allerdings ein Wermutstropfen bleibt: Die Blende ist fix bei 2.8, das merkt man vor allem an den Rändern. Dort sieht man die Unschärfe. Hier könnte DJI sicher noch nachlegen! Auch mit einem Panorama mit drei Aufnahmen aus 120 Metern Höhe habe ich mich schon versucht und auch dieses Ergebnis kann ich durchwegs als gelungen bezeichnen. Auch im Gegenlicht macht der Sensor der DJI Air 2S alles richtig. Der Dynamikumfang macht richtig Freude! Fazit: Ich behalte die Air 2S, sie ist klein und passt problemlos in den Bike Rucksack. Einzig die fixe Blende ist ein Minuspunkt. Wer weiss, vielleicht legt DJI beim nächsten Modell nach? Für die DJI Air 2S gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung für Fotografen, dabei habe ich die Videoeigenschaften noch nicht mal getestet und die spielen gewissen Berichten zufolge in der obersten Liga. Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blog online ist? Abonniere meinen Newsletter oder den RSS Feed unten in der Fusszeile.
- BenQ PD2720U: Mein neuer Bildbearbeitungs Monitor
Seit vielen Jahren verrichtet mein 22 Zoll Eizo Monitor seinen Dienst. Schon lange liebäugelte ich aber mit dem Kauf eines grösseren Monitors. Soll ich wieder einen (überteuerten) Eizo Monitor kaufen, oder haben da andere Marken gleichwertiges oder sogar besseres zu bieten? Dank der Corona Krise verbrachte ich mehr Zeit zu Hause und nahm mir Zeit verschiedene Modelle im Internet zu begutachten. Natürlich waren auch immer Eizo Modelle mit in der Wahl. Aber die hohen Preise für einen 4K Eizo Monitor schreckten mich ab. Noch vor wenigen Jahren brauchte ein Fotograf, der was auf sich hielt, einen Eizo Monitor, nur bei diesen gab es eine 100% Adobe RGB Farbabdeckung. Aber....in der Zwischenzeit hat sich auch bei anderen Monitor Herstellern einiges getan. Man findet einige Modelle welche die 100% Adobe Farbabdeckung auch garantieren. Früher wurden diese Hersteller abschätzig belächelt. Aber nehmen wir ein anderes Beispiel aus der Fotobranche: Tamron! Früher als Billigobjektiv verschrien, haben diese Objektive inzwischen einen hervorragenden Ruf. Warum sollte das nicht auch bei einem neuen Monitor eines anderen Herstellers so sein. Meine erste Wahl fiel auf einen NEC Monitor welcher auch alle Voraussetzungen für die professionelle Bildbearbeitung bietet und auch preislich im Rahmen lag. Aber ich zögerte zu lange und dann war dieses Modell vergriffen. Lieferfristen bis zu 4 Wochen. Kurz darauf "stolperte" ich erstmals über einen BenQ Monitor! BenQ? Ist das nicht so ein weiteres Asiatisches Billigprodukt, welches nach ein paar Monaten auseinanderfällt? Aber werden nicht auch unzählige andere Produkte in Asien resp. China gefertigt? Das Iphone zum Beispiel... Auch einige Youtube Videos habe ich mir zu dem Modell BenQ PD2720U angeschaut. Oftmals hatte ich allerdings das Gefühl dass diese Beiträge von BenQ gesponsert werden und bei den anderen fragte ich mich, ob die überhaupt was von Bildbearbeitung verstehen. Also meine Entscheidung haben diese Videobeiträge nicht gross beeinflusst. Auch unzählige Testberichte im Internet habe ich gelesen. Auch nicht wirklich hilfreich! Das tönt doch mal interessant: Ausgestattet mit der AQCOLOR Technologie von BenQ wird eine höchstpräzise Farbwiedergabe garantiert. Der BenQ PD2720U unterstützt den DCI-P3 und Display P3 Farbraum zu 96% und deckt die