• Adrian Wirz

The Fog flows again


Wunderbare Nebellagen durften (dürfen) wir diesen Herbst/Winter erleben. Er kam zwar erst richtig Anfang Dezember, dafür in seiner schönsten Form. Tagelang floss er vom Schweizer Mittelland ins Baselbiet.

Meistens war die Nebelobergrenze nur etwa um die 800m , meistens zu tief für die Belchenfluh. Aber es gibt ja noch andere, etwas tiefer gelegene Aussichtspunkte im Schweizer Jura. Ich genoss das Schauspiel in vollen Zügen, einfach faszinierend dem Nebel zuzuschauen wie er den Hang runterfliesst und sich weiter unten durch die Erwärmung auflöst.

Ob morgens oder abends, ich verbrachte Stunden bei den verschiedenen Aussichtspunkten. Herzlichen Dank Roland Moser und Andreas Gerth, das Schauspiel mit Gleichgesinnten zu erleben....einfach schön!

Ein paar Gedanken in eigener Sache: Es ist mir schon klar dass viele die Nebelwelle fotografieren möchten, was allerdings im Dezember zeitweise auf der Belchenfluh los war, machte keinen Spass mehr. Eng aneinander gedrückt, man konnte sich nicht mehr richtig bewegen, ich kriegte zeitweise Platzangst. Ich war nur einmal im Dezember oben, aber das reichte mir. Roland und ich waren schon um 6 Uhr auf der Fluh, genossen die Stille bis plötzlich die Fluh gestürmt wurde. Es waren allerdings nicht alles Fotografen, sondern auch Leute welche einfach den Sonnenaufgang geniessen wollten. dazu trug auch ein Bericht zum Sonnenaufgang auf der Belchenfluh in der Basler Zeitung bei. Wir verliessen den Ort fluchtartig, noch vor Sonnenaufgang, drängten uns zwischen den unzähligen Leuten auf der Treppe durch und selbst beim Abstieg kamen uns noch mehrere Personen entgegen. Wehmütig erinnerten wir uns an die Zeit vor ein paar Jahren, als wir uns dort oben jeweils mutterseelenallein entfalten konnten. Wir wollten zu "unserem Spot", einfach Ruhe haben, aber auch dort war schon besetzt! Auf die Frage woher sie diesen Spot kennen : "Den kennt man doch". Völlig frustriert verliessen wir die Gegend und wärmten uns beim Kaffee im Berghaus Ober-Bölchen auf. Dann wurde ich die letzten Wochen auch oft gefragt: "Hey wo hast du diese geile Welle fotografiert, gib mir doch bitte den Standort durch, bin gerade auf der Durchreise!" So oder ähnliche Anfragen kriegte ich zuhauf. Ein bekannter Fotograf, nennen wir ihn mal Max Binniger, (Name der Redaktion bekannt :-) , meinte daraufhin vollkommen zu Recht, dass alles zu einem Selbstbedienungsladen verkommt. Nur wenige machen sich noch die Mühe den Standort selber herauszufinden, oder neue Spots zu suchen. Manchmal wundere ich mich dass noch niemand zu Tode gestürzt ist, auf der Suche nach den mir bekannten Standorten am Belchen.

Ich bin mir sehr wohl bewusst dass ich einen grossen Teil zum "Sturm auf die Bölchenfluh" beigetragen habe, trotzdem vermisse ich die ruhigen Stunden früherer Jahre auf der Bölchenfluh. Allerdings freue ich mich auch immer wieder, bekannte und unbekannte Gesichter dort oben zu treffen und zu fachsimpeln. Wie herrlich war es doch letzte Woche bei -11 Grad und eisiger Bise, da herrschte wieder Ruhe in der Höhe:-) Mehr zum Thema Nebelwelle und ihre Folgen findest du hier: "Sturm auf die Bölchenfluh"

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