• Adrian Wirz

Dolomiten-Workshop 2017


Vom 04.09.2017 - 08.09.2017 führten Roland Moser und ich unseren ersten Dolomiten Workshop durch. Nachdem wir uns anfangs wegen des frischgefallenen Schnees am Sonntag bei den Drei Zinnen noch Sorgen machten ob wir überhaupt die Passstrasse hochkommen, lösten sich diese spätestens am Montagmorgen in Luft auf. Die Temperaturen waren schon bei der Abfahrt angenehm und das Wetter zeigte sich in den Dolomiten wie wir es bisher gewohnt waren von seiner freundlichen Seite. Richtiges Fotografenwetter, mit Regen, Wolken, Vollmond und Sonnenschein. Der erste Stopp war am Pragser Wildsee wo wir im gleichnamigen, historischen Hotel die erste Nacht verbrachten.

Alle waren überrascht wegen der vielen Touristen um den See, aber das ist in den Dolomiten in der Zwischenzeit überall so und überschritt bei der Dreizinnenhütte teilweise meine Schmerzgrenze. Aber mittlerweile habe ich mich etwas daran gewöhnt und zudem bin ich ja auch einer dieser Touristen.

Aussicht vom Hotelzimmerbalkon im 3. Stock auf den Pragser Wildsee

Hotelzimmer im Hotel "Pragser Wildsee" Gleich nach der Ankunft bezogen wir unsere Zimmer und trafen uns später in der gemütlichen Sitzecke zur Begrüssung und Info über den Dolomiten Workshop. Danach erkundeten wir die Gegend rund um den Pragser Wildsee.

Um 18 Uhr trafen wir uns im grossen Speise Saal zum Nachtessen (das rote Licht stammt von einem Heizstrahler). Wie üblich in den Dolomiten hatten wir jeweils 2-3 Vorspeisen und Hauptgänge zur Auswahl und ein grosses Salatbuffet durfte auch nicht fehlen..

Schweinshaxe mit Kartoffeln und Spinat Danach war aber fotografieren angesagt. Da zugleich fast Vollmond war, schafften es einige erst weit nach Mitternacht zurück ins Hotel. Die anderen hielten sich noch in der gemütlichen Lounge des Hotels auf, bei einem feinen Espresso.

Im Hotel "Pragser Wildsee"

Am nächsten Morgen trafen wir uns um 5.15 Uhr vor dem Hoteleingang, es war etwas bewölkt, aber der See war spiegelglatt.

Am Pragser Wildsee

Fischerhütte am Pragser Wildsee. Kurz danach begann es leicht zu regnen und wir machten uns auf den Weg zum Höhepunkt dieses Dolomiten Workshops, den Drei Zinnen. Am Lago Misurina machten wir einen Kaffestopp, auch um Getränke für den langen Marsch zur Dreizinnenhütte zu kaufen. Das Wetter war bewölkt und immer wieder fiel leichter Regen aus den dunklen Wolken.

Zwischenstopp am Lago Misurina Nach diesem Zwischenstopp ging es hoch auf rund 2400 M.ü.M, Treffpunkt war das Rifugio Auronzo. Die Temperaturen waren angenehm und obwohl es manchmal kurzfristig etwas stärker regnete, war dies das kleinste Problem. Ein Teilnehmer war verschollen. Wir marschierten dann los, damit wir rechtzeitig die Dreizinnenhütte erreichen, Roland wartete bei der Auronzohütte auf den letzten Teilnehmer. Von den 20 cm Schnee, welcher zwei Tage vorher gefallen war, blieb nicht mehr viel übrig, der Wanderweg war zwar matschig, aber gut begehbar.

Nach ca. 2 Stunden erreichten wir die Dreizinnenhütte und konnten kurz danach unsere Zimmer beziehen. Das Wetter besserte sich zusehends und abends war es schon fast wolkenlos. Zwei Stunden später hatte dann auch Roland mit dem "Verschollenen" die Hütte erreicht und wir waren wieder vollzählig. An dieser Stelle ein grosses Lob an die Crew der Dreizinnenhütte, einfach unglaublich was dieses Team leistet. Gehen auf Sonderwünsche ein, im grössten Gedränge. So kriegten wir unser Nachtessen punkt 18 Uhr serviert, damit wir den Sonnenuntergang nicht verpassen. Das Dessert wurde uns später bei der Rückkehr serviert. Am nächsten Tag kriegten wir einen Tisch näher bei der Küche damit das ganze noch speditiver vonstatten ging. Chapeau!

Lammkottelets

Das wohlverdiente Nachtessen.

Die Wolken hatten sich gegen Abend fast komplett aufgelöst und es versprach eine wunderschöne (fast) Vollmondnacht zu werden.