Farbräume AdobeRGB, sRGB sowie Rec.709 zu 100% ab. Zu den weiteren Mehrwerten des Monitors gehören die Zertifizierungen CalMAN und Pantone, welche die akkurate Wiedergabe von Farben nach den Industrie-Standards sicherstellen. Jeder Monitor wird werkseitig kalibriert, um eine präzise Delta-E und Gamma-Leistung out-of-the-box sicherzustellen. Ein individueller Kalibrierungsreport liegt jedem Monitor bei. Schlussendlich habe ich mir gesagt: "Komm mach es...wenn es nicht passt schickst ihn wieder zurück!" Eigentlich war jetzt nur noch die Frage: 27" oder gleich 32". Ich entschied mich für einen 27". Schon nach 2 Tagen traf der Monitor bei mir ein. Alle möglichen Kabel waren mit dabei! Ich brauchte kein einziges, Stromkabel und DisplayPort hatte ich ja schon beim Eizo Monitor. In wenigen Minuten war der Eizo durch den Benq ersetzt. Das erste was mir unangenehm auffiel war die Helligkeit, das waren meine Augen nicht gewöhnt. Also schraubte ich die Helligkeit runter auf 75%. Überhaupt war plötzlich alles so weiss und klar! Stimmen die Einstellungen? BenQ kalibriert ja jeden Monitor einzeln und legt den entsprechenden Kalibrierungsreport bei. Ich glaubte diesen Einstellungen nicht ganz und kalibrierte den Monitor mit dem Datacolor Spyder 5 Pro. Danach musste ich noch den Mauszeiger vergrössern, den fand ich auf diesem 4K Monitor kaum noch, so klein war er geworden! Nach und nach machte ich mich auch mit dem Menu vertraut, um diese Einstellungen vorzunehmen gibt es hinten am Monitor einen kleinen Joystick mit welchem das sehr bequem geht. Aber es geht noch viel bequemer! Mit dem beiliegenden Hotkey Puck! Mit diesem Hotkey Puck kann ich alle Einstellungen am Menu vornehmen. ich kann die Tasten 1-3 Mit Funktionen belegen. Man kann also z.B. per Knopfdruck von sRGB auf Adobe RGB umschalten. was mich aber am meisten beeindruckt hat ist die Schärfe und Klarheit. Unglaublich welche Details ich jetzt auf einem 4K Foto sehe. Auch die Augen haben sich langsam an diesen brillianten BenQ Monitor gewöhnt. Was dieser Monitor in Sachen Bildbearbeitung bringt werden die nächsten Tage zeigen. Die ersten Versuche sehen auf jeden Fall vielversprechend aus. Der Detailreichtum ist einfach gewaltig! Izwischen habe ich mich schon komplett an den neuen Monitor gewöhnt. Was zu Beginn noch ungewohnt war, (Grösse/Klarheit/Helligkeit) ist inzwischen ganz normal geworden, auch bei die Bildbearbeitung mit Photoshop merke ich keine Unterschiede. Das einzige was ich mich nach einer Woche mit dem neuen Monitor frage: wäre ein 32" Zoll nicht besser gewesen? 31.07.2020: nach rund 4 Monaten hab ich mich komplett an den neuen Monitor gewöhnt. Habe ihn an meine Bedürfnisse angepasst. Aber heute würde ich gleich den 32" Monitor kaufen! NACHTRAG 04.09.2024 Nach gut 4 Jahren ist der Benq Monitor defekt, kein Bild mehr. An zwei PCs ausprobiert, da geht nix mehr. Dieser Defekt hat sich schon länger abgezeichnet, durch Flimmern und Bildausfälle. Ein Wackelkontakt kann ich ausschliesen. Auf den Müll mit dem China Schrott! In der Zwischenzeit steht ein 32" Asus ProArt PA329C auf meinem Schreibtisch. Du möchtest meinen Blog abonnieren? Schreib einfach untenstehenden Link in deinen News Reader und du bist immer sofort informiert sobald ein neuer Blog online ist. Kopieren geht leider nicht da die ganze Website Copyright geschützt ist: https://www.adrian-wirz.com/feed.xml
