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Back in the Dolomites

Aktualisiert: 28. Mai 2022


Anfang Juli war ich zusammen mit Roland und Andreas Gerth wieder in den Dolomiten. Frühmorgens um 4 Uhr ging es los. Die Fahrt verlief problemlos und staufrei bis Bruneck, dort knallte uns eine italienische Mercedes Fahrerin, nach einem harten Bremsmanöver im Tunnel, voll hinten rein. Der Knall liess nichts Gutes erahnen und so dachte ich dass die Reise hier wohl schon zu Ende ist. Die Carabinieri waren schnell vor Ort und nahmen den Schaden auf. Das Heck war zertrümmert, die Klappe liess sich nicht mehr öffnen, aber der Dacia Duster rollte noch. So reparierte uns eine Carosseriewerkstatt das Auto notdürftig und einer Weiterfahrt stand nichts mehr im Wege. Die Heckklappe blieb allerdings geschlossen, was das hantieren mit dem Gepäck die folgenden Tage etwas umständlich machte.

Mit etwas Verspätung, aber immer noch frühzeitig erreichten wir die Auronzohütte am Fuss der Drei Zinnen.

Auronzo Hütte

Ein gemütliches Zimmer erwartete uns, allerdings waren die Matratzen etwas gar weich. Aber wir waren ja nicht zur Erholung hier. Am Himmel zogen viele Wolken in grosser Geschwindigkeit vorbei, genau richtig für unser Vorhaben. Ab 19 Uhr konnte man sich am reichhaltigen Abendbuffet bedienen. Das Essen war wie immer sehr gut. Wir beeilten uns und schlangen das Nachtessen inkl. Dessert in der Rekordzeit von 15 Min. runter. Dann ging es los! Das Ziel war der Grat bei den Zinnen. Wir rechneten mit etwa 40 Min. Marschzeit. Im Eiltempo marschierten wir los. Der letzte Abschnitt hoch auf den Paternkofelgrat hatte es in sich. Wir nahmen den kürzeren und steileren Weg. Gleich zu Beginn eine solche Höchstleistung zehrte doch an den Kräften. Aber wir schafften es in rund 35 Min.

Es erwartete uns eine grandiose Stimmung. Allein dieser Anblick war die Reise wert. Vom Tal zog Nebel hoch, der Mond schien durch die Wolkenlücken, am Himmel hatte es interessante Wolkenformationen und die Sonne verschwand langsam hinter den Dolomiten Spitzen.

Drei Zinnen in den Dolomiten

Bei fast völliger Dunkelheit wanderten wir danach den angenehmeren Weg zurück zur Auronzohütte. Die Nacht war kurz, denn schon um 3.30 Uhr klingelte wieder der Wecker.

Tre Cime di Lavaredo

Wir wollten zu dem kleinen See unterhalb der drei Zinnen. Allerdings war schon aller Schnee rund um die Zinnen geschmolzen, so dass ich wenig Hoffnung auf eine perfekte Spiegelung hatte. Dem war dann auch so und ich konzentrierte mich auf andere Motive. (Roland und Andi fanden aber einen guten Standort um die Zinnen zu spiegeln).

Drei Zinnen

Ich konzentrierte mich auf den kleinen Bach und die Alpenrosen.

Drei Zinnen in den Dolomiten

Alpenrosen vor den drei Zinnen in den Dolomiten.

Auch an diesem Morgen zogen die Nebelschwaden um die Drei Zinnen. Mal waren sie komplett verhüllt und dann wieder klar zu sehen.

Drei Zinnen

Pause bei den Drei Zinnen vor dem anstrengenden Marsch zur Dreizinnenhütte quer über die Geröllfelder.

Drei Zinnen Hütte - Sextner Dolomiten

Da wir eine Alternativ Route zu der Dreizinnenhütte suchten war dieser Spot ideal. Aber wir unterschätzten die Distanz. Quer durch das Geröllfeld, mal auf einem Wanderweg dann wieder über Stock und Stein suchten wir die Direttissima zum offiziellen Wanderweg. Es war der Tag mit den meisten Marschkilometern, die App auf dem Handy zeigte am Abend 13.4 km. Die Temperaturen waren zwar angenehm, aber das ewige Auf und Ab zehrte an den Kräften, zumal die Dreizinnenhütte immer im Blickfeld war und doch so weit entfernt. Nach einigen Pausen erreichten wir den offiziellen Wanderweg und bald darauf nach einem kurzen, aber heftigen Anstieg auch die Dreizinnenhütte. Zum Glück konnten wir gleich unser Zimmer beziehen und uns ein wenig ausruhen.