Am nächsten Morgen war wie üblich um 5.15 Uhr Besammlung auf der Terrasse der Dreizinnenhütte. Ein Teilnehmer war schon länger unterwegs und genoss die Vollmondnacht in vollen Zügen :-) Wie üblich in den Dolomiten ändert das Wetter relativ rasch. Während die Nacht noch wolkenlos war, zogen am Himmel Wolken auf, wie bestellt!

Hier noch einige Impressionen bei den Drei Zinnen

Nachmittags erkundeten wir die Region nach neuen Spots.

Überall sind noch Spuren des 1. Weltkriegs vorhanden, Stacheldraht und Schützengräben.

Pünktlich zum Nachtessen trafen wir uns wieder in der Dreizinnenhütte

Abends begann es zu regnen, die Zinnen zeigten sich vollkommen verhüllt. So blieb Zeit zum gemütlichen Beisammensein in der Dreizinnenhütte.

Rucksackdepot und fast leeres Restaurant vor Ankunft der Tagestouristen.

Der nächste Morgen zeigte sich wie gewohnt wettermässig von der abwechslungsreichen Seite. Wir konnten noch einige interessante Morgenstimmungen auf den Sensor bannen bevor es ans Zusammenpacken ging. Der Rückmarsch stand bevor. Treffpunkt war wiederum die Auronzohütte wo wir uns noch stärkten für den letzten Höhepunkt dieses Dolomiten Workshops, den Cinque Torri.

Bereit zum Abmarsch

Zwischenstopp bei der Lavaredohütte und warten auf die restlichen Teilnehmer.

Danach fuhren wir runter zur Mautstelle. Leider wurde es einem Teilnehmer sehr übel, (nicht von meiner Fahrweise), so dass ich eine längere Pause einlegte. Der Zustand besserte sich nicht, so beschloss ich frühzeitig mit dem Teilnehmer nach Hause zu fahren. Da die Cinque Torri doch auch etwas abgelegen sind und es nachts nicht spontan möglich ist mit dem Sessellift runterzufahren, fand ich das die richtige Entscheidung. Roland führte den Workshop alleine zu Ende. Ein grosses Dankeschön von meiner Seite! Fazit: Es war unser erster 5-tägiger Workshop. Wettermässig gab es einmal mehr nichts auszusetzen im Südtirol. Wir durften wunderbare Wetterlagen geniessen, ich denke alle Teilnehmer sind auf ihre Kosten gekommen. Andererseits verlangt so ein Mehrtäger doch besondere Anstrengungen von unserer Seite, immer alle beisammenzuhalten ist vor allem bei der Zinnenhütte eine Kunst. Bis jeder die wichtigen Infos erhält, das ist in diesem Gewusel rund um die Hütte nicht einfach. Es heisst natürlich auch komfortmässig Abstriche zu machen auf der Dreizinnenhütte, das Restaurant tagsüber meist bis auf den letzten Platz gefüllt, die Zimmer spartanisch eingerichtet, die Toiletten ständig besetzt, da nur in sehr beschränkter Anzahl vorhanden. Nur Kaltwasser, und in den Duschen nur Wasser wenn genügend vorhanden ist. Bei uns war zuwenig vorhanden. Dann kommt auch noch das ungewohnte Essen dazu, welches einigen auf den Magen schlagen kann. Ich zähl mich auch dazu, aber da ich in der Zwischenzeit doch einige Erfahrungen in dieser Hinsicht sammeln "durfte", nehme ich jeden Morgen vorsorglich eine Kohletablette, so komme ich gut über die Runden. Dann ist die körperliche Anstrengung nicht zu vergessen. Es ist was anderes mit Brot und Cervelat eine zweistündige Wanderung auf 2500 M.ü.M zu machen als mit einem vollbepackten Fotorucksack. Der Schlaf wird auch auf ein Minimum reduziert, vor allem im Sommer. Aber......die Gegend rund um die Zinnen ist einfach fantastisch, ein paar Meter weg von der Hütte und man geniesst die Stille in dieser fantastischen Bergwelt der Dolomiten, das entschädigt schlussendlich für alle Anstrengungen und Entbehrungen. Ein grosses Dankeschön allen Teilnehmern, es war einfach schön und ich werde diese Tage in den Dolomiten in guter Erinnerung halten! Nächstes Jahr werden ebenfalls einen einwöchige Dolomiten Workshops anbieten! Weitere Dolomiten Reiseberichte findest du hier: Dolomiten 2017 Dolomiten 2016 Einen weiteren Bericht über unsere Workshops, diesmal vom Matterhorn, findest du hier: Matterhorn-Stellisee-Workshop 2017 Kommentare sind wie immer gerne erwünscht! Diesen Blog abonnieren? Schreibe einfach untenstehenden Link in deinen News Reader und du bist immer sofort informiert sobald ein neuer Blog online ist. Kopieren geht leider nicht, da die ganze Website Copyright geschützt ist. https://www.adrian-wirz.com/feed.xml

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