- Buus - Back to the Roots
Die Kirschblütensaison ist vorbei, es ist wieder Ruhe eingekehrt im Baselbiet, so auch im kleinen, ehemaligen Bauerndorf Buus im Kanton Baselland. In letzter Zeit habe ich viel Zeit in dieser Gegend verbracht, hier sind meine Wurzeln, unzählige glückliche Stunden durfte ich hier verbringen. Als ich letztes Jahr diesen Aussichtspunkt zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder besuchte und die Stille genoss, kamen manche Kindheitserinnerungen hoch. Meine beiden Eltern sind beide in diesem Dorf aufgewachsen, ich selber habe aber nie hier gewohnt, ja ich bin sogar im Kanton Aargau geboren. Trotzdem verbrachte ich in den Schulferien immer einige Tag bei meinen Grosseltern welche damals einen kleinen Bauernbetrieb besassen, mit Kühen, Schweinen, Schafen, Hühnern und natürlich Pferden. Mein Grossvater war stolzer Kavallerist im Aktivdienst und Pferde waren sein Ein und Alles. Ich selber hatte nie einen Bezug zu Pferden. Trotzdem weiss ich heute immer noch die Namen seiner drei letzten Pferde. Ulan, Rella und Jeanette. Viel lieber waren mir seine Hunde und unzähligen Katzen, aber vor allem seine jeweiligen Deutschen Schäferhunde hatten es mir angetan. Mit ihnen erkundete ich mit Begeisterung die nähere Umgebung. Vieles hat sich verändert seit diesen Jahren, das Traktorengebrumm im Dorf ist mehrheitlich verschwunden wie auch sehr viele Kirschbäume. Damals waren die Felder voll und jeweils anfangs Schulferien im Sommer, war das ganze Dorf auf den Bäumen, ich auch! Es gehörte aber bei weitem nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Viel lieber baute ich mir ein Zelt unter einem Kirschbaum und reiste in meiner Fantasie nach Montana, dort waren Bessy und Andy zuhause. Stapelweise besass ich diese Comics und immer und immer wieder las ich diese spannenden Geschichten. An einen Standort auf einem kleinen Hügel mag ich mich ganz besonders gut erinnern. Heute steht auf diesem grossen hügeligen Feld kein einziger Kirschbaum mehr. Heute besitze ich nur noch wenige Exemplare dieser damals sehr umfangreichen Sammlung. Später unternahm ich unzählige Streizüge mit den Deutschen Schäfern meines Grossvaters und erlebte im Kleinen die Abenteuer von Bessy und Andy in der Wirklichkeit. Die Begegnung mit einem Rudel Wildschweine welche urplötzlich vor mir standen, oder im tiefsten Winter bei einsetzender Dunkelheit als uns ein Keiler in der Spur folgte weil der Schnee so hoch lag, bleiben unvergesslich. Viele Jahre später besass ich selber mal eine "Bessy" ,allerdings war es ein Rüde und hörte auf den Namen (A) Laska. Auch mit ihm unternahm ich kilometerlange Wanderungen, damals wohnte ich in Wenslingen und Zeglingen. In Buus habe ich aber auch meine ersten Gehversuche in der Fotografie unternommen. Als 11-jähriger wünschte ich mir eine Kamera zu Weihnachten und die Freude war gross als ich unter dem Weihnachtsbaum eine Agfa entdeckte. Die hatte damals so Filmkassetten welche man einlegen musste und Blitzwürfel zum aufstecken. Nach jedem Blitz war das Ding verschmort und man musste den Würfel drehen. Die ersten Fotos damit habe ich im Garten des Bauernhauses meiner Grosseltern gemacht. Wie ich so dasitze und über Vergangenes sinniere, erinnere ich mich auch an die traditionelle Fackelabfahrt von der Farnsburg ins Dorf. Die Einwohner von Buus