Zimmer in der Dreizinnenhütte

Ein einfaches, aber gemütliches Zimmer in der Dreizinnenhütte mit direktem Blick zu den Drei Zinnen.

Blick aus dem Fenster der Dreizinnenhütte

Aussicht aus dem Zimmer. Aber der Tag war noch lang. Andreas und ich gönnten uns erstmal ein Bier.

Terrasse bei der Dreizinnenhütte

Andreas Gerth

Sachertorte in der Dreizinnenhütte

Später kam auch Roland noch dazu und wir genehmigten uns ein zweites Bier, diesmal mit der sehr guten Sachertorte. Darauf habe ich mich u.a. ein ganzes Jahr lang gefreut!

Drei Zinnen Panorama

Nachmittags nahmen wir dann noch den Aufstieg zum Plateau oberhalb der Dreizinnenhütte unter die Füsse. Von dort oben hat man einen fantastischen Ausblick auf die Drei Zinnen Arena

Dolomiten Panorama

Bergwelt der Dolomiten

Dolomiten

Andreas und Roland beim Abstieg vom Plateau. Danach war das wohlverdiente Abendessen angesagt. Auch in der Dreizinnenhütte hat man wie in den anderen Berghütten in den Dolomiten 2-3 Menus zur Auswahl. Leider dauerte es etwas lange bis das Essen serviert wurde, die Zeit um die Abendstimmung zu fotografieren wurde langsam knapp. Aber wir schafften es trotzdem noch rechtzeitig. Die Hetze war allerdings umsonst, schon bald zog dicker Nebel vom Tal hoch und versperrte jegliche Sicht auf die Drei Zinnen. Das blieb dann auch so. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um halb drei Uhr das erstemal, aber noch immer war dicker Nebel. Beim 2. Klingeln um halb Vier sah es dann draussen schon viel besser aus. Im Tal wabberte dicker Nebel, während die Zinnen vollkommen nebelfrei waren. Nichts wie nach draussen. Andreas und Roland kraxelten erneut auf das Hochplateau, während ich mir einen anderen Standort suchte.

Der nächste Morgen: Die ersten Sonnenstrahlen lassen die Drei Zinnen in schönem Rot leuchten, während im Tal der Nebel langsam hochsteigt.

Drei Zinnen
Dreizinnenhütte

Auch ein Klassiker! Dreizinnenhütte vor den Drei Zinnen.

Nach dem Frühstück hiess es zusammenpacken, weitere Locations in den Dolomiten warten.

Ein Blick zurück zur Dreizinnenhütte.

Ein letztes Foto mit den Drei Zinnen auf dem Paternkofelgrat, dem höchsten Punkt auf dem Rückweg zum Parkplatz. Von nun an ging es bergab. Unser nächstes Ziel war der Falzarego Pass. Dort übernachteten wir zwei Nächte im " Hotel Al Sasso di Stria". Wie überall im Südtirol sehr freundliches Personal, das gerne auf Sonderwünsche (die hatten wir) einging.

Hotel Al Sasso di Stria am Falzarego Pass

Nachmittags stand eine Wanderung zum Lago di Limedes auf dem Programm, ich musste diese leider sausen lassen da ich mir eine leichte Magenverstimmung eingehandelt hatte. Aber gemäss Roland und Andreas hatte der See wenig Wasser, aber viele Wildcamper rund um den See. Am nächsten Morgen war wie üblich um 3.30 Uhr Tagwache. Eigentlich waren die Cinque Torri nicht auf dem Programm, aber das frühe Aufstehen lohnte sich. Während wir im letzten Jahr eine traumhafte Nebelstimmung erleben durften, war dieses Jahr der Himmel sternenklar. Auch dieser Aufstieg ist frühmorgens kein Mondlichtspaziergang, aber auf gefestigten Wegen war er doch gut zu bewältigen. So warteten wir auf den Sonnenaufgang.

Andreas und Roland.

Da wir letztes Jahr fast auf den Tag genau auch an dieser Stelle auf den Sonnenaufgang warteten, mussten wir auch keine App konsultieren um nachzuschauen wo die Sonne denn jetzt genau aufgeht.

Cinque Torri in den Dolomiten

Sonnenaufgang bei den Cinque Torri

Panorama Cinque Torri

Panorama bei den Cinque Torri. Nach dem Sonnenaufgang beeilten wir uns zu einem anderen Standort, um die Sonne auf dem Foto hinter einem der Cinque Torri zu platzieren.