versammelten sich auf dem steilen Feldweg (etwa obere Bildmitte) um dieses Erlebnis zu geniessen. Wie gerne wäre ich doch auch einer dieser Skifahrer gewesen. Oftmals mussten die Skifahrer den Weg von Schneefeld zu Schneefeld suchen! Auch einen Skilift hatte es in Buus, viele Jahre später suchte ich nach den Spuren und fand das Seil mit den Bügeln verrostet im Wald liegen. Heute ist Buus vor allem wegen eines besonders schönen Kirschbaums unter Fotografen bekannt. Der Besitzer hegt und pflegt ihn. Früher wäre das wohl nicht möglich gewesen allen Kirschbäumen die selbe Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Foto aus der Heimatkunde von 1970. Wer genau hinschaut, entdeckt den Standort dieses heute beliebten Fotosujets. Beim Betrachten dieses knapp 50 Jahre alten Fotos, erinnere ich mich auch gerne an die Zwetschgen und Mirabellen Bäume meiner Grosseltern, der Standort dieser Bäume war ganz links im unteren Bilddrittel, heute ist dort alles mit Neubauten verbaut. Damals wurden die Bäume ohne grosse Planung gepflanzt, erste Anzeichen einer Modernisierung zeigten sich allerdings schon damals. Wer "den Kirschbaum" kennt, fährt an einer Kirschbaumplantage auf einem Hügel vorbei. Ich fand diese Anlage schon damals grässlich und bin auch heute kein Freund solcher Plantagen. Kirschbäume in Reih und Glied bei Buus. Früher auch eher eine Seltenheit. Hier noch ein Foto von meinem Grossvater (väterlicherseits) mit seinen beiden Pferden "Rella" und "Jeanette" ebenfalls aus dem Jahre 1970. Ich war immer gerne in Buus und mag den Charme dieses Oberbaselbieter Dorfes auch heute noch, auch wenn ich nie dort gewohnt habe. Du möchtest meinen Blog abonnieren? Schreib einfach untenstehenden Link in deinen News Reader und du bist immer sofort informiert sobald ein neuer Blog online ist. Kopieren geht leider nicht da die ganze Website Copyright geschützt ist: https://www.adrian-wirz.com/feed.xml #Buus #Kirschbaum #Baselbiet #Baselland #Oberbaselbiet
- Faszination Lighttrails
Langzeitbelichtungen gehören für mich wohl zu den faszinierendsten Momenten in der Fotografie. Einige sagen "Das ist nur dank Photoshop möglich", was sicher auch stimmt. Aber ohne richtig belichtetes Material hilft auch kein Photoshop mehr. Und diese Zeitspanne ist sehr kurz. Schon vor rund 30 Jahren versuchte ich mich in der Formel 1 Fotografie mit längeren Verschlusszeiten. Ja klar, diese Autos haben keine Lichter, trotzdem faszinierten mich die verschwommenen "Mitzieher" bei welchem das Auto eine Dynamik bekommt. Gelungen ist mir das damals nicht wirklich, dazu hätte ich wohl ein Stativ benötigt. Aber das war damals unter Formel 1 Fotografen verpönt. Wirklich gut liessen sich solche Fotos in den 80iger Jahren auch nicht verkaufen. Damals war das Augenmerk auf den unterschiedlichen Lackierungen, welche sich von Rennen zu Rennen ändern konnten....solche seltenen Fotos waren jeweils das Highlight. Aber zurück in die Gegenwart. Das Foto oben mit der Kapelle Maria Gern ist wohl mein bisher bestes Foto mit Lighttrails. Die Entstehungsgeschichte dazu kannst du im folgenden Blog nachlesen. Meine drei besten Fotos Schon vor rund 8 Jahren, als ich meine ersten Gehversuche in der Landschaftsfotografie startete, verbrachte ich unzählige Stunden bei Nacht auf der Bölchenfluh und übte mich in Langzeitbelichtungen. Ich wusste zwar was die blaue Stunde ist, aber interessieren tat mich das nicht wirklich. So blieb ich oft bis spät in die Nacht dort oben. Heute ist das anders. Bevorzugt fotografiere ich gegen Ende der blauen Stunde, oder zu Beginn der nautischen Dämmerung. Dieses Foto entstand im Juli 2013. Ich kann mich noch gut erinnern wie ich zusammen mit Roland Moser auf dem Grat stand, die Kameras waren weiter unten positioniert. Plötzlich sah ich wie mehrere Motorradfahrer ihre Maschinen starteten. Ich rannte so schnell es auf dem steinigen Gelände möglich war, runter zu meiner Kamera. Es gelang mir mein erstes wirklich brauchbares Lighttrail Foto und es ist nur durch Zufall entstanden. Sicher einer der bekanntesten Spots in der Schweiz für Lichtspuren Fotos. Inzwischen war ich auch schon zweimal dort. Dieses Foto mit Lichtspuren sah ich im Internet. Deshalb versuchten wir im Sommer während unseres Scouting Besuchs in den Dolomiten dieses Foto auch zu realisieren. Leider ist die blaue Stunde im Hochsommer sehr spät so dass nur noch selten Autos über den Passo Giau fahren. Also musste Roland Moser die Spur legen. Zufälligerweise folgte ihm noch ein Auto. Entwicklungsmässig war dieses Foto allerdings schon grenzwertig, weil zu sehr unterbelichtet. Dieses Foto mit Lichtspuren zwischen den Kirschbäumen entstand 2018. Gesehen hatte ich es erstmals bei Tobias Ryser. Das Foto mit dem fahrenden Zug beim Landwasserviadukt war eine der grössten Herausforderungen. Nur jede Stunde fährt dort ein Zug vorbei. Also galt es bei den früheren Zügen herauszufinden wie lange sie jeweils brauchten von der Abfahrt bei der oberen, sichtbaren Haltestelle, bis zur Einfahrt in den Tunnel unter der Aussichtsplattform. Filisur liegt ja nicht gleich um die Ecke für mich, so hatte ich nur einen Versuch. Einerseits wollte ich die Beleuchtung unter der Brücke, andererseits ist das auch etwas heikel, je dunkler es wird umso greller die Beleuchtung. Insgesamt verbrachte ich über drei Stunden dort oben, bis ich dieses Foto im Kasten hatte. Bei diesem Spot war ich die letzten Monate immer wieder, einmal sogar bei einem richtigen Schneesturm. Aber auch bei Schnee wirkt diese Location nicht wirklich. So versuchte ich mich kürzlich bei frischem Blattgrün. Wirklich überzeugen kann mich dieses Foto aber nicht. Kürzlich war ich bei der Festung Aarburg. Ich dachte mir schon längere Zeit dass sich dort auch was machen lässt mit Leuchtspuren. Bei diesem Foto waren leider die Autos nur in eine Richtung unterwegs und beim unteren nur in die andere. Gerne hätte ich beides auf einem Foto vereint. Ich werde sicher diesen Spot nochmals aufsuchen. Wie solche Fotos entstehen, auf was man achten sollte etc. das zeigen wir dir jeweils am Ende unserer Workshops. Wir werden zukünftig wenn immer möglich solche Spots während unserer Workshops aufsuchen, und wir können dir garantieren, dank unserer Erfahrung, dass du solche Fotos realisieren kannst. Eine weitere Lieblingsdisziplin von mir sind Nebelwellenfotos, aber das weiss inzwischen auch fast jeder. Leider sind solche Wellenfotos fast nur in den Herbst-Wintermonaten möglich, Lighttrails sind fast immer zu realisieren. Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blog online ist? Abonniere meinen Newsletter , oder abonniere den RSS Feed. Beides findest du unten in der Fusszeile. #Lighttrails
- Die Eiche im Schweizer Jura
Schon viele Jahre steht sie einsam auf einer Krete im Schweizer Jura, und gefühlte 30 Jahre habe ich mir gedacht, jetzt musst du diese Eiche einmal genauer unter die Lupe nehmen. Inzwischen war ich unzählige Male dort oben und genoss die einzigartigen Stimmungen. An einem Sommerabend vor zwei Jahren war es dann soweit. Eigentlich wollte ich nur schauen wie sich diese Eiche während des Sonnenuntergangs macht, lohnt es sich überhaupt. Dann entdeckte ich das grosse Loch im Stamm. Sofort wurde mir klar: das passt, nicht jetzt, aber später im Jahr! Mit dem ersten Anlauf vor zwei Jahren war ich noch nicht ganz zufrieden, deshalb konnte ich den 2. Anlauf im letzten Jahr kaum erwarten. Diesmal war der Zeitpunkt für den Sonnenstern goldrichtig! Aber auch später im Jahr bietet diese Eiche viele Möglichkeiten und ist fast immer ein lohnendes Motiv. So zieht es mich immer wieder dorthin zurück. Einmal sogar kurz vor Mitternacht, es war Vollmond und der Nebel senkte sich. Nichts wie los! Leider stieg der Nebel nur wenige Minuten nach meiner Ankunft wieder und ich stand in der dicksten Suppe. Der Rückweg war ein Abenteuer, die Sicht gleich Null. Im Januar 2019 regierte auf diesen Höhenlagen im Baselbieter Jura der Winter, mit Schnee, Kälte und Wind. Mit den Schneeschuhen kämpfte ich mich durch die meterhohen Schneeverwehungen und wartete geduldig. Inzwischen gehört diese knorrige Eiche wohl zu einem der meistgesuchten Fotomotive. Bis jetzt kennen aber nur wenige Fotografen den Standort. Ebenfalls im Januar, nur wenige Tage nach meinem ersten Besuch im Jahr 2019, gelang mir endlich worauf ich gehofft habe. Der Nebel verzog sich zwar erst kurz nach Sonnenuntergang, trotzdem war ich so begeistert von diesem Anblick! Aber noch viele weitere Ideen hatte ich in meinem Kopf. Im Dezember konnte ich auch diese umsetzen, der Nebel hatte während mehrer Tage die optimale Höhe, es bildete sich jeweils in kurzer Zeit wunderschönes Raueis. An diesem Nachmittag im Dezember 2019 machte ich mich schon früh auf den Weg. Knapp an der Nebelobergrenze stand ich eine gute Stunde dort und wartete. plötzlich lichtete sich der Nebel, eigentlich zu früh für mein Vorhaben. Das Raueis fiel wie Schnee von den Ästen da die Luft ausserhalb des Nebels doch sehr warm war. Eigentlich war dieses Foto nicht geplant, aber so sieht man die Grössenverhältnisse doch recht gut. Zwei Tage später war ich schon wieder dort....diesmal hatte sich richtig dickes Raueis an den Ästen gebildet. Der Nebel blieb, später sah ich auch schwach den Mond durch den Nebel schimmern, das sollte perfekt passen für mein Vorhaben! Der Nebel und das Raueis verleihen diesem Foto etwas Magisches! Im nächsten September führen wir an diesem Spot einen Workshop durch, wir fotografieren den Sonnenstern durch das grosse Loch im Stamm dieser Eiche. Die Teilnehmerzahl ist auf sechs Personen beschränkt, damit auch jeder seinen Sonnenstern fotografieren kann. Info und Anmeldung über diesen Link: Sonnenstern Mitte November 2020 gelang mir endlich dieses Foto oben mit der deutschen Eiche und im Hintergrund Eiger, Mönch und Jungfrau. In der Ausgabe 09/2020 ziert diese Eiche mit dem Sonnenstern das Titelfoto der Zeitschrift DigitalPhoto Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blog online ist? Abonniere meinen Newsletter , oder abonniere den RSS Feed. Beides findest du unten in der Fusszeile.
- Der Birnbaum in Rünenberg
Inzwischen ist dieser alte Birnbaum in Rünenberg einer von vielen Hotspots für Fotografen im Oberbaselbiet. Fast jeder Oberbaselbieter kennt diesen Baum. Vor einigen Jahren wollte ihn der Besitzer fällen. Warum es nicht dazu kam... Die Rünenberger Bevölkerung wehrte sich mit allem was ihr zur Verfügung stand gegen die Fällung ihres Wahrzeichens. Obwohl der Besitzer gleich daneben als Ersatz einen jungen Birnbaum gesetzt hatte. Die Rünenberger wollten ihren Birnbaum behalten. Schliesslich konnten die Einwohner den Landwirt überzeugen und so trotzt er weiterhin jedem Wintersturm und steckt auch Windgeschwindigkeiten bis zu 150 km/h locker weg. Der eine oder andere Kirschbaum in der unmittelbaren Umgebung fiel diesen Windgeschwindigkeiten zum Opfer. Es gibt noch einen zweiten berühmten Rünenberger: General Sutter, er war Bürger von Rünenberg und auf seinem Land in Neu-Helvetien (heute Kalifornien) fand man im Jahre 1841 Gold, welches den Goldrausch auslöste. Heute zeugt ein Denkmal beim Dorfweiher von diesem berühmtesten Rünenberger. Natürlich muss man auch den weltberühmten Baselbieter General Sutter Kirsch erwähnen... 2013 war ich mit Roland Moser zur Kirschblütenzeit im Oberbaselbiet unterwegs und natürlich gehörte auch dieser Birnbaum zu unseren Motiven. Ich kann mich noch gut erinnern wie wir diesen Baum an einem Samstagnachmittag genauer unter die Lupe nahmen. Von allen möglichen Standpunkten probierten wir eine ansprechende Komposition. Aber nichts überzeugte uns wirklich. 2014 an einem Sonntagabend im April, es muss so gegen 22 Uhr gewesen sein, trat ich auf den Balkon, die ganze Gegend war hellerleuchtet durch das Vollmondlicht. Spontan entschied ich diesen Baum im Mondlicht zu fotografieren. Rünenberg liegt ja in unmittelbarer Nähe zu Sissach. Schon 10 Min. später war ich vor Ort. Aber es passte einfach nicht und so hatte ich Zeit zum überlegen was sich aus diesem Baum machen lässt. Irgendwann kam mir die Idee mit dem Sonnenaufgang. Eine Handyapp hatte ich damals noch nicht. Aber dass die Sonne im Osten aufgeht war mir damals schon klar :-) und auch wo Osten ist wusste ich... An diesem Montagmorgen im April 2014 war ich schon sehr früh vor Ort. Die Temperatur betrug um die 0 Grad und aus Bequemlichkeit und wegen der Feuchtigkeit im Gras, zog ich nur die Gummistiefel an, schon kurze Zeit später fror ich jämmerlich an den Füssen und an den Händen. Aber die Anspannung war zu gross als dass ich mich davon ablenken liess. Einige Flugzeuge zogen am Himmel ihre Kondensstreifen hinterher und eine kleine Wolke zeigte sich im Osten, ansonsten schien alles angerichtet. Einzig die kleine Wolke machte mir etwas Sorgen, denn sie lag genau an der Stelle im Osten wo es immer heller wurde! Aber meine Sorgen waren unbegründet, sie löste sich immer mehr auf! Und so erlebte ich einen traumhaften Sonnenaufgang, die Sonne kam an der richtigen Stelle zwischen den kleinen Bäumen hoch. Ich konnte mir danach einen Jauchzer nicht verkneifen! In den folgenden Jahren war ich auch immer wieder vor Ort, manchmal enttäuschend und manchmal einfach gewaltig wie im Frühjahr 2018. Von Westen kam eine Front und im Osten zeigte sich ein Föhnloch. Gemeinsam mit den anderen Fotografen hofften wir dass der Föhn die nahende Front bis zum Sonnenaufgang aufhalten kann. So war es dann auch. Das Farbenspektakel am Himmel war einfach gewaltig! Was mir 2014 mit dem Vollmondlicht nicht gelang, konnte ich 2020 dafür umsetzen. Ausgerüstet mit einer kräftigen Stirnlampe, übte ich lange bevor sich andere Fotografen hinzugesellten an meinem Bild. Nach ungefähr einer Stunde Üben hatte ich es dann im Kasten, im Osten zeigte sich schon schwach die Morgenröte. Auch bei heftigem Schneefall oder klirrender Kälte war ich schon oft vor Ort. Auch wenn dieser Birnbaum zur Blütezeit nur noch ein Schatten früherer Jahre ist, so erfreut er uns doch jeden Frühling aufs Neue. Hoffen wir dass er noch einige Winterstürme überlebt! Du möchtest immer sofort informiert werden wenn ein neuer Blog online ist? Abonniere meinen Newsletter , oder abonniere den RSS Feed. Beides findest du unten in der Fusszeile.































































